Duderstadt. Rundweg zur Sulbergwarte
Der Rundweg ist mit dem Wegzeichen Turm markiert und führt zur historischen Sulbergwarte. Ihre Wanderung beginnt an der Kunsthalle HGN in Duderstadt. Auf dem Weg zur Sulbergwarte liegt die alte Brauerei Keseling (Felsenkeller), in der bis 1922 Bier gebraut wurde. Mit dem Blick auf die Kellergewölbe, können Sie die vergangenen Zeiten nachempfinden, in denen das Duderstädter Bier bis Erfurt, Regensburg und Mainz exportiert wurde. An der Sulbergwarte angekommen, können sie die Aussichtsplattform über 52 Stufen erreichen und den Ausblick genießen. Der zweite Abschnitt Ihrer Wanderung führt Sie durch Duderstadt und entlang der ehemaligen Wallanlange vorbei. Am Ende Ihrer Tour empfehlen wir Ihnen einen Abstecher zur HGN-Kunsthalle. Ihre Sammlung ist ein Spiegelbild der zahlreichen Reisen des Weltbürgers Prof. Hans Georg Näder, der diesen Ort der Kunst in Duderstadt etabliert hat. Eine Parkmöglichkeit ist zudem direkt am Startpunkt vorhanden. Weitere Informationen in der Gästeinformation in Duderstadt, Markstraße 66 [email protected] www.tourismus.duderstadt.de
المحطات (8)
- 1Das Westerturm-Ensemble
Einst als Stadttor errichtet, gehört der Westerturm mit Warten, Wall und Mauer zum ausgeklügelten mittelalterlichen Befestigungssystem der Stadt. Die liebevoll restaurierte Stadtmauer mit ihrem Wehrgang und den Türmen vermittelt ein lebendiges Bild längst vergangener Tage.
Ganz gleich, aus welcher Richtung man sich Duderstadt nähert, stets wird der Blick durch den Turm mit seinem im eleganten Linksdrall gezogenen Helm gefesselt. Es gibt im deutschen Sprachgebiet eine ganze Anzahl gedrehter Türme, aber keinen, dessen Drehung solch harmonische Linienführung aufzuweisen hat wie der Duderstädter Westerturm.
Ein bekannter Architekt versuchte 1948 hinter die Ursache der eigenartigen Drehung zu kommen. Er sprach von dem "überlegenen Virtuosentum und dem Raffinement des handwerklichen Könnens der mittelalterlichen Baumeister" und schloss mit der Feststellung: "Dieser Turm ist offensichtlich so gewollt". Ein Jahr später stellte ein anderer Architekt, der in den Turm kletterte, nach eingehender Untersuchung fest: Die merkwürdige Formänderung ist die Folge eines Konstruktionsfehlers, die im Wesentlichen darauf beruht, dass die Sparren zwar gegen ein Durchbiegen nach innen, nicht aber zur Seite hin gesichert waren. Es fehlen die Schwerter und die üblichen Andreaskreuze. Außerdem ist der sogenannte Kaiserstiel nicht durchgehend.
Der schon 1343 erwähnte Turm brannte 1424 bis auf das Mauerwerk nieder. Der Wiederaufbau dauerte 12 Jahre. Der Volksmund führt die Drehung der Turmspitze auf die nicht geölte Wetterfahne bzw. den Teufel zurück, der die Männer zum Trank verführte. Auf der Flucht vor den Duderstädter Frauen wollte er sich am Turmknauf festklammern und riss dabei im Schwung die Spitze herum, bevor er endgültig über die Mauer entschwand.
Die mittelalterlichen Städte genossen Freiheiten und Privilegien, die es auf dem Land nicht gab. Es herrschte der Grundsatz "Stadtluft macht frei" - so die spätere Formulierung durch die Rechtsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Um die Stadtfreiheiten zu schützen und die Bürger vor feindlichen Übergriffen zu bewahren, sicherten sich die Städte mit Befestigungsanlagen. In authentischer Umgebung, im Westerturm-Ensemble mit dem ältesten Abschnitt der Duderstädter Stadtmauer, einem rekonstruierten Wehrgang und dem Georgsturm, können die Zusammenhänge in der Ausstellung "Stadtluft macht frei" interaktiv nachvollzogen werden.
