Stadtrundgang Hessisch Oldendorf
Dieser Rundgang startet und endet auf dem Marktplatz in Hessisch Oldendorf und führt einmal durch die Innenstadt. Unterwegs werden Ihnen 23 Tafeln begegnen, die Ihnen Bemerkenswertes aus dem Leben und der Geschichte Hessisch Oldendorfs näher bringen. (Ein Flyer mit den genauen Standorten der Tafeln sowie näheren Informationen können Sie im Rathaus in Hessisch Oldendorf oder in der Tourist Information in Rinteln erhalten.)
Stationer (8)
- 1Naturpark Weserbergland
Wir laden Sie herzlich ein, die einzigartige Natur des Naturparks Weserbergland zu erleben. Bewundern Sie die Flugkünste der Flussseeschwalben in der Auenlandschaft Hohenrode, klopfen Sie Steine im Steinbruch oder entspannen Sie bei einer Meditation in der Schillat-Höhle. Wer wissen möchte, wie der Honig ins Glas kommt, ist bei der Schaumburger Waldimkerei herzlich willkommen.
Die besten Blicke über den Naturpark - auf Ith, Süntel, Bückeberg und Weserbergland - erschließen sich von den vielfältigen Wanderwegen und Aussichtstürmen, zum Beispiel von dem neuen Naturerlebnisweg Hohenstein. Erlebnispfade gibt es übrigens auch an anderen spannenden Orten, wie im Alten Steinbruch Liekwegen, bei den Dinosaurierfährten in den Obernkirchener Sandsteinbrüchen oder beim Naturfreundehaus in Lauenstein.
Märzenbecherblüte im Frühling, Flussbaden in der Weser im Sommer, Pilzsuche im Herbst und Winterspaziergänge... Der Naturpark Weserbergland bietet zu jeder Jahreszeit ganz besondere „magische Momente“!
Wir freuen uns auf Sie!
↓ 3 Min. zu Fuß (243 m) till nästa station
- 2Naturpark Weserbergland
Naturpark Weserbergland
Was hat der Naturpark Weserbergland mit dem Weserbergland-Weg zu tun? Wir kümmern uns darum, dass er in unserem Gebiet in gutem Zustand ist. Zwischen dem Hagenberg bei Lüntorf (8. Etappe) und dem Papenbrink bei Todenmann (13. Etappe) prüfen und erneuern unsere ehrenamtlichen Wegepaten die Markierungszeichen und melden Schäden an Wegweisern oder Bänken. Was wir sonst noch bieten? Zum Beispiel Ausflugtipps, Infos und GPX-Dateien zu unseren „Naturpark-Wanderwegen“, einen stets aktuellen Veranstaltungskalender für Naturerlebnisse und vieles mehr. Wo? Unter www.naturpark-weserbergland.de
↓ 1 Min. zu Fuß till nästa station
- 3Naturpark Weserbergland
Blühende Märzenbecher im Frühling, Paddeln auf Weser und Emmer im Sommer, Pilze suchen im Herbst und lange Winterspaziergänge: Der Naturpark Weserbergland bietet Ihnen zu jeder Jahreszeit magische Momente. Rund ein Drittel des Naturparks ist bewaldet. Dabei überwiegen naturnahe Laubwälder, von denen ein bemerkenswert großer Teil sogar als Naturwald geschützt und langfristig zum Urwald entwickelt wird. Kein Wunder, dass das Weserbergland ein extrem beliebtes Wanderrevier ist. Unterwegs genießen Sie immer wieder beeindruckende Ausblicke von den vielen Felsen und Aussichtstürmen. Zwischen den Höhenzügen liegt eine Kulturlandschaft, die an vielen Stellen noch bäuerlich geprägt und abwechslungsreich ist. Hier schlängeln sich kleine Flüsschen wie Emmer, Hamel und Saale dahin, die alle in die Weser münden. Wer sie begleiten will, radelt auf dem Weserradweg, einem der beliebtesten Radfernwege Deutschlands. Oder setzt sich ins Kanu und lässt sich bequem von der Strömung treiben.
Der Naturpark ist Teil der Nationalen Naturlandschaften (NNL). In diesem Bündnis bewahren die deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete gemeinsam mit den Menschen auf rund einem Drittel der Fläche Deutschlands faszinierende Natur, vermitteln Freude beim Erleben der Natur und gestalten die Zukunft mit Zuversicht nachhaltig. Es steht für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.
↓ 4 Min. zu Fuß (256 m) till nästa station
- 4Stadtwall Hessisch Oldendorf
Dieser ist auch heute noch fast vollständig erhalten. Die alten Grenzen der Stadt können Besucher so noch heute gut erahnen und Sie erhalten so eine guten Eindruck von der ursprüngliche Größe der Stadt auch wenn die weiteren Bestandteile der Stadtbefestigung wie die Rund- und Stadttürme nicht mehr vorhanden sind.
Wichtig beim Bau des Stadtwalls war die Nutzung natürlicher Gegebenheiten wie der Weser im Süden, verschiedenen Bächen im Osten und Westen sowie des Sumpfgebietes im Norden.
↓ 4 Min. zu Fuß (291 m) till nästa station
- 5St. Marienkirche Hessisch Oldendorf
Somit ist sie das älteste Gebäude der Stadt (Fertigstellung 1377). Der wuchtige Wehr- und Wachturm ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt.
