Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Auf dem Weg lassen sich Bauwerke und Fundstücke aus verschiedensten Zeiten und Epochen entdecken. Es wird gebeten, die Wege nicht zu verlassen. Ausgeschilderte Sehenswürdigkeiten und Rastplätze auf diesem Geopfad sind: Burg LichtenbergGaußsteinSteinbruch am KruxbergRastplatz AltenhagenBergkamm aus Muschelkalkehemaliger Steinbruch im HöhenzugAussichtspunkt mit SitzgruppeGrillplatz am Burgberg
Stationer (14)
- 1Peak Hotel in Salzgitter-Lichtenberg
Das frisch renovierte Peak – Boutiquehotel und Eventlocation - liegt inmitten von Natur in Lichtenberg. Freuen Sie sich auf Unterkünfte in ruhiger Lage und mit einem schönen Ausblick. Unser anliegendes Restaurant „Burghaus“ und der Biergarten „Peak 10“ freuen sich auf Ihren Besuch. Hier bieten wir Ihnen eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Speisekarte mit regionalen Gerichten sowie saisonalen Spezialitäten.
Gerne richten wir Ihre Feiern für bis zu 200 Personen aus. Dafür bieten wir Ihnen nicht nur unsere Räumlichkeiten im Innen- und Außenbereich sondern auch ein individuelles Catering, Dekoration, Floristik und Ausstattung.
Unser Hotel bietet Ihnen folgende Wohneinheiten: 2 Einzelzimmer, 5 Juniorsuiten, 3 Suiten und 4 Doppelzimmer. Als zusätzliche Angebote sind Wellness-Taschen, Wanderrucksacke für 2, Kinderbetten, Veranstaltungen und Workshops buchbar.
Bitte besuchen Sie die Hotelwebseite (https://peak-hotel.de).
↓ 4 Min. zu Fuß (302 m) till nästa station
- 2Burghaus
Das moderne PEAK (Boutiquehotel und Eventlocation) liegt inmitten von Natur in Lichtenberg, direkt neben der Burgruine. Hier bietet man eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Speisekarte mit regionalen Gerichten sowie saisonalen Spezialitäten.
Gerne richten wir Ihre Feiern für bis zu 200 Personen aus. Dafür bieten wir Ihnen nicht nur unsere Räumlichkeiten im Innen- und Außenbereich sondern auch ein individuelles Catering, Dekoration, Floristik und Ausstattung.
↓ 3 Min. zu Fuß (199 m) till nästa station
- 3Übersichtstafel Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Der Geopfad Salzgitter-Lichtenberg erstreckt sich im Herzen des Braunschweiger Landes. Diese Region ist geprägt von sanften Hügeln und dichten Wäldern, die eine faszinierende Kulisse für Wanderungen bieten.
Der Salzgitter Höhenzug gehört zu einer der schönsten Naturlandschaften Niedersachsens. Hier findet ihr abwechslungsreiche Landschaften mit steilen Hängen, tiefen Tälern und zahlreichen Aussichtspunkten. Die Flora und Fauna sind vielfältig; seltene Pflanzenarten sowie verschiedene Vogel- und Tierarten haben hier ihren Lebensraum gefunden.
Auf dem etwa 8 Kilometer langen Rundweg könnt ihr nicht nur die beeindruckende Natur genießen, sondern euch auch über geologische Besonderheiten informieren. Der Pfad führt vorbei an historischen Stätten wie der Burg Lichtenberg und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Fotografieren oder einfach zur Erholung in unberührter Natur.
Egal ob beim Wandern oder Radfahren – der Geopfad lädt dazu ein, aktiv zu sein und die Schönheit dieser einzigartigen Region hautnah zu erleben.