Flyer als pdf >> (https://www.harzinfo.de/fileadmin/Bilder/Orte/Duderstadt/Flyer_-_Das_Westerturmensemble-in-Duderstadt.pdf)
>>> Zum virtuellen Rundgang (https://tourismus.duderstadt.de/seiten/virtuelle_Rundgaenge/westerturm/westerturm.html)https://www.harzinfo.de/fileadmin/Bilder/Orte/Duderstadt/Flyer_-_Das_Westerturmensemble-in-Duderstadt.pdf↓ 24 Min. zu Fuß (1,6 km) حتى المحطة التالية
- 2Sulbergwarte
Erleben Sie Geschichte und atemberaubende Ausblicke auf Duderstadt von der Sulbergwarte, einem erhaltenden Rundturm der ehemaligen mittelalterlichen Duderstädter Landwehr, die um das Jahr 1400 errichtet wurde. Dieser imposante Turm thront majestätisch auf der Anhöhe des Sulbergs, direkt nördlich von Duderstadt, entlang der alten mittelalterlichen Fernstraße, die gen Norden führte. Ein kleiner Abschnitt dieses historischen Weges ist bis heute erhalten geblieben, und er lädt dazu ein, in die Vergangenheit einzutauchen.
Die Sulbergwarte bietet eine bemerkenswerte Rundumsicht, insbesondere auf Duderstadt und das Eichsfeld. Sie können die Sulbergwarte über Feldwege von Duderstadt aus erreichen oder über die alte Heerstraße von Mingerode aus. Der Weg zur Warte führt durch malerische Landschaften und vermittelt ein Gefühl von Abenteuer und Entdeckung.
Ein besonderer Tipp für ein unvergessliches Erlebnis ist eine Wartenwanderung von Duderstadt aus zur Sulbergwarte, begleitet von dem "Knickmeister Borchard Borchardes". Eine Anmeldung für diese Wanderung kann in der Gästeinformation Duderstadt erfolgen: [email protected] (mailto:[email protected]) oder telefonisch: 05527/841200.
↓ 23 Min. zu Fuß (1,6 km) حتى المحطة التالية
- 3Erlebnisstation Westerturm
Im Inneren des Westerturmes befindet sich heute eine einzigartige und spannende Erlebnisstation. Insbesondere die Themen Stadtverteidigung im Mittelalter und die Duderstädter Schützengesellschaft werden hier auf modernste, interaktive Art und Weise den Besuchern nähergebracht. Auch die Kleinsten können sich im Vogelschießen oder Scheibenschießen ausprobieren und den sprechenden Steinen in der Stadtmauer den Geschichten aus vergangenen Zeiten lauschen. Auf dem ältesten Abschnitt der Stadtmauer entlang und oben im Turm selber können die Besucher einen beeindruckenden Ausblick über die ganze Stadt genießen. Im Georgstürmchen erzählen Vertreter mittelalterlicher Randgruppen aus ihrem Leben. Ein weiterer Schwerpunkt der Erlebnisstation sind der Westerturm und die Mauer hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Architektur. Thematisiert wird auch das Spannungsfeld von historischer Architektur und moderne Umgebungsbebauung, so wie sie beim Westerturm zu finden ist.
↓ 1 Min. zu Fuß (6 m) حتى المحطة التالية
- 4Westerturm-Ensemble
Unverkennbares Wahrzeichen Duderstadts ist der Westerturm mit seiner schraubenartig gedrehten Spitze. Einst als Stadttor errichtet, gehört der Westerturm mit Warten, Wall und Mauer zum ausgeklügelten mittelalterlichen Befestigungssystem. Im Inneren des Westerturmes befindet sich heute eine einzigartige und spannende Erlebnisstation. Insbesondere die Themen Stadtverteidigung im Mittelalter und die Duderstädter Schützengesellschaft werden hier auf modernste, interaktive Art und Weise den Besuchern nähergebracht. Auch die Kleinsten können sich im Vogelschießen oder Scheibenschießen ausprobieren und den sprechenden Steinen in der Stadtmauer den Geschichten aus vergangenen Zeiten lauschen.
↓ 6 Min. zu Fuß (445 m) حتى المحطة التالية
- 5Ursulinenkloster
Im Konventgebäude findet bis heute aktives Klosterleben statt. Zwischen 1735 und 1740 wurde das Kloster um ein zweites Gebäude direkt an der Neutorstraße erweitert, dieser Teil ist seit 1995 der Gästebereich des Klosters. Hier können Gäste am Klosterleben auf Zeit teilhaben, Seminare besuchen und Tagungen ausrichten.
