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Historischer Stadtrundgang Rinteln

3,2 km · ca. 45 Min.

Rinteln, Stadt

Der historische Stadtrundgang füht Sie durch die Altstadt von Rinteln und bringt Sie vorbei an den wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten. Beginnen Sie auf dem historischen Marktplatz mit den schönen bunten Fachwerkbauten. Bewundern Sie hier den Ratskeller, das frühere Rathaus der Stadt, sowie das Bürgerhaus, in dem sich heute u.a. die Tourist Information und das Standesamt befinden. Weiter geht es über den Kirchplatz vorbei am Wahrzeichen der Stadt, dem Turm von St. Nikolai. Durch die Ritterstraße erreichen Sie anschließend das Archivhäuschen (das wohl kleinste Gebäude im Stil der Weserrenaissance) bevor Sie zum Parkhof und dem Burghof gelangen. Folgen Sie nun der Krankenhäger Straße, der Bäckerstraße und gehen durch die Giebelgasse zur Klosterstraße. Sie gelangen zum Prinzenhof, heutigem Sitz der Sparkasse Schaumburg. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Jacobi-Kirche, das einzige erhalten gebliebene Bauwerk des ehemaligen Nonnenklosters. Der Klosterstraße folgend gelangen Sie zum Rathaus, hinter dem sich das Museum "Die Eulenburg" befindet. Überqueren Sie anschließend die Mühlenexter und gehen in den Stadtpark "Blumenwall". Über die Wallgasse gelangen Sie zurück ins Stadtzentrum. Sie stehen nun mitten auf der Weserstraße, der heutigen Fußgangerzone. Bestaunen Sie den Giebel des Hauses Nr. 11. Am Ende der Weserstraße sehen Sie schon die Weserbrücke. Entlang des "Alten Hafens" gelangen Sie zur katholischen Kirche "St. Sturmius". Am wiedererrichteten Stadtturm geht es über eine Treppe hinab zur Gasse "Hinter der Mauer". Hier befand sich früher das Armenviertel. Folgend Sie anschließend der Brennerstraße vorbei am Schweinemarkt (3 Schweineskulpturen erinnern daran) bis Sie am Ende eines der schönsten Bürgerhäuser erreichen. Es beheimatete viele Jahre lang das Schaumburgische Heimatmuseum, heute befindet sich die Lifestyle-Bar "Mosquito" darin. An der Kirche vorbei in Richtung Markplatz, kommen Sie am wahrscheinlich ältesten Bürgerhaus der Stadt vorbei. Es beheimatet heute die Gaststätte "Zur Marktwirtschaft". Beenden Sie hier den Rundgang und lassen Ihn bei einer Tasse Kaffee oder einem leckeren Essen auf dem Markplatz in wunderschöner Kulisse Revue passieren. (Ein Flyer zum Mitnehmen und Nachlesen ist in der Tourist Information erhältlich oder hier als pdf-Downlaod)

المحطات (8)

  1. 1Elektrotankstelle Stadtwerke Rinteln

    Es stehen 2 Steckdosen (Schuko/Typ 2 22 kW) zum Laden von E-Autos zur Verfügung.

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    ↓ 7 Min. zu Fuß (500 m) حتى المحطة التالية

  2. 2Die Eulenburg - Universitäts- und Stadtmuseum Rinteln

    Hexenglauben, Wissenschaft und Stadtgeschichte sind die vorherrschenden Themen in der Eulenburg. So erfahren Sie alles über Aufstieg und Niedergang der einstigen Universität.

    Nach einer Neukonzeption unter Mitwirkung einer Ausstellungsagentur präsentiert sich das 1908 gegründete Museum in modernem Gewand.
    Es zeigen sich auf rund 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche die fünf thematischen Schwerpunkte Hexenverfolgung im Wesergebiet, Ur- und Frühgeschichte des Kreises Schaumburg, die Geschichte von Stadt und Festung Rinteln, die Geschichte der Schaumburgischen Universität von 1621-1810 und der Landschaftsraum Weser.
    Neben wechselnden Sonderausstellungen finden Sie im umfangreichen Museumsprogramm Vortragsreihen, Musikveranstaltungen, thematische Führungen und museumspädagogische Angebote.

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    ↓ 3 Min. zu Fuß (240 m) حتى المحطة التالية

  3. 3Jakobi-Kirche Rinteln

    Die schlichte Bauweise dieses Ordens mit dem typischen Dachreitertum prägt bis heute das Erscheinungsbild der Kirche. In Folge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Im Jahr 1621 nahmen die Gebäude die vom Grafen Ernst von Schaumburg gegründete Rintelner Universität auf. Diese beendete 1810 während der französischen Besetzung ihren Lehrbetrieb. Die Klostergebäude wurden 1876 abgerissen.

