Otter-Pfad Hankensbüttel
Der Otter-Pfad Hankensbüttel ist etwa ist drei Kilometer lang und beginnt am Otter-Zentrum. Er verbindet das Naturerlebniszentrum mit dem Ort Hankensbüttel und schließt eine Wanderung durch das Waldstück „Hagen“ sowie die Naturerlebnisbrücke ein. Insgesamt zehn Naturerlebnisstationen laden zum Erkunden des Lebensraums See ein. Beispielsweise kann man in einem überdimensionalen Röhricht nachvollziehen, wie sich ein Fischotter in seinem Versteck fühlt. Oder die Brückengäste begeben sich in das "Storchennest", drei Meter über der Wasseroberfläche und beobachten mit einem Fernrohr das Verhalten der in Sichtweite brütenden Weißstörche. Auf einem Beobachtungssteg kann nach Kleintieren gekeschert werden. Zwei sich drehende Scheiben mit kleinen Zeichnungen der Tiere verraten, um welchen Organismus es sich handelt. Wackelzonen, eine Wasserfühlstelle und Tierguckis komplettieren das außergewöhnliche Angebot. Die Brücke ist ganzjährig begehbar und als öffentlicher Weg ausgewiesen. Insgesamt laden vier Otter-Pfade dazu ein, die Landschaft aus der Perspektive eines Fischotters zu erleben. Der Fischotter ist ein sehr seltenes und heimliches Tier. Er reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen in seinem Lebensraum. Anders herum ausgedrückt: Wenn Bäche, Flüsse, Teiche und Seen in einem guten ökologischen Zustand sind, werden sie früher oder später vom Fischotter als Lebensraum besiedelt. In die Niederung der Ise, einem kleinen Fluss im Landkreis Gifhorn, ist der Fischotter aufgrund umfangreicher Naturschutzmaßnahmen zurückgekehrt. Sogar in der Nähe des Otter-Zentrums in Hankensbüttel wurden wildlebende Fischotter und ihre Spuren gesehen. Die Otter-Pfade führen in diese Gebiete, um den Blick für die Lebensräume des Fischotters zu schärfen. Insgesamt 24 mit Stahl-Ottern versehene Stationen laden dazu ein, direkt vor Ort etwas über das Leben des Wassermarders und den Naturschutz zu erfahren. Weitere Infos zu den Otter-Pfaden und eine Begleitbroschüre gibt es beim Otter-Zentrum.
Stops (2)
- 1Kloster Isenhagen
Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster birgt in seiner beschaulichen Stille bemerkenswerte architektonische Merkmale, historisch einzigartiges Mobiliar und wertvolle mittelalterliche Textilkunst.
Dieses Zusammenspiel ermöglicht sehenswerte und authentische Einblicke in die Abläufe und Gebräuche des früheren Klosterlebens. In der Textilausstellung können kunstvolle klösterliche Stickereien, auch mit Flussperlen aus der Region Südheide Gifhorn bestaunt werden.
Geschiedenis
Herzogin Agnes, geborene Markgräfin von Landsberg aus dem Hause Wettin, stiftete 1243 ein Zisterzienserkloster, dass das nahegelegene Kloster Wienhausen geistlich betreuen sollte. Doch bereits 1259 verließen die Mönche nach einem Brand das Kloster. 1265 wurde das Kloster mit Zisterzienserinnen neu belebt. 1327 wurde es von Alt-Isenhagen nach Hankensbüttel an die schon bestehende Archidiakonatskirche verlegt. Der Neubau des Klosters begann 1345, kam jedoch schon bald durch den Ausbruch der Pest zum Erliegen.
Die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts waren für das Kloster Isenhagen eine wirtschaftliche Blütezeit. Die Geldforderungen des Landesherrn und die Umwälzungen, die die lutherische Reformation ab 1527 mit sich brachte, beendeten diese Phase. Als die Herzöge Ernst und Franz die Herausgabe der Siegel, der Urkunden und der Kleinodien verlangten, gingen Äbtissin, Priorin und Kapellanin 1540 mit dem Archiv nach Halberstadt. Im gleichen Jahr wurde die erste evangelische Klostervorsteherin, Judith von Bülow, eingesetzt. Damit war Isenhagen das erste der Lüneburger Frauenklöster, in dem die Reformation offiziell eingeführt wurde.
Aus dem Nonnenkloster entwickelte sich ein evangelischer Konvent, der überkommene Traditionen lange beibehielt: noch 1619 enthielt die evangelische Klosterordnung ausdrückliche Bestimmungen zur Klausur und den regelmäßigen Gebetszeiten. Bis ins späte 17. Jahrhundert hinein blieb es auch beim gemeinsamen Essen im Refektorium an langen Tischen mit gleichzeitiger Bibellesung. Die klösterlichen Gebetszeiten wurden im Laufe der Zeit in ihrer Anzahl reduziert, existieren aber bis heute weiter.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bot das Kloster bis an seine Kapazitätsgrenzen Flüchtlingsfamilien teilweise bis in die Mitte der 50er Jahre Zuflucht und Unterkunft.Sehenswert
Kirche und Kreuzgang wurden ab 1345 im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet und vor dem Ausbruch der Pest fertiggestellt. Die wiedererbauten Konventsgebäude des 18. Jahrhunderts wurden in schlichter barocker Fachwerkarchitektur ausgeführt. Im Innenhof sind die beiden Baustile, die hier aneinanderstoßen, augenfällig.
