Wege zum Brocken - ab Oderbrück
Harz (Landkreis Goslar), gemfr. Geb.
Auf einem der kürzesten Wege auf die höchste Erhebung des Harzes - den Brocken. Der ausgeschilderte Wanderweg startet am Parkplatz Oderbrück und führt relativ flach ansteigend neben einem Bach durch den Wald. Der Beschilderung 9D und Kaiserweg folgend gelangt man zum Dreieckigen Pfahl, der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Auf dem Kolonnenweg geht es recht steil auf gepflastertem Untergrund weiter, welcher auch für ungeübte Wanderer geeignet ist. An den Gleisen der Brockenbahn angelangt, führt die Wanderung auf dem Gotheweg entlang der Gleise bis zur Brockenstraße. Der ganze Wanderweg ist umgeben von abwechslungsreicher Natur und tollen Ausblicken über den Harz.
Stops (8)
- 1168 Dreieckiger Pfahl
Der „Dreieckige Pfahl“ ist ein historischer Grenzstein im Nationalpark Harz und befindet sich zwischen dem Torfhaus und Oderbrück.
Ursprünglich markierte der Stein ein Dreiländereck, dann die Grenze zwischen dem Königreich Hannover und dem Herzogtum Braunschweig und später die Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Heute verläuft an dieser Stelle die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
In der Nähe des Dreieckigen Pfahles befand sich früher eine bewirtschaftete Hütte, welche aber in 1945 von US-Soldaten niedergebrannt wurde. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Schutzhütte, in welcher auch der Stempelkasten angebracht ist.
Von dem Wegkreuz aus führt in südlicher Richtung ein Weg zum Wurmberg, in nördlicher Richtung der Weg zum Brocken, nach Osten gelangt man über die Sandbrinkstraße nach Schierke und in westliche Richtung führen die Wege nach Oderbrück bzw. zum Ehrenfriedhof für gefallene Soldaten des Zweiten Weltkrieges.
↓ 13 Min. zu Fuß (904 m) tot het volgende station
- 2Das Grüne Band – Lebensader an der ehemaligen Grenze
Der Brocken ist ein wichtiges Symbol der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands. Unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelegen, die Sie so eben überschritten haben, war der Brocken über fast 40 Jahre für Besucher unerreichbar. Reste der Grenzanlagen, wie der ehemalige "Kolonnenweg" sind als Spuren der Vergangenheit im Harz vielerorts erhalten geblieben.
Lange teilte der "Eiserne Vorhang" als tödliche Grenze Europa. Auf einer Strecke von etwa 1.400 Kilometern wurden Familien und Freunde, Landschaften und Städte durch Mauern, Stacheldraht, Wachtürme, Minen und Selbstschussanlagen voneinander getrennt. Nach der Beendigung des Kalten Krieges gingen Ost und West allmählich wieder aufeinander zu. 1989 öffnete sich der "Eiserne Vorhang", und die Grenze wurde Geschichte.
Im Schatten des unmenschlichen Grenzstreifens war aufgrund der abgeschirmten Lage eine einmalige Natur mit einer großartigen Vielfalt an Landschaften, Tieren und Pflanzen entstanden, die heute als "Grünes Band" geschützt wird. Schon wenige Tage nach der Grenzöffnung am 9. Dezember 1989 fand - initiiert vom Bund für Umwelt und Naturschutz - ein erstes Treffen von Naturschützern aus Ost- und Westdeutschland im bayerischen Hof statt. 400 Aktive verabschieden eine Resolution zum Schutz der wertvollen Lebensräume im ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen. Dies war die Geburtsstunde des Grünen Bandes.
2002 wurde Michail Gorbatschow Schirmherr für das Grüne Band Europa. Drei Jahre später wird das Grüne Band schließlich zum "Nationalen Naturerbe" erklärt. Damit verpflichten sich Bund und Länder, diese Flächen künftig im Sinne des Naturschutzes zu entwickeln.
