Ortsspaziergang Krankenhagen
Auf diesem Ortsspaziergang lernen Sie einen der größten Ortsteile Rintelns kennen. Unser Routenvorschlag führt Sie durch die hügelliege Landschaft Krankenhagens, beginnend an der Erlöserkirche. Während Ihres Spaziergangs können Sie zudem spannende Geschichten an unseren Audiostationen genießen. Diese befinden sich im gesamten Ortsgebiet der Stadt Rinteln und sind auf der Karte mit den Nummern 1-45 gekennzeichnet.
Stationer (8)
- 1Backhaus Krankenhagen
Das Backhaus vom Hof Ehlebracht, Krankenhagen Nr. 3 bzw. Extertalstraße 23, stammt aus dem Jahr 1839 und wurde 1996/97 durch den Heimatverein Krankenhagen an diese Stelle versetzt. Seither wird hier bei besonderen Anlässen die Tradition des ländlichen Backens gepflegt. Diese können an bestimmten Termin auch besucht und das Brot vor Ort gekauft werden.
↓ 15 Min. zu Fuß (953 m) til næste station
- 2Exterbrücke
Die aus behauenen Obernkirchener Sandsteinen erbaute Brücke über die Exter verbindet seit dem 19. Jahrhundert Krankenhagen mit Friedrichshöhe. In alter Zeit bestand an dieser flachen, breiten Stelle eine Furt. Später kam ein Steg hinzu.
Dort befindet sich der frühere Halbmeierhof Krankenhagen Nr. 6. Dieser ist seit 1717 unter dem Namen Böger in Familienbesitz. Zur Unterscheidung von zwei weiteren Krankenhäger „Bögerhöfen“ erhielt er wegen seiner Lage den Beinamen „am Steg“. Bemerkenswert ist neben dem stattlichen Hauptportal von 1822 der kleine Zwerchgiebel mit Ladeluke. Er wurde 1937 unter Verwendung eines alten Torborgens von 1784 erbaut.
↓ 19 Min. zu Fuß (1,2 km) til næste station
- 3Haus Eulenbrink 1
Das im 18. Jahrhundert errichtete und später erweiterte Gebäude ist eines der schönsten und besterhaltenen Fachwerkhäuser Krankenhagens. Schon im 19. Jahrhundert diente es als Wohn- und Arbeitsstätte eines Schusters. Der letzte Schuhmacher und Gemeinderechner Fritz Grönger lebte hier bis um 1970. Lohnend ist auch der Blick auf die Vorderseite des Hauses, die nördlich über die Nottbergstraße zu erreichen ist.
↓ 20 Min. zu Fuß (1,3 km) til næste station
- 4Ehem. Schmiede Sander
Das Gebäude der heutigen Firma K-Design wurde 1932 als Schmiede errichtet. Der von Fritz Sander gegründete Betrieb übernahm damals eine Vielzahl von Reparatur- und Wartungsarbeiten für die benachbarten Landwirte, darunter auch das Beschlagen der Arbeitspferde. In den 1950er und 60er Jahren wandelte sich die Schmiede zu einer zunehmend technischen Werkstatt, zu der auch ein Landmaschinenhandel gehörte.
↓ 14 Min. zu Fuß (863 m) til næste station
- 5Neuapostolische Kirche
↓ 7 Min. zu Fuß (462 m) til næste station
- 6Kapelle
↓ 8 Min. zu Fuß (495 m) til næste station
- 7Erlöserkirche
Seit dem Mittelalter war Krankenhagen Teil der Pfarre von Exten. Lediglich drei Hofstellen im Süden gehörten zum Kirchspiel Silixen. Mit dem raschen Wachstum Krankenhagens insbesondere durch den Flüchtlingszustrom nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Bedarf eines eigenen Gotteshauses, dessen Bau im April 1959 begonnen und am Vierten Advent 1960 eingeweiht wurde. In bemerkenswerter Stilreinheit ist die Erlöserkirche außen wie innen als Werk des Funktionalismus der späten 1950er Jahre erhalten.
Gestaltet wurde sie von dem Krankenhäger Architekten Heinrich Hiddessen. Das 1,80 m große Kruzifix im Altarraum ist eine Arbeit des Bildhauers Erich Brüggemann aus Winsen/ Luhe und verbindet in seiner Darstellung den leidenden mit dem segnenden, erlösenden Christus. Die hölzernen Skulpturen an der Kanzel zeigen Moses und Johannes den Täufer.
↓ 12 Min. zu Fuß (823 m) til næste station
- 8Naturschutzgebiet „Auf dem Knickbrink“
Das Naturschutzgebiet Knickbrink stellt eine Besonderheit in geologischer, naturkundlicher und archäologischer Hinsicht dar. Das Gebiet am Nordrand des Ortes ist durch den flachgründigenen Boden des eiszeitlichen Kameshügels geprägt. Da die relativ lockeren Ablagerungen das Regenwasser leicht versickern lassen, wird der trockene und nährstoffarme Boden von zahlreichen seltenen Pflanzen- und lnsektenarten besiedelt. Hierin besteht sein besonderer ökologischer Wert. Hier findet sich noch eine Vielzahl seltener schwachwüchsiger Blumen und Kräuter. Überdüngung durch die Landwirtschaft, Luftverschmutzung sowie der Rückgang der Beweidung haben solche Biotope sehr selten werden lassen. Um den Gebietscharakter eines Hudewaldes zu erhalten, wurden in Teilen Gehölze entfernt, eine Umzäunung ermöglicht die Beweidung durch Schafe.
Auf dem Knickbrink befindet sich eines der größten bekannten prähistorischen Gräberfelder in Südniedersachsen. Bereits für die Bronzezeit um 1500 v. Chr. sind hier die ersten Urnenbestattungen nachweisbar. Entdeckt wurde der Friedhof, als die Nationalsozialisten in den 1930er Jahren eine sogenannte Thingstätte anlegten. Bei einer Grabung 1938 wurden 42 Urnen ein Knochenlager entdeckt, 1956-59 erfolgten Nachgrabungen. Das Gräberfeld ist ein wichtiger Hinweis auf die frühe und relativ dichte Besiedlung der unterhalb gelegenen Mittelterrasse der Weser. Ob es in Krankenhagen tatsächlich ein Thing, eine germanische Versammlungs- und Gerichtsstätte, gegeben hat, wie der Straßenname Thingplatzweg vermuten lässt, ist ungewiss. Um einen beeindruckenden Ort, von dem aus die untergehende Sonne zur Sommersonnenwende in der Portasenke zu sehen ist, handelt es sich aber auf jeden Fall.
Die interessantesten urgeschichtlichen Fundstücke aus Krankenhagen befinden sich in der prähistorischen Sammlung des Museums in Rinteln.
Selvguidet vandring — følg stationerne i rækkefølge, hver med link til placeringen på kortet.
Basisdaten: Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland, Niedersachsen Hub (licens CC BY-SA)
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