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Ehemaliger Märchenpfad im Kurpark am Greif in Salzgitter-Bad

1,7 km · ca. 25 Min.

Salzgitter

Auf allen Tafeln können Sie über die QR-Codes weitere Informationen erhalten, durch einen virtuellen Stempel und ein Quiz Punkte sammeln und tolle Preise gewinnen. Schauen Sie rein und machen Sie mit, es lohnt sich!

Punkty (22)

  1. 1Glacier

    Zum Künstler: James Reineking (1937-2018) schloss sein Studium an verschiedenen Universitäten in den USA mit dem Master of Fine Arts ab. Danach übernahm er Lehrtätigkeiten an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten. Seit 1980 lebte er ständig in Deutschland, zunächst in Köln, dann in München, wo er auch als Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste unterrichtete.

    Zum Werk Glacier (errichtet 2000): Stahl hat ein Leben, er ändert sich, ist empfindlich, nimmt die Umwelt an und gibt sie wieder, indem er rostet. Stahl ist ein sehr ursprüngliches Material und gleichzeitig ein Material des 20. Jahrhunderts. Stahl ist ein Material, das wenig braucht. Es lässt sich biegen und behält seine Form, es hat eine Erinnerung an sich selbst. Es ist sehr stabil und auf der anderen Seite zwar nicht labil aber verformbar. Wenn man Stahl sieht, fragt man überhaupt nicht, was es ist; man weiß es sofort und ahnt unmittelbar, ob es hohl oder massiv ist. James Reineking wollte keine Monumente oder Monumentales bauen, wo der Mensch von unten nach oben schauen muss. Eine Skulptur sollte auf derselben Ebene sein wie der Mensch.

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  2. 2Übersichtstafel Märchenpfad im Kurpark am Greif in Salzgitter-Bad

    Über der Stadt, auf dem südlich gelegenen Greif, befand sich einst die Kalischachtanlage "Fürst Bismarck".  Nachdem man im nahen Thiede und Vienenburg bereits das für die Bodendüngung begehrte Kalisalz zu Tage förderte und dort auch beträchtlichen Profit erzielte, begann man auch in Salzgitter nach Kalivorkommen zu suchen.

    1895 wurde öffentlich gemacht, dass hinter der im Volksmund als Eggelingslust bezeichneten Wiese auf dem Greif abbauwürdige Kalisalzvorkommen entdeckt wurden. Die Bauarbeiten des Kalibergwerkes begannen am 17.April 1896 und am 01. April 1897 bekam der Schacht mit Zustimmung des Reichskanzlers den Namen "Fürst Bismarck". Es entstand eine weiträumige Übertageanlage mit Kesselhaus, Fördergerüst, Schachthalle und Zechenhaus. Diese Aktivitäten lösten in der Bevölkerung lebhaftes Interesse aus, sodass ein Teil der erheblichen  Baukosten von sieben Millionen Goldmark über Anteilscheine eingeworben werden konnte.

    Die Suche nach ergiebigen Kalivorkommen blieb aber  erfolglos. Nach einem Laugeneinbruch auf der 1075 m-Sohle am 28. März 1903 musste das Bergwerk stillgelegt werden. Das endgültige Aus des Kaliwerks Salzgitter kam 1904, als Pioniere der kaiserlichen Armee aus Magdeburg den Schacht verfüllten und die Bauten über Tage sprengten.

    Im Laufe der Zeit wucherten die Mauerreste der Anlage zu, bis sich Reinhard Martin Stoot, genannt "Onkel Stoot", der Ruinen annahm. Das Gelände wurde nach dem ersten Weltkrieg von arbeitslosen, jungen Männern und Kindern unter Anleitung von Onkel Stoot in eine Grünanlage mit Bäumen, Büschen und Grünflächen umgestaltet. Die Trasse der alten Kalibahn bildete das Fundament für den heutigen  „Birkenweg“ und aus den Steinresten und Schutthalden des Kaliwerkes schuf er  der Märchenwelt entlehnte Figuren und Baulichkeiten.

    Während des 3. Reiches wurde dieser "Märchenwald" als "entartete Kunst" eingestuft. So beschloss der Rat 1938 die "Entkitschung des Greifparks" und ließ im Januar 1940   die Aufbauten sprengen.

    Entlang der  Wege des heutigen Greifparks  finden  Sie Informationstafeln. Sie zeigen die ehemaligen Standorte der Märchenfiguren und  Aufbauten sowie  historische Fotos der jeweiligen Skulpturen.
    Auf allen Tafeln können Sie über die QR-Codes weitere Informationen erhalten, durch einen virtuellen Stempel und ein Quiz Punkte sammeln und tolle Preise gewinnen. Schauen Sie rein und machen Sie mit, es lohnt sich!

