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Geopfad Salzgitter-Bad

6,5 km · ca. 105 Min.

Salzgitter

Ausgangs- und Endpunkt des Geopfades Salzgitter-Bad, der ca. 6,5 km durch den Salzgitter Höhenzug führt, ist der Bismarckturm. Es wird gebeten, die Wege bei der Wanderung nicht zu verlassen.

Stationer (9)

  1. 1Bismarckturm

    Die direkte Zufahrt zum Turm und dem dazugehörigen Besucherparkplatz ist möglich. Allerdings kann der Turm nur von außen betrachtet werden. Die Besitzerfamilie wohnt vor Ort und kann evtl. aufschließen.

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    ↓ 0 Min. zu Fuß (15 m) til næste station

  2. 2Stempelstelle Bismarckturm Salzgitter

    ILE- Station 17 Verortung: Bismarckturm

    Vorschlag Wanderweg 12, Ausgangspunkt Jahnstraße

    Schwierigkeitsgrad: mittel

    Seværdigheder: Bismarckturm

    Touren: Naturatlas SZ 5: Zischen Reihersee und Bismarckturm; Geopfad Salzgitter-Bad (Salzgitter-Höhenzug); Fernwanderweg Calenberg-Harz

    ACHTUNG: Der Bismarckturm selbst ist derzeit nicht zugänglich (Stand Januar 2025).

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    ↓ 2 Min. zu Fuß (138 m) til næste station

  3. 3Naturatlas - Zwischen Reihersee und Bismarckturm

    Die Wege im Höhenzug führen vorbei an eindrucksvollen Rotbuchen, aber auch Bergahornen, Stieleichen, Eschen und anderen. Immer wieder sind Haselnusssträucher zu finden und an offeneren Stellen auch Schlehen-Gebüsche. Immer wieder kann man auch den sehr langsam wachsenden Seidelbast finden, der schon Ende Februar blüht. Märzenbecher, Schlüsselblumen, Leberblümchen und viele andere zaubern Farbtupfer in den Frühlingswald. Wenn das Buchenlaub austreibt, fliegt hier ein scheuer Schmetterling: Die Männchen des Nagelflecks sind auf der Suche nach Weibchen. In der Laubstreu leben hier mehr als 30 Schneckenarten, darunter auch die Faltenrandige Schließmundschnecke und die Große Laubschnecke. Der hohe Totholzanteil bietet verschiedenen Spechten Lebensraum. Der größte unter ihnen ist der krähengroße Schwarzspecht. Zu den typischen Waldfledermäusen, die auch seine Höhlen nutzen, gehört das Braune Langohr.

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    ↓ 18 Min. zu Fuß (1,3 km) til næste station

  4. 4Infostele Heinemannshöhe auf Geopfad Salzgitter-Bad

    Man durchläuft auf dieser kurzen Wegstrecke eine Zeitspanne von mehr als 150 Millionen Jahren. Allerdings sind nicht alle diese Gesteinschichten auf diesem Geopfad zugänglich, zeigen sich aber in der morphologischen Gestaltung der Landschaft. Die härteren Kalksteine der Unteren und Oberen Muschelkalkzeit bilden Rücken, während die "weicheren" Ablagerungen der Mittleren Muschelkalkzeit als Mulden ausgeräumt sind. Die abgelagerten Gesteine, die häufig auf fossile, zu Stein gewordene Lebensformen enthalten, verraten so, dass dieses Gebiet, bis auf kurze Zeiträume, immer wieder vom Meer bedeckt war. Im ehemaligen Steinbruch im Heiligen Holz, nördlich von Heinemannshöhe, standen die Kalkgesteine der Oberkreidezeit, Rotpläner und Lamarckipläner, an. Diese Kalkmergelgesteine wurden als Schotter für den Wegebau abgebaut.

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    ↓ 13 Min. zu Fuß (941 m) til næste station

  5. 5Infostele Flammenmergelsteinbruch auf dem Geopfad Salzgitter-Bad

    Hier stehen die Sedimente der Unterkreide an, die in einer Mächtigkeit von 10 m aufgeschlossen sind. Der Flammenmergel, als chemisch-biogenes Sediment mit klastischem Anteil, kann unterschiedlich ausgebildet sein: neben Kalkbänken kommen lockere, tonig-mergelige Schichten und auch kieselige Partien vor. Im Mittelalter wurde dieser zementartige Mergelstein häufig als Kalkmörtelzuschlag verwendet. Die zu beobachtende Opalisierung der Gesteine wird durch Kieselorganismen wie Kieselalgen, Diatomeen, Strahlentierchen, Radiolarien oder Schwämmen, Poriferen hervorgerufen.

