Silber, Burgen, Sklavenhandel
Im frühen Mittelalter bildete die Ostsee eine interregionale Kommunikationszone mit vielfältigen Auswirkungen auf die an den Meeresufern lebenden Gruppen. Handelskontakte und Elitenaustausch waren wirtschaftlich und politisch bedeutsam, gegenseitige Beeinflussungen und Migrationen führten zu kulturellen Ausgleichsprozessen, immer wieder kam es auch zu militärischen Konfrontationen. Das galt namentlich an den slawisch besiedelten südlichen Küsten, wo die Beziehungen mit dem skandinavischen Norden viele Auswirkungen auf die sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen vom 7.–12. Jh. hatten. Neue Funde u. a. aus der Metalldetektorarchäologie, aber auch präzisere Datierungen auf Basis der Dendrochronologie und bemerkenswerte Ergebnisse der aDNA-Forschung beleuchten diese Verhältnisse mit immer neuen Facetten: die nach damaligem Maßstab globalisierten Handelsverbindungen bis in die islamische Welt, transbaltische Elitenkontakte und -wanderungen, Herrschaftsbildung und Burgenbau, frühurbane Seehandelsplätze, aber auch Schattenseiten wie den Sklavenhandel. Dazu gibt der Vortrag einen Überblick, aus archäologischer Perspektive und mit einem Schwerpunkt auf Mecklenburg und Pommern.
Der Vortrag findet im Rahmen der Wintervortragsreihe des Museums für Archäologie Schloss Gottorf statt, zu dem auch das Wikinger Museum Haithabu gehört, das 2026/2027 zugleich Veranstaltungsort ist. Die Reihe steht in diesem Winter unter dem Motto: „Die Slawen - Nachbarn der Wikinger".
Spezielle Hinweise
WICHTIG: Eine Anmeldung ist aufgrund einer begrenzten Anzahl an Plätzen zwingend erforderlich unter +49 (0) 4621 813 122, [email protected]. Ort für die Vorträge ist in diesem Jahr das Wikinger Museum Haithabu (Kinosaal) und nicht Schloss Gottorf.
- Organisator
- Ostseefjord Schlei GmbH
- Plaats
- Am Haddebyer Noor 5, 24866 Busdorf
- Toegang
- Eintritt frei
- Website
- https://haithabu.de/de/programm?seite=4
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Quelle: Ostseefjord Schlei GmbH, destination.one Open Data (licentie CC BY-SA)
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