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  3. 3Märchenpfad im Greifpark Salzgitter-Bad

    Um an die Kunstwerke zu erinnern und die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurden Informationstafeln entlang der Wege des heutigen Greifparks aufgestellt. Anschaulich und informativ mit Texten und Bildern von Rolf Czauderna zeigen sie die ehemaligen Standorte der Märchenfiguren und Aufbauten sowie historische Fotos der jeweiligen Skulpturen. Auf allen Tafeln sind weitere Informationen mit einem Smartphone abrufbar. Zudem können durch virtuelle Stempel und ein Quiz Punkte gesammelt werden, die die Teilnahme an einem Gewinnspiel ermöglichen.

    Märchenpfadquiz und Erklärungen (https://www.world-qr.com/inhalte/new/qr-fuehrer/de/niedersachsen/salzgitter_kf/ortsfuehrer/maerchenpfad_im_greifspark/salzgitter_infotafel?lat=52.047872000000005&lng=10.3776256)

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  4. 4Infostele ehemaliges Kunstwerk Wilder Mann in Salzgitter-Bad

    Am damaligen Haupteingang des Parks wurde der Besucher vom Wilden Mann, einer übergroßen Statur, begrüßt. Offensichtlich wurde diese Figur einer Sagengestalt aus dem Harz nachmodelliert. Bei dem Wilden Mann handelte es sich um einen Berggeist von riesenhafter, robuster Gestalt. Volkskundler vertreten die Meinung, dass er eine ureigene Sagengestalt des Harzes ist.  Auch erschien sein Abbild im Jahr 1539 auf Talern und halben Talern des Herzogs Heinrich des Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel. Überwiegend zeigten die Geldstücke den Wilden Mann freistehend mit einem Baumstamm oder einer Tanne in der Hand.

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  5. 5Infostele ehemaliges Kunstwerk Rotkäppchen und der böse Wolf

    R. Stoot stellte neben Skulpturen, die seiner Phantasie entstammten oder in losen Zusammenhang mit der regionalen Sagenwelt gebracht werden können, auch Märchenfiguren auf, die durch die Überlieferungen der Gebrüder Grimm der Bevölkerung sehr gut bekannt waren. Dadurch sprach er insbesondere die Kinder an, denen diese Figurenwelt auch ohne Erläuterungen der Erwachsenen vertraut waren.

    Rotkäppchen und der böse Wolf: als Stoot diese Figuren schuf, gab es im Harz und Umland schon lange keine Wölfe mehr. Aber das Märchen diente damals wie auch heute dazu, Kindern von den Folgen zu erzählen, die drohen, wenn man vom Wege abkommt oder die Anweisungen der Eltern nicht befolgt.

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  6. 6Infostele ehemalige Skulptur Hexenhaus

    Reinhard Stoot stellte neben Skulpturen, die seiner Phantasie entstammten oder in losen Zusammenhang mit der regionalen Sagenwelt gebracht werden können auch Märchenfiguren auf, die durch die Überlieferungen der Gebrüder Grimm der Bevölkerung sehr gut bekannt waren. Dadurch sprach er insbesondere die Kinder an, denen diese Figurenwelt auch ohne Erläuterungen der Erwachsenen vertraut war.

    Im Bereich der heutigen Tennisplätze stand das „Hexenhaus“.  Die Wände dieses ehemaligen Geräteschuppen Stoot´s waren mit  Flachrelief-Motiven aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ verziert. Gleich nebenan befand sich auch das beliebte Ausfluglokal „Zur Greifklause“.

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  7. 7Infostele Onkel Stoot

    Reinhard Martin Stoot wurde am 9. November 1863 im heutigen Salzgitter-Bad geboren. Das Elternhaus Stoots, (das später als Verwaltungsstelle Bad Salzgitters genutzt wurde) in dem später auch die Verwaltungsstelle Bad Salzgitters einzog, stand am Vöppstedter Tor.

    Sein Vater August Stoot besaß ein Kolonialwarengeschäft und eine Waffenhandlung. Daher wurde der eigentlich naturwissenschaftlich begeisterte Reinhard Stoot zu einer kaufmännischen Ausbildung in Wolfenbüttel gedrängt. Fortan arbeitete er im Geschäft seines Vaters, bis er dieses nach dessen Tod an einen jüngeren Kaufmann übergab.