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    ↓ 9 Min. zu Fuß (651 m) til næste station

  6. 6Stillgelegter Tagebau Finkenkuhle

    Der Eisenerzbergbau hat in der Region eine lange Geschichte. Die Grube Finkenkuhle ist ein ehemaliges Eisenerzbergwerk. Sie wurde bis 1937 auch unter dem Namen Finkelkuhle geführt. Das Bergwerk lag südlich des Hamberges am Salzgitter-Höhenzug im Westen des heutigen Stadtteils Salzgitter-Bad. Mit Unterbrechungen wurde hier seit 1865 Eisenerz abgebaut. Die Förderung wurde 1956 eingestellt. Es gibt einen kleinen Zuweg, der eine Aussicht über das geflutete Areal ermöglicht. Der ehemalige Tagebau ist eine Station auf dem Geopfad Salzgitter-Bad.

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    ↓ 1 Min. zu Fuß (6 m) til næste station

  7. 7Infostele Eisenerzbergwerk Finkenkuhle auf dem Geopfad Salzgitter-Bad

    Von der Pumpstation aus blickt man auf die am anderen Ufer gelegene, steile Wand aus Unterkreidesedimenten. Abgebaut wurden hier die Eisenerze, die vor 120 Millionen Jahren an den Flanken des Salzgitter-Höhenzuges abgelagert worden sind. Zu Beginn der Unterkreidezeit überflutete das Meer von Norden kommend das Salzgittergebiet. Anfangs verlief die Grenze zwischen Festland und Meer im nördlichen Stadtgebiet, das Meer drang aber immer weiter vor und wurde tiefer. Haie und Meeresreptilien wie Plesio- und Ichthyosaurier bevölkerten das Unterkreidemeer. Auch Ammoniten und Belemniten (Kopffüßler), die bevorzugte Nahrung der Fischsaurier waren in großer Zahl vertreten. Dass Ichthyosaurier hier gelebt haben, beweist der sensationelle Skelettfund eines 5 m langen Exemplars der Gattung Platypterygius im Schacht Georg bei Gitter. Im Brandungsbereich des Unterkreidemeeres wurde die 30 Millionen Jahre zuvor abgelagerten Toneisenstein-Geoden bearbeitet und zerkleinert. Die so entstandenen Trümmererze wurden bevorzugt in Gräben (Kolken) angereichert. Der Aufstieg der Zechsteinsalze ließ diese Senken und Gräben entstehen und sorgte so für die großen Erzlagerstätten unterhalb des heutigen Stadtgebietes. Das 12,9 km² große Erzvorkommen, das hier an der Erdoberfläche zu Tage trat, erstreckt sich mit einer Länge von 5 km und einer durchschnittlichen Breite von 2,56 km zur Innerste-Mulde von Salzgitter-Bad bis zum Schlosspark in Ringelheim. Das Erzlager war bis zu 60 m mächtig und die abgebauten Erze wiesen Eisengehalte von über 35 % auf. Die Erze der Finkelkuhle, später Finkenkuhle genannt, wurden bereits 1863 durch die Eisengrube "Segen Gottes" abgebaut. Bis zum 31. Oktober 1953 wurde in der Finkenkuhle im Tagebau gefördert, danach nur noch durch den 193 m tiefen Schacht. Zum 1. April 1954 wurden Schacht Finkenkuhle und Schacht Georg zum Bergwerk Georg zusammengelegt und am 19. Juli 1956 die Förderung des Schachtes Finkenkuhle ganz eingestellt. Am 14. März 1958 erfolgte dann die endgültige Stilllegung der "ausgeerzten" Finkenkuhle. Insgesamt sind aus dem Erzbergwerk Finkenkuhle 7,73 Millionen t Erz gefördert worden, 2,3 Millionen t im Tagebau und 5,5 Millionen t im Schachtbetrieb.