Besondere Schmuckstücke sind die Altäre in der Gemeindekirche und auf dem Nonnenchor, der frühere Thronsitz der Stifterin, der in den folgenden Jahrhunderten zum Lesepult umgebaut wurde, sowie die Kalkstein-Konsolen im Ostkreuzgang mit einander gegenüberliegenden korrespondierenden Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.
Heutige Nutzung
Bis heute leben durch die Jahrhunderte hindurch alleinstehende Frauen als Konventualinnen unter Leitung einer Äbtissin im evangelischen Kloster Isenhagen, das eine selbständige Körperschaft des öffentlichen Rechts ist und unter der Rechtsaufsicht des Präsidenten der Klosterkammer Hannover in seiner Eigenschaft als Landeskommissar steht.Um 1345 am heutigen Standort erbaut
Nach der Reformation 1540 in einen evangelischen Konvent umgewandelt und bis heute über die Jahrhunderte hinweg von Frauen bewohntKirche mit Nonnenchor und zwei geschnitzten gotischen FlügelaltärenKreuzgang mit KalksteinkonsolenMuseum mit kostbaren Textilien, wertvollen Goldschmiedearbeiten und seltenen Büchern
Das Kloster ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen!Führung im Kloster Isenhagen (https://www.suedheide-gifhorn.de/package/fuehrung-im-kloster-isenhagen)
Thematischer Klassenausflug "Einmal Mönch im Kloster sein" (https://www.suedheide-gifhorn.de/package/einmal-moench-im-kloster-sein-thematischer-klassenausflug)Büchertipps zum Kloster Isenhagen:
Poneß, Kirsten: Kloster Isenhagen. - Deutscher Kunstverlag - (DKV-Kunstführer Nr. 678)
Tribian, Henning (2020): Isenhagener Pilgerpfad. Auf den Spuren der Zisterzienserinnen. Streifzüge in der Südheide. (CALLUNA Verlag Menschen und Medien, Gifhorn-Oerrel-Uelzen)
Tribian, Henning (2014): Kloster Isenhagen - Heimatkundliche Bedeutung von der Gründung bis zur Reformation. (CALLUNA Verlag Menschen und Medien, Gifhorn-Oerrel-Uelzen, ISBN 978-3-944946-01)↓ 16 Min. zu Fuß (1,1 km) tot het volgende station
- 2Otter-Zentrum
Spannende Begegnungen mit dem vom Aussterben bedrohten Fischotter und seinen nahen Verwandten, dem Dachs, dem Hermelin sowie verschiedenen heimischen Marderarten erleben Sie im Otter-Zentum in Hankensbüttel.
Die Otter sind sehr geschickte Schwimmer. Davon kann man sich durch das große Bullauge am Schwimmteich überzeugen. Dank der Erdschnitte lässt sich der Dachs in seinem Bau beobachten, ohne dass er sich gestört fühlt. Die flinken Wiesel und Hermeline wollen in ihrem artgerechten Lebensraum entdeckt werden.Es wird ein abwechslungsreiches Programm rund um die possierlichen Tiere geboten, mit Schaufütterungen, Experimenten, Natur-Spielplätzen und bis zu 60 Sonderveranstaltungen. Das Restaurant und der Otter-Shop runden das Angebot ab.
Ein drei Kilometer langes Wegenetz, das auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist, führt durch immer neue Lebensraumabschnitte mit Bächen, Wiesen, Heide und einen 1000-jährigen Wald. Im viertelstündigen Turnus finden Schaufütterungen an den verschiedenen Gehegen von Otter, Dachs, Stein- und Baummarder, Hermelin, Nerz und Co. statt. Die Naturerlebnisbrücke mit Fußtastpfad, die Seilfähre sowie der Wasserspielplatz geben neue Einblicke in den Lebensraum Wasser.
Für Kinder- und Erwachsenen-Gruppen steht ein vielfältiges Repertoire an Angeboten im Otter-Zentrum zur Verfügung. Beispielsweise können Kinder und Jugendliche mit GPS-Geräten eine Geocaching-Schatzsuche ins Reich der Marder unternehmen.
6 Hektar großes Freigelände3 Kilometer langes Wegenetz auch für Rollstuhlfahrer geeignetAlle 15 Minuten SchaufütterungenInteraktive Informations- und Entdeckertafeln sowie WasserspielplatzBegehbare GehegeIse-Fluss-AquariumOtter-Shop mit Büchern zum Thema Umwelt- und Naturschutz, themenbezogene Spiele und Otter-SouvenirsRestaurant mit Wintergarten und Seeterrasse am Isenhagener SeeFührung im Otter-Zentrum (https://www.suedheide-gifhorn.de/package/fuehrung-im-otter-zentrum-hankensbuettel)
Angebot für Kinder: Lebensraum Wald (https://www.suedheide-gifhorn.de/package/lebensraum-wald-angebot-fuer-kinder-im-otter-zentrum-hankensbuettel)Das Otter-Zentrum ist mit dem Qualitätssiegel "Reisen für Alle" ausgezeichnet.
Zelfgeleide wandeling — volg de stops in volgorde, telkens met een link naar de locatie op de kaart.
Basisdaten: Südheide Gifhorn GmbH, Niedersachsen Hub (licentie CC0)
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