↓ 3 Min. zu Fuß (186 m) till nästa station
- 4Stempelstelle Burgberg
Station 19
Verortung: Burgruine Lichtenberg
Geodaten: N52° 07.290 E10° 17.299
Vorschlag Wandertour: ausgeschilderte Route 27 rund um den Burgberg am Wanderparkplatz Burgbergstraße
Schwierigkeitsgrad: mittel
Einkehrmöglichkeiten: Restauration im PEAK Hotel mit Biergarten, Foodtruck Burgfräulein auf dem Wanderparkplatz
Sevärdheter: Burgruine Lichtenberg
Tour: Geopfad Salzgitter-Lichtenberg; Fernwanderweg Calenberg-Harz; Route 31 Nordwest
↓ 2 Min. zu Fuß (139 m) till nästa station
- 5Stempelstelle Burgberg
↓ 1 Min. zu Fuß till nästa station
- 6Burgruine Lichtenberg
Auf einer steilen Bergkuppe der Lichtenberge gelegen, diente die Burg dem großen Braunschweiger Welfen-Herzog zur Sicherung seiner Machtbasis gegen die Nachbarn in der Bischofsstadt Hildesheim und dem kaiserlichen Goslar.
Der Förderverein Burg Lichtenberg bietet jeden ersten Sonntag im Monat von April bis Oktober eine öffentliche Führung über das Burggelände an.
Im wieder aufgebauten Bergfried ist eine Dauerausstellung zur Burggeschichte und zu den archäologischen Funden eingerichtet. Die Räumlichkeiten werden zudem als Außenstelle des Standesamts genutzt.
Weitere Informationen finden Sie im niedersächsischen Denkmalatlas: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31191753/2/-/ (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31191753/2/-/)
↓ 1 Min. zu Fuß (100 m) till nästa station
- 7Naturatlas - Burgberg Lichtenberg
Rotbuchen, Hainbuchen, Stieleichen, Bergahorn, Esche
Die Grüne Nieswurz wächst besonders auf dem Kruxberg; Leberblümchen, Fingersegge und Buschwindröschen und Gelbes Windröschen gehören zu den typischen Frühblühern. Direkt auf dem Burgberg fällt das Christophskraut auf. Die Heckenwicke kommt sehr selten an der Südflanke des Burgbergs vor. Der Bärlauch bedeckt große Flächen, insbesondere in den feuchteren Senken, breitet sich aber auch auf trockeneren Flächen immer weiter aus. An den Mauern die Mauerraute.
Auf dem Burgberg wurden bisher 36 Schnecken-Arten nachgewiesen, darunter die stark gefährdete Kleine Fässchenschnecke, die hier am Nordrand ihrer Verbreitung lebt. Von den sechs Schließmundschnecken-Arten lebt die Hälfte regelmäßig an den Mauerresten, die als „Kunstfelsen“ einen geeigneten Lebensraum bieten. Eine Besonderheit, die in der Vergangenheit auf dem Burgberg gebrütet hat, ist der sehr heimliche Wespenbussard.
↓ 2 Min. zu Fuß (153 m) till nästa station
- 8Gaußstein als Teil des Geopfads Salzgitter-Lichtenberg
Carl Friedrich Gauß aus Braunschweig, einer der bedeutendsten Mathematiker und Astronomen des 19. Jahrhunderts, war nicht nur für seine theoretischen Arbeiten bekannt, sondern auch für seine praktischen Anwendungen in der Geodäsie.
Im Jahr 1818 führte Gauß im Auftrag des Königreichs Hannover eine umfassende Vermessung im Gebiet von Salzgitter-Lichtenberg durch. Diese Region war strategisch wichtig für die Landesvermessung und erforderte präzise Messungen zur Erstellung genauer Karten.
Gauß nutzte dabei innovative Techniken wie die triangulierte Vermessungsmethode, bei der Dreiecke gebildet werden, um Entfernungen zu bestimmen. Durch diese Methode konnte er das Gelände effizienter erfassen als mit früheren Verfahren.
Die Ergebnisse dieser Vermessungsarbeiten trugen entscheidend zur kartografischen Erfassung Deutschlands bei und legten den Grundstein für spätere geodätische Projekte. Sie demonstrierten sein außergewöhnliches Talent sowie seinen Einfluss auf die Entwicklung moderner Geometrie und Kartografie.
