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Ortsspaziergang Engern

5,8 km · ca. 85 Min.

Rinteln, Stadt

Auf diesem Ortsspaziergang erleben Sie abwechslungsreiche historische Bauten sowie eindrucksvolle Landschaften nahe der Weser in Engern. Unser Routenvorschlag führt Sie vom Startpunkt an der Berliner Straße über das Wasserwerk bis hin zur Weser. Während Ihres Spaziergangs können Sie zudem spannende Geschichten an unseren Audiostationen genießen. Diese befinden sich im gesamten Ortsgebiet der Stadt Rinteln und sind auf der Karte mit den Nummern 1-45 gekennzeichnet.

Stops (8)

  1. 1„Kleine Schweiz"

    **„Kleine Schweiz“
    **Bergige und landschaftlich reizvolle Gebiete wurden im 19. Jahrhundert gern fremdenverkehrswirksam mit dem Zusatz „Schweiz“ geadelt. So erhielten auch die romantisch am Hang der eiszeitlichen Mittelterrasse unterhalb Steinbergens gelegenen Häuser diesen nicht ganz ernst gemeinten Namen.

    Tunnel unter der Bahn
    Unmittelbar hinter den Häusern der „Kleinen Schweiz“ verläuft der 1900 angelegte Damm der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn. Durch ihn führt ein Tunnel, der besonders in den letzten Kriegstagen 1945 durch die Engersche Bevölkerung als Luftschutzraum genutzt wurde. Zu diesem Zweck wurde der Eingang nach Süden durch starke Baumstämme verbarrikadiert. Nur kleiner Zugang blieb offen.

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    ↓ 27 Min. zu Fuß (1,8 km) tot het volgende station

  2. 2Schwarzer Weg, Seehof, Neelhöfe

    Den „Schwarzen Weg“ zum Großen und Kleinen Neelhof säumt eine seltene Allee aus Lärchen. Seinen Namen hat der „Schwarze Weg“ von einer früheren Befestigung mit Schlacke. Westlich vom Ende der Allee, auf einem dreieckigen Flurstück, befand vom 17. bis zum späten 19. Jahrhundert der „Seehof“, ein mit einer Graft umgebener Freihof.
    Zum Seehof gehörte eine Bockwindmühle, die unmittelbar an der Einmündung des „Schwarzen Wegs“ auf die Landstraße stand. Hof und Mühle wurden um 1870 abgerissen.
    Im Verlauf des Schwarzen Weges nach Süden befinden sich zwei alte Großbauernhöfe.
    Der Große und der Kleine Neelhof waren mit breiten Wassergräben umgeben und bildeten jahrhundertlang eine Einheit. 1922 kam der eigenständige Gutsbezirk Neelhof an die Gemeinde Ahe. Die Zufahrt zu den Neelhöfen, von denen der Große ein stattliches Herrenhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert besitzt, ist nur mit Erlaubnis gestattet.

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    ↓ 10 Min. zu Fuß (667 m) tot het volgende station

  3. 3Neelhofsiedlung

    Die zu Ahe gehörige Neelhofsiedlung entstand aus der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg auf einer 23 Morgen großen, vom Neelhof abgetretenen Fläche. Der Bau begann mit der Grundsteinlegung des ersten Hauses am 27. Juli 1950, am schon 17. September folgte das gemeinsame Richtfest der ersten neun Häuser mit 18 Wohnungen. Viele der ersten Siedler in der Neelhofsiedlung stammten aus Ahe.

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    ↓ 23 Min. zu Fuß (1,5 km) tot het volgende station

  4. 4Rundwalm-Haus Berliner Straße 35

    Bemerkenswert ist das einzige Rundwalmhaus in Engern, der frühere Hof Nr. 4.
    Neuere Untersuchungen belegen eine weitreichende räumliche Übereinstimmung der Verbreitungsgebiete der Rundwalmhäuser und der Bückeburger Tracht. Auch in dieser Bauweise äußerten sich offenbar besonderer Stolz und regionale Eigenheit.
    Das Rundwalmhaus bietet zusätzlichen Raum auf dem Dachboden und schützt die Einfahrt vor Regen und Nässe.

