Grafschafter Spurensuche- Auf den Spuren eines Riesen
Schüttorf besitzt den höchsten Kirchturm der Grafschaft Bentheim - den Schüttorfer Riesen. Der 81 m hohe Turm wurde 1535 vollendet. Der evangelische Turm bildet, zusammen mit dem Turm der katholischen Marienkirche und den aufragenden Schloten der Textilfabriken, die sichtbare Silhouette der einstigen Vechtesiedlung Schuttorpe. Früher befand sich an der Stelle des heutigen Schüttorfs ein wichtiger Knotenpunkt zweier Handelsrouten. So erlebte die Stadt ihren Aufschwung: Während des Mittelalters durch Handel und später durch die Textilindustrie. Noch heute erzählen zahlreiche prächtige Fabrikantenvillen von der damaligen Zeit. Und wussten Sie, dass Schüttorf bis in die 1970er Jahre über eine eigene Burg verfügte? Die Burg Altena geriet über die Jahrhunderte langsam in Vergessenheit und verfiel nach dem Dreißigjährigen Krieg. Schließlich wurde sie abgerissen. Ein Erklärungsversuch über die Herkunft des Stadtnamens ist so alt, wie die Schüttorf selbst. Laut einer Sage soll die Vechte 1295 durch den Bau eines Dammes um die Stadt geleitet worden sein, bei dem die Bürger ihre Handkarren auf das Kommando „Schütt’t d’r up“ entleert haben sollen. Hinweis: Folgen Sie der Beschilderung in orange!
Duraklar (9)
- 1Alte Mühle
Fachwerk ist in Schüttorf heute eher Ausnahme als Regel.
Der älteste Teil dieses Gebäudes ist ein in das 15. Jahrhundert zu datierender Keller mit darüber liegender Saalkammer. Seinen Namen „Alte Mühle“ bekam das Haus während einer nur kurzen Nutzung als Rossmühle. Innerhalb des Hauses befand sich eine von Pferden angetriebene Graupenmühle. Graupen bildeten damals das fast tägliche Grundnahrungsmittel in Suppen und Eintöpfen. Als Kolonialwarenladen und früher wie heute als Gaststätte wurde es ebenfalls genutzt.↓ 3 Min. zu Fuß (100 m) bir sonraki durağa kadar
- 2Ackerbürgerhäuser Singel 5 & 7
2016 sind die Eigentümer der Häuser Singel 5a+b mit dem Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für den Erhalt geehrt worden.
Die beiden Gebäude sind 1540 und 1541 erbaut worden. Damit gelten sie als die ältesten Gebäude in Schüttorf. Die Ackerbürgerhäuser erhielten die Namen „Zum Pfeifendrechsler“ (Singel 5a+b) sowie „Bei Tini“ (Singel 7) - ein 1692 erbautes Haus. Die Frontseiten der Fachwerkhäuser wurden im 19. Jh. durch Ziegelmauerwerk ersetzt.
Heute werden die Häuser als ein kleines Museum und als Ferienwohnungen genutzt.↓ 36 Min. zu Fuß (2,6 km) bir sonraki durağa kadar
- 3Café beim Waldbauern
Das Café - Restaurant liegt in prächtiger Umgebung des Bentheimer Waldes zwischen den Städten Schüttorf und Bad Bentheim. Ausgedehnte Wander- und Entspannungsmöglichkeiten garantieren in reizvoller Lage einen angenehmen Aufenthalt. Der Hof kann auf jahrhundertealte bäuerliche Tradition zurückblicken. Heute bietet der ehemalig Bauernhof, neu gestaltet und ausgebaut, allen Gästen als gemütliches Café - Restaurant eine angenehme Atmosphäre in historischen Räumen.
Auf diese Tradition wird zurückgegriffen, die Gäste werden treu nach dem Motto ,,zünftig, deftig und gut'' bewirtet.↓ 42 Min. zu Fuß (2,7 km) bir sonraki durağa kadar
- 4Bentheimer Berge
Wanderparkplatz:
Parkplatz an der Freilichtbühne↓ 51 Min. zu Fuß (3,5 km) bir sonraki durağa kadar
- 5Wachturm Mannsbrügge
Zur Landwehr des Bentheimer Grafen Simon gehörte zu Beginn des 14. Jahrhunderts der Wachturm Mannsbrügge an der Überquerung eines kleinen Wasserlaufes, der heutigen Eileringsbecke. Der Bau des im Volksmund „Piggetörnken“ genannten Turms ähnelt dem der Schüttorfer Stadtmauer. Die strategisch günstige Lage ermöglichte einen weiten Blick ins Umland und die Kontrolle der Fuhren über die Brücke. Zu den Stadtprivilegien, die der Bentheimer Graf Berend und sein Sohn Everwyn 1465 der Stadt Schüttorf gewährten, gehörte auch das Recht, an den Toren der Stadt und an der Mannsbrügge von jedem, der in das Kirchspiel Schüttorf einfuhr, Wegegeld zu erheben.