↓ 12 Min. zu Fuß (828 m) till nästa station
- 9Infostele Steinbruch am Kruxberg auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Dünne Kalkmergel-Zwischenlagen trennen die Trochitenkalkbänke und lassen so eine deutliche Schichtung erkennen. In den Gesteinsbruchstücken am Fuß der Steinbruchwand kann man die namendsgebenden Trochiten deutlich erkennen. Als Trochiten bezeichnet man die zu Stein gewordenen, scheibenförmigen Stielglieder der Crinoiden (Seelilien), einem Meerestier aus der Familie der Stachelhäuter (Echinodermata). Die Art Encrinus liliiformi mit ihrer typischen, gedrungenen robusten Krone war im Muschelkalkmeer am häufigsten vertreten. Nach dem Absterben der Tiere zerfielen Kronen und Stiele relativ rasch in ihre Einzelteile, die dann in die kalkigen Meeresablagerungen eingebettet wurden. Nach und nach zersetzten sich dir organischen Bestandteile und die so entstandenen Hohlräume wurden verfüllt und verfestigt, um nach mehr als 200 Millionen Jahren als versteinerte Zeitzeugen von der Welt zu Beginn des Ermittelalters zu berichten. In der Muschelkalkzeit, vor 210 Millionen Jahren, bedeckte ein relativ flaches, warmes Binnenmeer dieses Gebiet. Kolonien von Seelilien, die am Meeresboden fest verankert waren, besiedelten die küstenfernen Schelfgebiete dieses tropischen Meeres, das zur Zeit des Oberen Muschelkalkes wieder zunehmend mit Wasser aus dem Südmeer, der Thetys, gespeist wurde. So wanderten vermehrt Tiere des offenen Ozeans ein. Neben Placodus und Sinosaurus fanden auch Notho- und Ichthyosaurier, Ammoniten (Kopffüßler), Brachiopoden (Armfüßer), Conodonten (Schädellose), Muscheln und Crinoiden (Seelilien) ideale Lebensbedingungen vor.
↓ 12 Min. zu Fuß (717 m) till nästa station
- 10Infostele Flora und Fauna auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Neben einer riesigen Zahl von Erdkröten, zahlreichen Grasfröschen, Kamm-, Teich- und Bergmolchen sind mit etwas Glück gelegentlich sogar Feuersalamander zu beobachten. Obwohl diese Arten alle eine wichtige Rolle im Naturhaushalt bzw. in der Nahrungskette spielen, führen sie doch die meiste Zeit des Jahres ein eher verborgenes, nächtliches Dasein. Als wechselwarme Tiere, die ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen, verbringen sie die Wintermonate in einem einigermaßen sicheren und frostfreien Schlupfwinkel, wie z.B. einer Bodenhöhle oder einer Gesteinsspalte, in einer Art Starrezustand. Erst zur Laichzeit im Frühjahr tachen sie dann oft zu Hunderten wieder auf dem Weg von ihrem Winterquartier im Wald zu ihren angestammten Laichgewässern auf. Wenn sie dabei eine vielbefahrene Straße überqueren müssen, kann diese Wanderung für viele der kleinen "Straßenkreuzer" zur lebensgefährlichen Etappe werden. Wer Regen nicht scheut und sich im März oder April bei abendlichen Temperaturen von mindestens 10 Grad nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal auf den Weg nach Altenhagen macht, kann dieses Phänomen der Krötenwanderung hautnah erleben und ggf. einen rettenden "Krötentransfer" zur anderen Straßenseite übernehmen.
↓ 4 Min. zu Fuß (256 m) till nästa station
- 11BUND- Waldhaus Altenhagen
Seit 2010 ist der BUND Salzgitter Besitzer eines zirka siebentausend Quadratmeter großen Grundstücks in Lichtenberg-Altenhagen. Das Vorwerk Altenhagen gehört zum Stadtteil Salzgitter-Lichtenberg und liegt am Südhang der Lichtenberge.
Erworben wurde das Gelände von der BUND Stiftung Naturlandschaft mit Unterstützung der Deutschen Umwelthilfe, dem BUND-Landesverband Niedersachsen und privaten Spendern.
Um dieses Ziel umzusetzen, sind sind viele Aktivitäten erforderlich gewesen und werden es auch künftig sein. Denn der Umbau eines alten Gebäudes und die Umstrukturierung eines vorhandenen Geländes sind aufwendig und nicht von heute auf morgen umzusetzen.