    Durch die Inflation im 1. Weltkrieg verlor er sein Vermögen und musste von einer geringen Leibrente leben. Die Zeit als Rentner wusste Stoot zu nutzen, in dem er sein Wissen in vielen Bereichen erweiterte. Mit einer selbst gefertigten Kamera wagte er sich auf das damals noch relativ unbekannte Feld der Photographie und nahm so einige 100 Bilder der Stadt auf.

    Damit leistete er einen sehr wichtigen Beitrag zur Darstellung der historischen Entwicklung Salzgitters. Diese griff er auch immer wieder in seinen Bildern auf, seine Ölgemälde zeigen Landschaften, Straßen und Menschen des alten Salz- Städtchens. Außerdem beschäftigte sich Reinhard als großer Naturfreund mit dem Studieren und Präparieren von Insekten und anderen Tieren.

    Durch seine Beliebtheit bei der Jugend entstand sein Spitzname „Onkel Stoot“. Seine größte Leistung war wohl die Gestaltung des heutigen Greifparks. Dieser entstand auf dem ehemaligen Gelände des 1904 aufgegebenen und gesprengten Kaliwerkes. Durch Spenden und unter teilweisem Einsatz seiner eigenen bescheidenen Einkünfte, gestaltete Stoot hier eine Erholungsanlage, die gern von

    Einheimischen, aber auch von Kurgästen aufgesucht wurde.

    So verarbeitete er die Überreste des Kaliwerkes zu einem Park voller märchenhafter Figuren und Bauten. Es entstand ein richtiger Märchenwald mit Dornröschen Laube, dem Hänsel und Gretel Haus, ein zehn Meter langes Rabenschloss und vieles mehr. Am östlichen Eingang des Märchenparks begrüßte ein übergroßer „Wilder Mann“ aus Stein die Besucher.

    Während des 3. Reiches wurde der besagte "Märchenwald" als "entartete Kunst" eingestuft. So wurde in einer Ratssitzung von 1938 die "Entkitschung des Greifparks" beschlossen. Auch wurde der damalige Bürgermeister Ahrens vom Niedersächsischen Heimatbund eV. Hannover aufgefordert, die Figuren bis zum Frühjahr 1939 zu entfernen. Im Januar 1940 wurde dann die Sprengung der Aufbauten teilweise durchgeführt.

    Onkel Stoot war eine sehr wichtige Persönlichkeit mit großem Engagement für seine Heimatstadt. Am 20. Juli 1944 verstarb er im Alter von 80 Jahren.

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  8. 8Infostele ehemaliges Birkentor Eingang Greifpark

    Am Aufgang vom Felsenkeller her befand sich ein Zugang zum Greifpark. Er wurde überspannt von einem Zementbogen, der ein Eingangstor (auch Hindenburg Grotte genannt) aus zusammen geflochtene Birkenstämmen darstellte.

    Birken sind damals wie heute namensgebend für den Birkenweg, der sich auf der ehemaligen Kalibahntrasse über den Greif zieht. Wenn man  den Weg entlang wandert, ist zu sehen,  dass einige der alten Birken am Rand der Trasse abzusacken drohen oder auf Grund ihres hohen Alters  gefällt werden müssen. Die Stadt ersetzt die alten Bäume regelmäßig durch Anpflanzung neuer Birken.

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  9. 9Infostele ehemaliges Tor zum Siebenrabenschloss

    Das Eingangstor zum Sieben-Raben-Schloss befand sich in Sichtweite südwestlich vom Schloss in der unmittelbaren Nähe einer verbliebenden Bergehalde. Das etwa drei Meter hohe Tor bestand aus zwei gemauerten Torbögen sowie einem kleinen Ziegeldach.

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  10. 10Infostele ehemaliges Kunstwerk Siebenrabenschloss

    Das Siebenrabenschloss war ein etwa zehn Meter breiter und bis zur der aus der Mitte ragenden Turmspitze etwa sieben Meter hoher Miniaturbau aus Zement. An jeder Ecke befand sich ein kleineres Türmchen und die Mauern waren mit Burgzinnen versehen. Auf den Türmen und Zinnen waren sieben Raben und ein kleines Mädchen zu erkennen. An der Vorderseite des Schlosses führte eine doppelseitige Treppe nach oben.

    Das Schloss bezieht sich auf das Märchen „Die sieben Raben“  in der Fassung der Brüder Grimm, in dem ein Mann sieben unfolgsame Söhne hatte. Als ihnen ein Schwesterlein geboren wurde, schickte er die Jungen zum Wasserholen weg. Aber sie kamen lange nicht zurück. Da wurde der Vater zornig und sprach: "Ach, dass die Jungen zu Raben würden." Die Verwünschung ging sofort in Erfüllung. Die sieben Jungen flogen als schwarze Raben davon.