↓ 42 Min. zu Fuß (2,8 km) bir sonraki durağa kadar
- 6Schulze Holmer
Alten Überlieferungen zur Folge soll die Hofstelle Schulze Holmer bereits um das Jahr 1100 entstanden sein, erstmals urkundlich erwähnt wurde sie jedoch erst 1213.
In den Jahrhunderten danach wurde der Hof vielfach umgebaut, so gehörten zum eigentlichen Hauptgebäude zwei alte Speicher, eine Remise mit Webkammer, ein Backofen und zwei Scheunen – eine davon quer zum Hauptgebäude stehend.
Bekannt wurde Schulze Holmer durch die Geschichte um Anna Holmer, einer Tochter des Hofes im 15. Jahrhundert, die einem geflohenen Mitglied der Wiedertäufer aus Münster das Leben gerettet haben soll.
Auf dem denkmalgeschützten Hof wurden im Jahre 2011 sechs Gebäude aufwändig saniert und einer neuen Nutzung zugeführt, zwei von ihnen stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Der große Speicher und die Scheune sind als Teile des ,,Kunstwegen‘‘-Projektes integriert und gestaltet. Im Speicher ist ein Bilderkreis zu sehen, während in der Scheune ein Videofilm gezeigt wird. Sie bieten einen Überblick über das Samerott, zeigen das Wiedertäufertum in Münster und erzählen die Familiengeschichte des Hofes Schulze Holmer.↓ 15 Min. zu Fuß (997 m) bir sonraki durağa kadar
- 7Skulptur ,,Schicksal''
Die 1930 in Spanien geborene Bildhauerin Nin erschaffte 2004 die Skulptur „Schicksal“, die in der Vechteniederung gegenüber des Kuhmplatzes installiert und der Stadt Schüttorf zur Verfügung gestellt wurde.
Die mächtigen 6,50 Meter hohen Stahlpyramiden in Dreiecksform, die mit ihren schroffen Kanten eine schluchtartige Trennung aufweisen, stehen für das körperliche Gebundensein an die Erde und dem gleichzeitigen Streben nach Höherem in der Suche nach Vollendung.
Je nach Blickwinkel kann sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche zwischen den Stahldreiecken betrachtet werden.↓ 12 Min. zu Fuß (843 m) bir sonraki durağa kadar
- 8raumsichten-Objekt "Lichtung"
Zu Beginn der Achtzigerjahre, wurden in der Innenstadt von Schüttorf 130 Kugelleuchten der Firma Rademacher in zeittypischem Design aufgestellt. Die runden Globen sind mit einer dunkelbraunen "Äquatorial"-Einfassung in Gruppen zu dritt oder zu fünft am gleichfarbigen Laternenpfahl befestigt. Im Zuge der Umgestaltung des Stadtzentrums sollen die Straßenlaternen bis zum Jahr 2015 abgebaut und durch energiesparende Modelle ersetzt werden. Diese Gelegenheit ergriff Marko Lulic (* 1972, Wien) um, anstatt alle Leuchten verschrotten zu lassen, 34 dieser Laternen für eine Lichtinstallation wiederzuverwenden. Mit seiner begehbaren "Lichtung" auf dem Mevlana-Platz ruft er das Stadtmobiliar als Teil der neueren Geschichte Schüttorfs in Erinnerung. Die großflächige Lichtskulptur hat eine Grundfläche von ungefähr 50 qm und besteht aus einem gepflasterten Sockel, auf dem die "Rademacher-Kugelleuchten" errichtet worden sind. Die Sockelebene ist auch als Sitzfläche nutzbar. Zum Anziehungspunkt wird die "Lichtung", wenn sie an ausgewählten Tagen für einige Stunden zum Leuchten gebracht wird. Diese Zeiten werden von den Einwohnern Schüttorfs mitbestimmt, die damit besonderen Anlässen in ihrer Stadt einen festlichen Rahmen geben.
↓ 4 Min. zu Fuß (282 m) bir sonraki durağa kadar
- 9Stadtgefängnis Schüttorf
Im späten Mittelalter war es eher unüblich, Übeltäter zu längeren Haftstrafen zu verurteilen. Ihnen wurde meist ein schneller Prozess gemacht. Bis zur Gerichtsverhandlung saßen sie für kurze Zeit in Arrestzellen ein, bis die Urteile wie Schandpfahl, Geldbuße oder die Todesstrafe gefällt wurden. Zu vermuten ist, dass auch im alten Schüttorfer Rathaus eine Arrestzelle vorhanden war. Fest steht, dass in den 1930er Jahren in einem heute nicht mehr vorhandenem Anbau eine solche Zelle eingebaut war. 2005 wurde ein Kellerraum zum „Gefängnis“ umgebaut, in das unsere Gästeführer touristische „Gefangene“ bei Wasser und Brot bis zur Entlassung gerne einsperren.
Kendi kendine yürüyüş — durakları sırayla izle, her birinde haritadaki konuma bağlantı var.
Basisdaten: Grafschaft Bentheim Tourismus, Niedersachsen Hub (Lisans CC BY-SA)
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