Besucher können diese einmalige Verbindung von Natur und Geschichte hautnah erleben: Ein 100 km langer "Harzer Grenzweg" führt heute auf verschwiegenen Grenzpfaden oder auf dem früheren Kolonnenweg durch den Harz vom ehemaligen Grenzturm Rhoden im Norden über den Brockengipfel bis zum Grenzlandmuseum Tettenborn im Süden. Ein eigener Ausstellungsbereich im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus informiert über die Grenzgeschichte.
↓ 6 Min. zu Fuß (405 m) tot het volgende station
- 3Stichwortfahnen am Goethebahnhof
Der Standort ist in vielerlei Hinsicht eine bedeutsame Stelle, da er genau an der Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gelegen ist und ehemaliger Bahnhof war.Er wurde oft von Grenzern als illegaler Unterstand genutzt. Heute stellt er ein beliebtes Fotomotiv dar, da die Harzer Schmalspurbahn schnaufend an ihm vorbei zieht. Direkt am Grünen Band gelegen, zeichnet sich hier der Übergang zwischen Bergfichtenwald und waldfreier Brockenkuppe ab. Die besonderen klimatischen Bedingungen geben den Anlass der „Stichwortfahnen“, sie sind optisch an Schneestangen angelehnt. Die Stichwortstangen und Ausruhmöglichkeiten, sind um eine flache Felsengruppe angesiedelt. Diese wird noch um weitere Findlinge ergänzt, um die Sitzgruppe regelrecht einzubetten und damit den Charakter des gesamten Platzes weiter aufzuwerten.
↓ 1 Min. zu Fuß (76 m) tot het volgende station
- 4Die Brockenbahn
Wir stehen hier am so genannten Goethebahnhof. Früher hatte die Brockenbahn hier einen fahrplanmäßigen Halt. Heute dient das Abstellgleis an der einspurigen Strecke nur noch dem notwendigen Ausweichmanöver der bergauf und bergab fahrenden Züge. Die Brockenbahn schaut auf eine über 100jährige Geschichte zurück. Spätestens 1870 wurde öffentlich darüber nachgedacht von Bad Harzburg aus eine solche Bahnstrecke anzulegen. Das Vorhaben wurde damals bereits kontrovers diskutiert und aus wirtschaftlichen, aber auch Naturschutzbedenken verworfen. Ende der 1880er Jahre griff der Brockenbesitzer Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode das Bahnprojekt auf, das nunmehr von Wernigerode aus zum Gipfel führen sollte. Begonnen wurde das Vorhaben schließlich im Jahre 1896. Der Bau der Brockenstrecke verlangte allen Beteiligten Enormes ab. Über 600 Arbeiter trieben das Bauwerk voran. Sie durchschnitten mit der Trasse wertvolle Moorgebiete, überwanden Wasserläufe und durchbrachen störende Granitformationen. Schon in der ersten Saison übertraf der Gästeansturm alle Erwartungen. Nach den großen Eingriffen beim Streckenbau bedrohte nun der sommerliche Massentourismus akut die ohnehin seit Jahrzehnten schon stark geschädigte Flora und Fauna des Gipfels. Besonders das Blumenpflücken der seltenen Brockenanemone nahm überhand. Der bekannte Heimatdichter Hermann Löns wandte sich 1907 schließlich mit einem vielbeachteten Aufsatz an die Öffentlichkeit. In scharfen Worten beklagte er, dass die Brockentouristen das allseits plakatierte Verbot des Abpflückens der Brockenpflanzen missachteten: "Obendrein gebe es regelrechte Brockenflegel, die speziell an Sonn- und Feiertagen den Berg und seine Zuwege so sehr mit Ihrem Müll versauten, ihre Bedürfnisse überall stillten und herrliche moosumspannte Felsblöcke mit Flaschen bombardierten". Die harsche Kritik des Dichters zeigte Wirkung. Im Jahre 1911 wurden über 70 Passanten angezeigt und mit Strafen belegt, die auf dem Brocken Pflanzen ausgerissen hatten.