Ein Gebäudeteil des Klosters ist die Liebfrauenkirche. Für sie ist es nichts Neues, dass sie neu und anders gestaltet wurde. Sie hat in ihrer mehr als 500-jährigen Geschichte manche Veränderung erlebt. Eine kleine Liebfrauenkapelle gab es in Duderstadt schon 1442. Als 1700 die Ursulinen ihr Kloster am Neutor gründeten, wurde die kleine gotische Kapelle durch ein Langschiff mit Schwesternchor vergrößert. 1889/1890 wurde diese Kirche durch einen neuromanischen Bau nach den Plänen von R. Herzig ganz im Zeitstiel des Historismus ersetzt. Der Altar wurde auf ein um 14 Stufen erhöhtes Plateau gesetzt sowie ein Seitenschiff angefügt. Die Schwestern bekamen einen geräumigen Chor dem Altar gegenüber. 1963/64 erhielt das Innere der Kirche eine ganz neue Gestalt und zwar nach den Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils und nach dem damaligen Trend zu Schlichtheit und Einfachheit. Die neuromanische Ausmalung verschwand unter einem weißen Anstrich. Die Kirche wirkte hell und klar und bot einen freien Blick auf das Wesentliche - auf den Altar und auf das in die Kirche zurückgeholte Kreuz von 1500.
Nach erforderlicher Renovierung wurde die Kirche am 08. Mai 2007 von Bischof Norbert Trelle geweiht. Der neue Altar besteht aus einem schlichten Block, gleichzeitig ruht die Mensa (Altarplatte) auf vier Säulen. Er steht in der Mitte des Längsschiffes und ist damit in die Mitte der hufeisenförmig angeordneten Bänke gerückt. Ein goldglänzender Radleuchter über dem Altar betont auf diese Weise die Bedeutung dieses Ortes. Er korrespondiert dabei mit dem aus blauen Kunststeinen ausgelegten Kreis auf dem Fußboden. Mit einem solchen Kreis sind alle wichtigen Stellen in dieser Kirche ausgezeichnet, also auch der Ambo und der kleine Kredenztisch. Die drei Tische sind durch ein dunkelrotes von der Apsis ausgehendes Steinband im Fußboden verbunden. Im Seitenschiff stehen der Tabernakel und eine Marienstatue. Das Halbrund der Außenmauer in der Apsis ist auf dem Fußboden wieder durch einen Kreis aus blauem Stein ergänzt worden. Hier steht das alte Kreuz mit Maria und Johannes aus der früheren Liebfrauenkapelle. Der Figurenfries, an den Wänden des Hauptschiffes, stellt Menschen unserer Zeit dar. Sie sind alle nach vorn, auf die Apsis hin orientiert und scheinen mehr oder weniger dorthin unterwegs zu sein.
↓ 0 Min. zu Fuß (35 m) حتى المحطة التالية
- 6Ursulinenkloster
1535 gründete die heilige Angela Merici in Brescia, Oberitalien, eine Gemeinschaft von Frauen, die sie unter den Schutz der heiligen Ursula stellte. Der heiligen Angela ging es mit ihrer Gründung darum, Frauen ein eigenständiges religiöses Leben zu ermöglichen, mit dem sie für die Gesellschaft zum Sauerteig christlichen Lebens wurden. Die Gemeinschaft nahm sich besonders der geistigen und religiösen Bildung junger Mädchen an. Heute bietet das Kloster Raum für Stille und Begegnung.
↓ 1 Min. zu Fuß حتى المحطة التالية
- 7Liebfrauenkirche
Ihr Vorgänger war die Kapelle Ad Beatam Mariam Virginem, die 1424 erbaut und 1700 zu einem größeren Gotteshaus erweitert wurde. Nach ihrem Abriss wurde unter dem Duderstädter Kardinal Georg Kopp der Bau der neuromanischen Liebfrauenkirche forciert und 1889 der Grundstein gelegt. Die Innenausstattung der Kirche ist mit zwei Werken aus der Spätgotik relativ sparsam. In der Apsis befindet sich eine lebensgroße, dreifigurige Kreuzigungsgruppe, in einem Nebenaltar im Seitenschiff eine Mondsichelmadonna mit Kind.
↓ 7 Min. zu Fuß (485 m) حتى المحطة التالية
- 8Madonna im Lindenzaun
Barocke Statue aus dem Jahr 1752
جولة مشي ذاتية — اتبع المحطات بالترتيب، مع رابط لموقع كل منها على الخريطة.
Basisdaten: Gästeinformation Duderstadt, Niedersachsen Hub (الترخيص CC BY-SA)