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    ↓ 25 Min. zu Fuß (1,7 km) tot het volgende station

  5. 5St. Agnes Kirche Steinbergen

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    ↓ 26 Min. zu Fuß (1,7 km) tot het volgende station

  6. 6Engersche Gänse

    Die in weitem Umkreis noch häufig zu hörende Rede vom Gänsedorf Engern und seinem langhälsigen Federvieh stammt wohl noch aus der Zeit als auf dem Anger im Dorf das Geflügel auf Nahrungssuche war. Hierfür steht die Skulptur "Engersche Gänse".

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    ↓ 11 Min. zu Fuß (671 m) tot het volgende station

  7. 7Kieswerk Engern

    Unübersehbar am Weserufer befindet sich die Verladestelle und Sortieranlage der AHE Schaumburger Weserkies GmbH. Seit 1950 erschließt die Firma Eggersmann östlich von Rinteln die 4 – 8 Meter tiefen Kiesschichten des eiszeitlichen Flussbetts. Der Abbau hinterlässt eine für Mensch und Tier vielseitig nutzbare Seenplatte, verändert allerdings nach und nach auch das alte Landschaftsbild der Weseraue.

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    ↓ 27 Min. zu Fuß (1,8 km) tot het volgende station

  8. 8St. Agnes Kirche Steinbergen

    Der bemerkenswert prächtige, neugotische Bau der Steinberger Kirche erhielt seine Weihe 1889. Er ersetzte einen massigen romanischen Vorgänger aus dem 12. Jahrhundert, der neben dem heutigen Kirchenbau stand und nach dessen Fertigstellung abgebrochen wurde. Von ihm ist nur mehr der kleine Mauerrest erhalten, an dessen Seite sich noch das im 17. Jahrhundert errichtete Mausoleum der Familie Reimerdes vom Großen Neelhof befindet.

    Das große Bauwerk der heutigen Steinberger Kirche diente seinerzeit nicht allein den Zwecken eines Gotteshauses. Es war auch eine unmissverständliche Demonstration des schaumburg-lippischen Selbstbewusstseins. Mit ihm konnte das Bückeburger Fürstentum – gut sichtbar von der durch Engern verlaufenden D-Zug-Strecke Berlin-Köln - den höchsten Kirchturm im Wesertal zwischen Hameln und Minden sein eigen nennen. Er misst bis zum Metallknauf an seiner Spitze 55,10 Meter und ist damit auch noch einen Meter höher, als der von St. Nikolai in Rinteln. Kein Wunder, dass die „schaumburg-lippische Renommier-Kirche“ wie sie damals genannt wurde, bei den Nachbarn nicht nur Begeisterung hervorrief. Ähnliche Kirchen entstanden in Schaumburg-Lippe damals auch in Hagenburg und Meinsen. Fürst Adolf Georg persönlich übernahm mit 6000 Goldmark immerhin rund 8% der Baukosten.

    Ungeachtet dessen ist der Prachtbau im Stil der hannoverschen Architekturschule Conrad Wilhelm Hases von kulturhistorischer Bedeutung. In seinem Innern erschließt sich dem Besucher mit dem aufwändigen Kreuzrippengewölbe, dem reichverzierten Altar, der Kanzel und dem Orgelprospekt ein Eindruck von der handwerklichen und ästhetischen Qualität des späten Historismus. Einige wenige Relikte zeugen noch vom Vorgängerbau. Zu ihnen gehören der Taufstein aus dem 17. Jahrhundert und der an der Südseite des Chores eingebaute Grabstein des aus Brabrant stammenden Nicolaus Claissen (gestorben 1599).

    Am bedeutsamsten ist der auf der nördlichen Außenseite des Gebäudes eingelassene Grabstein, der das Kreuz Christi  auf dem Hügel Golgatha über einem Wappen zeigt. Er geht vermutlich auf das Edelherrengeschlecht derer von Vlotho zurück, die bis um 1200 in Engern begütert waren.

    In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges in Schaumburg, im April 1945, starb oben im Turm ein junger Leutnant, der dort einen Beobachtungsposten bezogen hatte, durch einen Artillerietreffer.

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Zelfgeleide wandeling — volg de stops in volgorde, telkens met een link naar de locatie op de kaart.

Basisdaten: Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland, Niedersachsen Hub (licentie CC BY-SA)

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