↓ 16 Min. zu Fuß (1,1 km) tot het volgende station
- 5Torfabbau im Goethemoor
Hier stehen wir am Rande des Goethemoors, das deutlich sichtbar durch den Bau der Eisenbahngleise angeschnitten und in Teilen unwiederbringlich zerstört wurde. Erste Eingriffe in das empfindliche Moorökosystem erfolgten jedoch noch früher.
Der immer deutlicher zu Tage tretende Holzmangel des Bergbaus sorgte seit den 1730er Jahren für Vorstöße der Torfstecher in das Brockengebirge. Im Goethemoor wurden ernsthafte Versuche unternommen, Torf zu gewinnen und zu trocknen, damit er als Brennstoff taugte. Die Ergebnisse müssen zunächst optimistisch gestimmt haben, befanden sich doch 1749 insgesamt sieben Torfwerke in der Brockengegend im Betrieb.
Zeitzeugen berichten von den mühsamen und langwierigen Trocknungs- und Verkohlungsprozessen, um aus dem nassen Rohstoff Brennmaterial zu gewinnen. Zuerst wurden die ausgestochenen Torfbrote im Freien gelagert, um sie abtropfen zu lassen. Anschließend kamen sie über die Sommermonate zur weiteren Trocknung in eigens dazu errichtete luftige Torfhäuser. Zum Abschluss entzog man den einzelnen Torfpaketen in speziell dafür konstruierten Öfen das sogenannte "Theerwasser", das als Schmiermittel Verwendung fand.
Lange währte der Torfabbau im Brockengebiet aber nicht. Bereits 30 Jahre später gab man einige Torfstiche wieder auf. Die Schwierigkeit, den Torf im regenreichen Hochharz zu trocknen und die langen Transportwege zu den Hüttenwerken ließen das Unternehmen scheitern. Am längsten lief der Betrieb auf der nahen Heinrichshöhe.Die Torfgewinnung legte die Grundlage für die touristische Erschließung des Brockengebietes. Die mühsam gewonnenen Torfprodukte mussten zu den Hütten in Schierke, Ilsenburg und weiteren Orten gebracht werden. Gleiches gilt auch für die Holz- und Kohlenabfuhr. Umgekehrt mussten Lebensmittel zu den Torfarbeitern gebracht werden. Diese Transportleistungen konnten nicht mehr zu Fuß mit der Kiepe erbracht werden. Wagentaugliche Wege wurden angelegt. Von diesen profitierten genauso gut die Harzreisenden. Ab Wernigerode mussten damals 8 Taler für eine Brockenfuhre mit dem Vierergespann berappt werden, da nur wenige Fuhrleute die notwendigen hochachsigen Wagen besaßen.
↓ 36 Min. zu Fuß (2,3 km) tot het volgende station
- 69 Brockenhaus
Der Brocken ist mit 1.141 m ü.NN der höchste Harzgipfel und liegt in der Gemarkung von Schierke in der Kernzone des Nationalpark Harz.
Geografisch liegt er an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und war von 1961 bis 1989 Sperrgebiet. Klimatisch sorgt seine vorgehobene Position im Norden Deutschlands für raue Winde und kalte Temperaturen, vergleichbar mit den Bergen Islands.
Im Brockenhaus findet man eine erlebnisreiche Ausstellung zur Geschichte und Natur dieses faszinierenden Berges.
Die Geschichte des Brockengartens ist ebenso interessant wie seine Pflanzen außergewöhnlich. Der botanische Garten auf der waldfreien Kuppe des Brockens besteht seit 1890 und beherbergt heute rund 1500 Pflanzenarten aus allen Hochgebirgen der Erde. Er schützt und bewahrt vom Aussterben bedrohte und sehr seltene Pflanzen und zeigt zugleich seinen Gästen aus aller Welt, was ganz oben wächst und blüht.
Inmitten von Granitblöcken wachsen auf der Brockenkuppe Pflanzen des hohen Nordens. Ein Rundwanderweg (1,6 km) führt um die Kuppe – dort entlang, wo einst die Brockenmauer stand. Nehmen Sie sich Zeit für den Brockenrundweg mit Teufelskanzel und Hexenaltar. Diese beiden Granitklippen auf dem Brockengipfel beeindruckten schon Goethe. An dieser Stelle treffen sich die Hexen und Teufel in der Walpurgisnacht.