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    ↓ 8 Min. zu Fuß (565 m) til næste station

  8. 8Infotafel Salz auf dem Geopfad Salzgitter-Bad

    In der Kreidezeit stieg das vor mehr als 250 Millionen Jahren abgelagerte Zechsteinsalze aus 2.500 - 3.000 m Tiefe auf. Unterhalb von Salzgitter-Bad ("Salzspiegel" liegt bei 180 - 200 m Tiefe), dass mehrere Quellen im sumpfigen Warnetal salzhaltiges Wasser enthielten. Diese Solequellen, die dem Gebiet um Ringelheim und Gitter herum den im Jahr 1007 in der Hildesheimer Urkunde überlieferten Namen "Salzgau" eintrugen, waren die Grundlage für die Entstehung der alten Salzstadt im Gebietsdreieck dreier uralter Dörfer: Vöppstedt, Kniestedt und Gitter, deren Bewohner die Siedesalzgewinnung schon deit dem Frühmittelalter im Warnesumpf betrieben. Ab 1273 bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Sole mit einer Rosskunst (Pferdegöpel) oder mit einem Tretrad-Schöpfwerk gefördert. Nachdem im 16. Jahrhundert die Saline an das Herzogtum Braunschweig gefallen war, wurde die Salzgewinnung umgestellt und eine "Salzfabrik" mit Gradierwerken zur Anreicherung der Sole eingerichtet. 1849/1850 modernisierte Salineninspektor Albert Schloenbach die Solegewinnung, indem er eine 219 m tiefe Bohrung niederbrachte. Im Innenrohr stieg so nahezu konzentrierte Sole auf und das oberflächennahe Grundwasser floss im Außenrohr-Mantel ab.  Mit dieser Erneuerung entfielen die Gradierwerke. Bis zur Einstellung der Siedesalzgewinnung im Jahr 1925 dürften insgesamt 2,3 - 3 Millionen m³ Salz gefördert worden sein. Ab 1879 wurde neben der Salzgewinnung die Verwendung der Sole auch zu Heil- und Badezwecke eingeführt. Bis heute findet die Sole, deren Salzgehalt zwischen 22 und 25 % liegt, Verwendung im Kurbetrieb und wird aus 222 m Tiefe bis zum Thermalsolbad auf dem Greif gepumpt.

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    ↓ 11 Min. zu Fuß (811 m) til næste station

  9. 9Infostele Meeresboden auf dem Geopfad Salzgitter-Bad

    Zur Unteren Muschelkalkzeit drang das Thatysmeer von Süden in das Germanische Becken ein. Das flache Muschelkalkmee bedeckte weite Teile Mitteleuropas und hatte zweitweise nur durch zwei schmale Merresarme Verbindung mit dem offenen Ozean. Durch diesen eingeschränkten Zufluss von frischem Meerwasser under Süßwasserzufuhr durch das umgebende Festland veränderte sich der Salzgehalt dieses Binnenmeeres und es konnten nur wenige Tier- und Pflanzenarten unter diesen Bedingungen überleben. Die angepassten Arten aber konnten sich mangels Konkurrenz in großer Anzahl entwickeln. Im warmen Flachwasser lagerten sich im inneren Teil des Becken Mergelkalke im Wechsel mit Brachiopoden- und Muschelresten ab, so trennen die Terebratelbänke den Oberen vom Unteren Wellenkalk. Tritt der Muschelkalk ganz dicht an die Erdoberfläche, bilden sich trockene, steinreiche Böden. Durch den zeitweiligen Wassermangel wird die Rotbuche in ihrer Dominanz geschwächt. Neben der Buche wachsen hier auf diesen trockenwarmen Standorten vor allen Dingen Wildobst, Esche, Ahorn und als seltene Charakterart die Elsbeere. Diese Wälder zeichnen sich durch eine reiche Strauch- und Krautschicht aus. Typische Vertreter der Sträucher sind: Seidelbast, Schlehe, rothe Heckenkirsche, Weißdorn und Liguster. In der Krautschicht finden wir Wiesenschlüsselblume, blau-roter Steinsame, sowie verschiedene Orchideenarten. Wälder trockenwarmer Standorte besiedeln innerhalb großer Wälder kleinflächige Sonderstandorte und sind nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz besonders geschützte Waldbiotope.

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Basisdaten: Tourist-Information Salzgitter c/o Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH, Niedersachsen Hub (licens CC BY-SA)