Daher freuen wir uns über das rege Interesse an dem Projekt und dem BUND Salzgitter und würden es sehr begrüßen, wenn neue Aktive zu uns kommen. Denn alles, was aufgebaut und errichtet wird, geschieht ehrenamtlich, in der Freizeit der BUND-Aktiven.
↓ 14 Min. zu Fuß (1 km) till nästa station
- 12Infostele Eiszeit auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Viele Dinge, die den Reichtum unserer Landschaft darstellen, sind ein Erbe dieser jüngsten erdgeschichtlichen Vergangenheit - nicht nur der für die Fruchtbarkeit der Böden verantwortliche Löss, sondern auch die reichen Kies- und Sandvorkommen in der Gegend. Die Kiese wurden in den Jahren von 1960 - 1972 ausgebeutet und ließen so den heutigen 75 ha großen Salzgittersee entstehen. Beim Ausbaggern wurden mehr als 1.300 Knochen und Zahnfunde von Mammut, Wollnashorn, Rentier und Riesenhirsch zu Tage gefördert. Eine Auswahl dieses Frauenkomplexes ist im Städtischen Museum Schloss Salder ebenso zu besichtigen wie die Knochenfunde und Artefakte der Neandertaler.
↓ 12 Min. zu Fuß (863 m) till nästa station
- 13Infostele Fossilien auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Die Gestene des Oberen Muschelkalkes bilden hier einen Härtlingsrücken, der aus seiner Umgebung deutlich herausragt. Im Norden schließen sich die etwas "weicheren" Ceratitenschichten des Oberen Muschelkalkes und im Süden die mergligen Schichten des Mittleren Muschelkalkes an, die im Laufe der Jahrmillionen wesentlich stärker erodiert worden sind und hier eine Mulde bilden. Namensgebendes Fossil in den Ceratitenschichten ist der Ammonit Ceratites, ein Tintenfischähnlicher Kopffüßler, der in großer Zahl das warme Muschelkalkmeer bevölkerte. Der Höhenweg führt auf dem aus Trochitenkalk gebildeten Sattel entlang. Besonders nach einem frostreichen Winter sind hier die herausgewitterten Trochiten (vom griechischen "trochos" = Rad), die scheibenförmigen, fossilen Stielglieder der Seelilie Encrinus liliiformis zu finden. Diese Trochiten wurden in vorchristlicher Zeit zu Halsketten verarbeitet und galten bei den Germanen als Talisman für Tapferkeit. Mit der Christianisierung mussten die Sachsen ihre Sonnenradsteine, auch Bonifatiuspfennige oder Hexengeld genannt, wie alles Heidnische abgeben. Aber noch im 18. Jahrhundert wurden Trochiten als Heilmittel gegen Epilepsie, giftige Tiere, Schwindel und Nierenleiden in den Apotheken verkauft.
↓ 24 Min. zu Fuß (1,8 km) till nästa station
- 14Infostele Trochitenkalkbruch auf dem Geopfad Salzgitter-Lichtenberg
Dieser Steinbruch gehörte, wie die Steinbrüche vom Kalkrösenberg bis nach Gebhardshagen, zu den herzoglichen Werksteinbrüchen, aus denen schon im Mittelalter die "harten Kalksteine" als Baumaterial für Kirchen und Burgen, so auch für die Burg Lichtenberg gebrochen wurden. Die Steinbrüche sind überwiegend in den bis zu 10 m mächtigen Schichten des Oberen Muschelkalkes angelegt worden, wobei insbesondere die beiden Trochitenkalkbänke als Bausteine abgebaut wurden. In diesem Steinbruch, der zeitweilig eine Ausdehnung von bis zu 900 m Länge und stellenweise bis 70 m Breite hatte, wurde für die Werksteingewinnung die untere, 2,50 m mächtige Bank abgebaut. Die weicheren Zwischenlagen dienten als Düngekalk und später auch als Zuschlagstoff für die Zementherstellung.
Självguidad promenad — följ stationerna i ordning, var och en med länk till läget på kartan.
Basisdaten: Tourist-Information Salzgitter, Niedersachsen Hub (licens CC BY-SA)
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