Seit Juli 1992 können die Fahrgäste der Brockenbahn wieder den höchsten Gipfel Norddeutschlands mit rund 700 PS starken Dampfrössern erklimmen. Ihr steilstes Streckenstück zum Brocken bewältigt die Bahn in ca. 50 Minuten ab dem Bahnhof Drei-Annen-Hohne.
↓ 1 Min. zu Fuß (59 m) tot het volgende station
- 7Malerblicke im Harz - 15. Brockenhaus
Der Harz ist Malerlandschaft seit Jahrhunderten und zwar eine der großartigsten in Deutschland, was viel zu wenig bekannt ist. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert kamen die Künstler immer zahlreicher hierher.
Insgesamt haben wir 39 Malerblicke im gesamten Harz gefunden und beschrieben. Der Vergleich zwischen den historischen Gemälden und den aktuellen Blicken zeigt, wie sich der Harz über die Jahrhunderte verändert hat. Mit diesen verorteten Malerblick-Punkten sollen sich die Motive beim Erwandern besser finden lassen.
Weitere Informationen zu den Malerblicken im Harz gibt es unter www.harzinfo.de/malerblicke (http://www.harzinfo.de/malerblicke).
↓ 4 Min. zu Fuß (246 m) tot het volgende station
- 8Der Brocken - das Höchste im Norden
Bereits von weitem sichtbar erhebt sich die magische Gebirgslandschaft aus der norddeutschen Ebene. Blickfang dabei ist die markante Brockenkuppe, oft nebelumhüllt, stets sagenumwoben.Der Brocken ist mit 1.141 Metern Höhe der höchste Berg im Harz und in ganz Norddeutschland. Seine exponierte Lage macht ihn zu einem rauen Zeitgenossen. Denn das Klima auf dem waldfreien Gipfel ist vergleichbar mit dem nordischer Breiten. Oftmals wird der Harz daher auch als Stück skandinavisches Gebirge im Herzen Deutschlands bezeichnet. Deutschlandweite Raritäten, wie die Starre Segge, Moos- und Flechtenarten oder die Brocken-Anemone sind hier zu finden.Einzigartig ist der Brockengarten, der bereits 1890 gegründet wurde. 1.500 Hochgebirgspflanzen aus aller Welt haben hier eine Heimat gefunden und werden vom Nationalpark Harz gepflegt. Von Mitte Mai bis Mitte Oktober werden hier montags bis freitags um 11.30 Uhr und 14 Uhr Führungen angeboten. An den Wochenenden und an Feiertagen ist eine Besichtigung des Brockengartens in Kombination mit dem täglich angebotenen Brockenkuppen-Rundgang mit dem Nationalpark-Ranger möglich.Stürme umtosen seit jeher das einsam stehende Gipfelplateau. Nebelschwaden versetzen den Brocken häufig in einen mystischen Glanz. Optische Täuschungen, wie das Brockengespenst, haben in früheren Zeiten Brockenbesucher in Angst und Schrecken versetzt. Auch heute noch strahlt der Brocken eine magische Anziehungskraft auf seine Besucher aus. Und auch heute trifft man hier immer wieder Hexen, Teufel oder andere mystische Gestalten.Am bequemsten ist der Aufstieg mit der Brockenbahn. Für Wanderer gibt es verschiedene attraktive Strecken und auch Mountainbiker nutzen den Gipfel als Herausfoderung. Von Schierke aus kann aber auch das Pferdefuhrwerk als Transportmittel genutzt werden.Besucher des Brockens sollten zu jeder Jahreszeit auf kühlere Temperaturen und schnelle Wetterumschwünge vorbereitet sein. Festes Schuhwerk ist Grundvoraussetzung für die Erklimmung des höchsten Gipfels im Norden.
Zelfgeleide wandeling — volg de stops in volgorde, telkens met een link naar de locatie op de kaart.
Basisdaten: Harzer Tourismusverband, Niedersachsen Hub (licentie CC BY-SA)
