Ab Salder mit Geopfad Lichtenberg
Der Wanderweg ist abwechslungsreich und führt über breite Forstwege genau so wie über den urigen Salzgitter Höhenweg. Für eine Pause steht kurz vor Lichtenberg ein Rastplatz mit Tisch und Bänken zur Verfügung. Daher empfiehlt es sich, Verpflegung mitzunehmen. Streckenweise verläuft die Route parallel zum Geopfad Salzgitter-Lichtenberg. Entsprechende Hinweistafeln bieten ausführliche Informationen zur Geologie im Stadtgebiet.
Stationer (4)
- 1Geopunkt Steinbruch Salder
In diesem im nordöstlichen Teil des Lichtenberger Höhenzuges gelegenen Steinbruch sind die weißen Plänerkalkschichten der Oberkreidezeit (Turon - Coniac) aufgeschlossen. Nach mehr als 90 Millionen Jahren stößt man hier noch auf Spuren von Lebewesen, die dieses Meer am Ende des Erdmittelalters bevölkert haben. Am häufigsten findet man Überreste von Brachiopoden (Armfüßer), Ammoniten (Kopffüßer), Seeigel, Muscheln und Schwämme - vielleicht auch Zähne von Haien oder dem Mosasaurus. Es bietet sich die Gelegenheit, Fossilien zu sammeln.
↓ 40 Min. zu Fuß (2,9 km) til næste station
- 2Infostele Fossilien auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Die Gestene des Oberen Muschelkalkes bilden hier einen Härtlingsrücken, der aus seiner Umgebung deutlich herausragt. Im Norden schließen sich die etwas "weicheren" Ceratitenschichten des Oberen Muschelkalkes und im Süden die mergligen Schichten des Mittleren Muschelkalkes an, die im Laufe der Jahrmillionen wesentlich stärker erodiert worden sind und hier eine Mulde bilden. Namensgebendes Fossil in den Ceratitenschichten ist der Ammonit Ceratites, ein Tintenfischähnlicher Kopffüßler, der in großer Zahl das warme Muschelkalkmeer bevölkerte. Der Höhenweg führt auf dem aus Trochitenkalk gebildeten Sattel entlang. Besonders nach einem frostreichen Winter sind hier die herausgewitterten Trochiten (vom griechischen "trochos" = Rad), die scheibenförmigen, fossilen Stielglieder der Seelilie Encrinus liliiformis zu finden. Diese Trochiten wurden in vorchristlicher Zeit zu Halsketten verarbeitet und galten bei den Germanen als Talisman für Tapferkeit. Mit der Christianisierung mussten die Sachsen ihre Sonnenradsteine, auch Bonifatiuspfennige oder Hexengeld genannt, wie alles Heidnische abgeben. Aber noch im 18. Jahrhundert wurden Trochiten als Heilmittel gegen Epilepsie, giftige Tiere, Schwindel und Nierenleiden in den Apotheken verkauft.
↓ 12 Min. zu Fuß (863 m) til næste station
- 3Infostele Eiszeit auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Viele Dinge, die den Reichtum unserer Landschaft darstellen, sind ein Erbe dieser jüngsten erdgeschichtlichen Vergangenheit - nicht nur der für die Fruchtbarkeit der Böden verantwortliche Löss, sondern auch die reichen Kies- und Sandvorkommen in der Gegend. Die Kiese wurden in den Jahren von 1960 - 1972 ausgebeutet und ließen so den heutigen 75 ha großen Salzgittersee entstehen. Beim Ausbaggern wurden mehr als 1.300 Knochen und Zahnfunde von Mammut, Wollnashorn, Rentier und Riesenhirsch zu Tage gefördert. Eine Auswahl dieses Frauenkomplexes ist im Städtischen Museum Schloss Salder ebenso zu besichtigen wie die Knochenfunde und Artefakte der Neandertaler.
↓ 29 Min. zu Fuß (2,1 km) til næste station
- 4Grillplatz am Wanderparkplatz Hasselberg in Salder
Am Wanderparkplatz in der Nähe des (abgesperrten!) Steinbruchs in Salzgitter-Salder ist eine Freifläche als öffentlicher Grillplatz ausgewiesen. ACHTUNG: es ist keine Grillhütte o.a. als Infrastruktur vorhanden. Jegliche benötigte Ausstattung muss mitgebracht werden. Es gelten die Vorschriften der Stadt Salzgitter: Grillen auf öffentlichen Grillplätzen (https://www.salzgitter.de/rathaus/fachdienste/sicherheit-recht-ordnung/oeffentliche-sicherheit/grillen-grillverbot.php)
Selvguidet vandring — følg stationerne i rækkefølge, hver med link til placeringen på kortet.
Basisdaten: Tourist-Information Salzgitter, Niedersachsen Hub (licens CC BY-SA)
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