    Seit 1656 ist die evangelisch-reformierte Gemeinde daher in der Jakobi-Kirche zu Hause. Eine grundlegende Renovierung der alten Kirche erfolgte 1971, die im Jahr 1995 auch eine neue Orgel erhielt. Kanzel, Abendmahltisch und Taufstein weisen auf die Grundelemente des reformierten Gottesdienstes hin.

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    ↓ 5 Min. zu Fuß (361 m) حتى المحطة التالية

  4. 4Münchhausenhof Rinteln mit Archivhaus und Scheune

    Im Eingangsbereich des Münchhausenhofs sieht man ein Gartenhaus der Familie von Münchhausen. Es stammt aus der aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Das zu dem Besitz gehörige, eigentliche Herrenhaus liegt weit hinten auf dem Grundstück und ist baulich stark verändert. Interessanter ist daher das kleine, sogenannte Lusthaus. Es diente den Mitgliedern der Familie zu Erholung und bot zugleich die Möglichkeit in diskreter Form das Treiben auf der Straße zu beobachten. Heute gilt das „Archivhäuschen“ als kleinstes eigenständiges Bauwerk im Stil der Weserrenaissance.  Es diente später der Aufbewahrung von Urkunden und Akten.
    Die Erbauer des Häuschens wie des gesamten Adelshofes,  zu dem auch die große ehemalige Scheune rechts von der Einfahrt gehörte, waren Hilmar von Münchhausen und seine Gemahlin Lucia von Reden. Ihre Wappen und Porträtmedaillons finden sie an der Straßenseite des Häuschens.
    Hilmar von Münchhausen entstammte einem der führenden Adelsgeschlechter des Weserberglandes und erlangte Berühmtheit als einer der bedeutendsten deutschen Söldnerführer seiner Zeit. Schon als 17-jähriger trat er in den Kriegsdienst ein und stieg wegen seiner Tapferkeit und Rücksichtslosigkeit schnell in den Rang eines Feldhauptmanns und schließlich Obristen auf.

    Bald baute er eine eigene durch ihn persönlich besoldete Reitertruppe auf und stellte sich als Kriegsunternehmer mal für und mal gegen die Kaiserliche Macht zur Verfügung. Mehr als 3000 schwerbewaffnete Reiter standen zeitweise in seinen Diensten und brachten erhebliche Einnahmen. Raub und Plünderungen vermehrten sein Vermögen zusätzlich. Innerhalb weniger Jahre erwarb er große Besitzungen und ließ den Adelshof in Rinteln sowie stattliche Schlösser im brandenburgischen Leitzkau sowie in Schwöbber bei Aerzen errichten. Gut drei Jahrzehnte widmete er sich dem Kriegsgeschäft, das ihn nach Süddeutschland, Dänemark und Frankreich führte, dann setzte er sich zur Ruhe und widmete sich seinen Besitzungen.  Doch auch in dieser Zeit war er noch als Diplomat in den Diensten Kaiser Ferdinands und König  Philipps des II. von Spanien gefragt.

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    ↓ 10 Min. zu Fuß (741 m) حتى المحطة التالية

  5. 5Weserbrücke

    Seit Anbeginn war der Weserübergang für Rinteln von zentraler Bedeutung, und schon vor der eigentlichen Stadtgründung wird an dieser Stelle im Jahr 1223 eine von den Schaumburger Grafen erbaute Brücke erwähnt. Sie war, nach Höxter, die zweite an der Weser überhaupt. Diese Brücke vermittelte unter anderem den damals rasch anwachsenden Landtransport zwischen dem Ostseeraum und dem Rheinland.  Bald aber bekam der Rintelner Weserübergang starke Konkurrenz durch weitere Brücken in Minden und Hameln, sodass Rintelns anfängliche Bedeutung nachließ.
    Bis in das 17. Jahrhundert gab es in Rinteln eine hölzerne Brücke, über die auch die wichtige Postroute von Bremen nach Kassel und Frankfurt führte.  Dann wurde das hölzerne Bauwerk mehrmals durch Krieg oder durch den Druck von Eisschollen zerstört. Eine stabile steinerne Brücke war jedoch zu teuer. Mann behalf sich daher bis in das 19. Jahrhundert mit einer auf Pontons schwimmenden Schiffbrücke, die im Winter eingezogen wurde. Dann mussten von November bis März Fährboote genügen.

    1821 geschah dabei ein schweres Unglück. Das Fährboot kenterte und 12 Menschen ertranken. Trotz inständiger Bitten bei der hessischen Landesherrschaft mussten die Rintelner noch ein Vierteljahrhundert warten, bis aus Kassel Geld für einen modernen steinernen Brückenbau kam. Zu diesem 1847 fertiggestellten Bauwerk gehören die heute noch vorhandenen beiden Auflager der Brücke mit ihren vier Sandsteinobelisken.
    1927 erhielt die Brücke ihren heutigen eisernen Bogen. Hintergrund war der Bau einer elektrischen Eisenbahnlinie vom Bahnhof in der Nordstadt durch die Altstadt und weiter in das 20 Kilometer südlich gelegene Barntrup. Die Gleise dieser sogenannten Extertalbahn wurden auf der Straßenfahrbahn  geführt, benötigten aber eine stabilere Brückenkonstruktion.