Die stützenden Gewölbepfeiler neigten sich auf dem weichen Untergrund, so dass die Kirche schon im Jahre 1340 umgebaut werden musste. Seit der Fertigstellung 1377 besteht St. Marien in ihrer heutigen Form als dreischiffige Hallenkirche. Das prachtvolle Taufbecken des Mante Pelkinck aus Hildesheim, datiert 1590, knüpft an Vorbilder der italienischen Frührenaissance an. Es zeigt verschiedene biblische Szenen im reichen Figurenschmuck. An der Ostwand der Kirche befinden sich die Begräbnisstätten der Familien Cordemann und von Mengersen aus dem 18. Jh.
Der Innenraum beherbergte bis 1805, als er wegen des Weserhochwassers auf Straßenniveau gebracht wurde, zwei Brunnen und war so groß, dass ursprünglich alle Bewohner der Stadt hier Platz fanden. Die St. Marienkirche war nicht nur Versammlungsstätte der Gemeinde, sondern auch Zufluchtsstätte zu kriegerischen Zeiten. Im Dachstuhl bewohnte der Tornemann (Feuerwächter) zwei kleine Kammern, auch der legendäre Baxmann verrichtete dort seinen Dienst. Durch den ersten lutherischen Prediger Eberhard Poppelbaum wurde die Gemeinde 1552 evangelisch.↓ 2 Min. zu Fuß (126 m) till nästa station
- 6Lange Straße in Hessisch Oldendorf
Im Mittelalter siedelten reiche Kaufleute an dieser regional wichtigen Handelsstraße. Heute ist die Haupteinkaufsstraße ein beliebter Treffpunkt. Die modernen Skulpturen an den Wallzugängen und an den Brunnen sowie entlang des Weser-Radweges bilden den Brückenschlag von der kulturellen Blüte der Renaissance zur Gegenwart. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet auch der Werkhaus e. V. (Nr. 90). Das giebelständige, mit einem Standerker, Schiffskehlen, Flechtbändern und Rosetten verzierte Gebäude wurde 1563 in einer Zeit der wirtschaftlichen Blüte (= Weserrenaissance) erbaut und war Vorbild für später errichtete Häuser. Bemerkenswert ist auch das Baxmannhaus (Nr. 85). 1627 übernahm Cord Baxmann das Amt des Tornemanns und Stadtmusicus. Er pachtete den Stadtkrug und später den Ratskeller. Noch mit 91 Jahren war er im Amt. Sein Sohn erwarb das Haus Nr. 85, in dem die Familie Baxmann über mehrere Generationen wohnte.
1563 wurde das Blumenthalhaus (Nr. 63) erbaut. Rosetten, Schiffskehlungen und Flechtbandmuster tauchen hier sehr früh auf und waren so Vorbild für andere Häuser. Die linke Utlucht ist im Balkengefüge integriert, die rechte später angebaut. Das Haus war lange in Besitz von Schlachterfamilien. Bis zur NS-Zeit wohnte hier die Metzgerfamilie Blumenthal, die wie alle Oldendorfer Juden – sowohl die in der Stadt verbliebenen, als auch die innerhalb Deutschlands verzogenen – zwischen Oktober 1941 und Juli 1942 den Deportationen zum Opfer fielen. Ihre Spuren verlieren sich in Theresienstadt, Riga, Minsk und Lodz.↓ 2 Min. zu Fuß (175 m) till nästa station
- 7Baxmannbrunnen
Baxmann war ein Wirt und Kaufmann, aber sein Vermögen soll er auf niederträchtige Weise erworben haben. Habgier verleitete ihn zu Betrug und Mord. Bei seinem Tod gab es ein großes Trauergefolge. Aber als die Trauergäste nach Hause gingen, da stand der Baxmann wieder an seinem Fenster. Er wurde ein zweites Mal beerdigt, aber nun ging er mit den Trauernden wieder zurück in die Stadt.
Man holte schließlich Mönche aus Paderborn, die ihn in die Wälder des Süntel bannen sollten. Aber ihnen unterlief ein Fehler und so kehrte er abermals zurück. Die Mönche wiederholten ihren Bannspruch, der den Baxmann an die Blutbachquelle bannte, die er mit einem Sieb ausschöpfen sollte. Eines Tages war es so bitterkalt, dass die Quelle zufror. Nun konnte er das Eis aus der Quelle schöpfen und der Baxmann kehrte abermals zurück. Aber die Mönche bannten ihn wieder an die Quelle, nun muss er sie mit einem Fingerhut ausschöpfen. Bisher wurde er nicht wieder in der Stadt gesehen
2003 kehrte Baxmann als vom heimischen Bildhauer Matthias Pahnke geschaffene Brunnenfigur nach Hessisch Oldendorf zurück.↓ 5 Min. zu Fuß (341 m) till nästa station
- 8Münchhausenhof
Der Ritterhof ist jedoch nur von außen zu besichtigen.
Der Münchhausenhof gehörte zu den bedeutendsten Ritterhöfen der alten Grafschaft. Seit dem 14. Jahrhundert war er im Besitz der Familie von Büschen, 1583 begann Börries von Münchhausen mit dem Bau im Stil der Weserrenaissance. Typisch für diese Zeit: Treppenturm mit schräg eingesetzten Fenstern, reich verzierte Giebel mit Kugeln, Voluten und Zwerchhäusern (Dacherker).Hier fand die größte im Weserland jemals gefeierte Hochzeit statt. Ludolf von Münchhausen (1579-1640) richtete eine einzigartige, wissenschaftliche Bibliothek mit über 13.000 Bänden ein. Sie ging leider nach seinem Tode verloren. Seit 1947 ist der Gutshof nicht mehr im Besitz der Familie von Münchhausen.
Självguidad promenad — följ stationerna i ordning, var och en med länk till läget på kartan.
Basisdaten: Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland, Niedersachsen Hub (licens CC BY-SA)
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