    Im April 1945, vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, wurde sie gesprengt, aber schon 1946 als erste Straßenbrücke über die Weser wiederhergestellt.

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    ↓ 9 Min. zu Fuß (648 m) حتى المحطة التالية

  6. 6Jakobi-Kirche

    Die Jakobi-Kirche war im Mittelalter eine Klosterkirche des Benediktinerinnenordens. Südlich angrenzend, also links von ihnen aus gesehen, befanden sich früher, um einen quadratischen Innenhof herum, der Kreuzgang und die Wohngebäude der Nonnen.
    Geweiht war das Kloster dem Heiligen Jakobus, dem Schutzpatron der Pilger und Reisenden. Vieles spricht dafür, dass dem Kloster damit eine besondere Bedeutung als Station auf dem Pilgerweg aus dem Norden und Osten Deutschlands nach Köln und weiter nach Santiago de Compostela zugedacht war. Immerhin verfügte Rinteln zur Stadtgründungszeit über die einzige Weserbrücke unterhalb von Höxter.

    Die Rintelner Nonnen gehörten zwar dem Benediktinerinnenorden an, befolgten jedoch weitestgehend die strengeren Regeln der Zisterzienserinnen. In diesem Sinne gestalteten sie auch das schlichte Äußere ihrer Kirche, die statt eines Turmes mit einem kleinen Dachreiter auskommt. Vollendet wurde sie um 1300.

    Mit der Reformation in Schaumburg im Jahr 1560, kam auch das Ende des Klosterlebens in Rinteln und die Gebäude waren lange ohne angemessene Nutzung. Dies änderte sich 1621, als die neueröffnete Universität Rinteln in die früheren Klostergebäude einzog. Das Gotteshaus diente nun als Universitätskirche.
    Nach dem dreißigjährigen Krieg, als Rinteln zur Landgrafschaft Hessen-Kassel kam, zogen viele hessische Offiziere und Beamte in die Stadt. Sie waren, wie fast die gesamte Bevölkerung im hessischen Kerngebiet evangelisch-reformiert und erhielten nun diese Kirche zugewiesen. Seit dieser Zeit, genauer, seit 1659, ist die Jakobi-Kirche eine evangelisch-reformierte Pfarrkirche.

    Als die vormaligen Kloster- beziehungsweise Universitätsgebäude 1875 abgerissen wurden und dem heutigen Schulgebäude weichen mussten, blieb die Kirche als einziges Gebäude bestehen.

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    ↓ 9 Min. zu Fuß (657 m) حتى المحطة التالية

  7. 7Weserbrücke Rinteln

    Die moderne und besonders tragfähige Eisenkonstruktion überspannt die Weser ohne im Wasser stehende Brückenpfeiler mit 85 Metern lichter Weite.
    Über die seit 1927 dem Verkehr übergebene Bogenbrücke rollte bis in die 60er Jahre unter anderem auch der Eisenbahnverkehr der Extertalbahn mitten durch die Stadt. Im April 1945, vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, wurde sie gesprengt, aber schon 1946 als erste Straßenbrücke über die Weser wiederhergestellt. Die spätklassizistischen Sandsteinobelisken stammen von einem Vorgängerbau aus dem Jahr 1847.
    Seit dem 30. November 2012 erstrahlt die Weserbrücke durch einen blauen Lichterbogen. Dieses "Blaue Band" unterstreicht noch einmal optisch die Verbindung von Nord- und Südstadt und ist somit eine lichttechnische Attraktion.

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    ↓ 13 Min. zu Fuß (903 m) حتى المحطة التالية

  8. 8Burghof

    Diesen stattlichen Burgmannshof aus dem frühen 17. Jahrhundert ließ der schaumburgische Adlige Hermann von Zerssen errichten. Es handelte sich ursprünglich um eine vierseitige Hofanlage, von der heute noch drei Seiten erhalten sind. Seit 1914 befindet sich hier die Burghofklinik, eine Heilanstalt für psychosomatische Erkrankungen. Mit der gebotenen Zurückhaltung ist es erlaubt, durch die Einfahrt in den Innenhof zu treten.

    Im Innenhof beeindruckt eine 1901 errichtete zweistöckige, sehr aufwändig verglaste Veranda. Sie ist in Anlehnung an die Formen der Weserrenaissance gestaltet. Oben, in einem golden Medaillon, ist der Erbauer Hilmar von Münchhausen zu sehen. Münchhausen, der den Burghof 1889 erwarb, stammte aus dem Königreich Hannover, daher auch die Abbildung des Welfenrosses, das heute das Wappen Niedersachsens ist.

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جولة مشي ذاتية — اتبع المحطات بالترتيب، مع رابط لموقع كل منها على الخريطة.

Basisdaten: Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland, Niedersachsen Hub (الترخيص CC BY-SA)

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