    Die Eltern konnten die Verwünschung nicht mehr zurücknehmen, und so traurig sie über den Verlust ihrer sieben Söhne waren, trösteten sie sich doch einigermaßen durch ihr liebes Töchterchen, das bald zu Kräften kam und mit jedem Tage schöner ward.

    Allein das Mädchen machte sich täglich ein Gewissen daraus und glaubte, es müsste seine Geschwister wieder erlösen. Es hatte nicht Ruhe und Rast, bis es sich heimlich aufmachte und in die weite Welt ging, seine Brüder irgendwo aufzuspüren und zu befreien.

    Das Mädchen ging bis ans Ende der Welt. An einem Glasberg (Schloss) fand das Mädchen ihre Brüder schließlich. Hier hob sie den Fluch auf und alle Raben bekamen ihre menschliche Gestalt wieder.

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  11. 11Infostele ehemaliger Kalischacht Fürst Bismarck

    1895 wurde öffentlich gemacht, dass hinter Eggelingslust, auf dem Greif, abbauwürdige Kalisalzvorkommen entdeckt wurden. Daraufhin wurde die "Kalibohrgesellschaft Salzgitter AG" am 01. April 1896 in die „Gewerkschaft Schüssel“ umgewandelt. Die Bauarbeiten des Kalibergwerkes begannen am 17.April 1896 und am 01. April 1897 bekam der Schacht mit Zustimmung des Altreichskanzlers den Namen "Fürst Bismarck". Es entstand eine weiträumige Übertageanlage mit Kesselhaus, Fördergerüst, Schachthalle und Zechenhaus.

    Die Baukosten betrugen bis 1899 sage und schreibe sieben Millionen Goldmark. An der heutigen, unteren Bismarckstraße wurden 4 Wohnhäuser für Arbeiter erbaut und es wurde ein Bahngleis (der heutige Birkenweg) bis hinunter zum Bahnhof verlegt, das die Schachtanlage mit der Bahnlinie Braunschweig-Seesen verband. In Erwartung schnellen Reichtums entstand in der Bevölkerung eine regelrechte Euphorie. Man gab Bergwerksanteile mit einem Nennwert von bis zu 200 Mark je Stück heraus, die später bis zum fünffachen dieses Betrages gehandelt wurden.

    Um für die Suche nach Kali weiteres Kapital in Höhe von einer Million Goldmark zu beschaffen, wandelte man die "Gewerkschaft Schüssel" im Jahr 1900 in die "Aktiengesellschaft Kaliwerke Salzgitter" um. Mit großem Aufwand ging die Suche nach Kali weiter. Mittlerweile verfügte das Kalibergwerk Fürst Bismarck über einen 1075 Meter tiefen Salzschacht. Die Suche nach Kalivorkommen blieb aber immer noch erfolglos. Den Verantwortlichen wurde es jetzt wohl langsam bewusst, dass es hier gar keine Kalivorkommen gab. Herangezogene Experten bestätigten dies. Aufgrund der hohen Investitionen und der zahlreichen Anleger, die zum Teil ihr ganzes Privatvermögen in das Unternehmen investiert hatten, traute man sich nicht, mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen.

    Ein Laugeneinbruch auf der 1075 m-Sohle am 28. März 1903 kam der Betriebsleitung gerade recht und das Bergwerk wurde umgehend stillgelegt. Das endgültige Aus des Kaliwerks Salzgitter kam 1904, als Pioniere der kaiserlichen Armee aus Magdeburg den Schacht verfüllten und die Bauten über Tage sprengten.

    Ob es am Greif tatsächlich Kalivorkommen gab, ist nach heutigen Erkenntnissen eher unwahrscheinlich. Die damals vorgefundenen Salze waren wohl nur minderwertige Triassalze und Zechsteinsalze.

    Im November 1993 sackte die Schachtröhre ab und es eröffnete sich ein tiefer Einblick in das ehemalige Bohrloch, das dann zugeschüttet und mit einer riesigen Betonplatte verschlossen wurde.

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  12. 12Infostele Greiftreppe als Teil des Märchenpfads in Salzgitter-Bad

    Der Begriff „Greif“ wird abgeleitet von Greve, Graf und könnte eine Standortbezeichnung sein, da dieser Platz eine besondere Bedeutung für das Grafenamt hatte. In der Nähe des Greif wird eine Goeiche (Gerichtseiche) erwähnt. Danach könnte die Bezeichnung mit einem Grafengericht in Zusammenhang stehen. 1331 war das Land „uppe dem greve“ im Besitz des Grafen von Schladen. Vermutlich als sein Sinn unklar geworden war, wurde der Name greve zu Greif umgebildet, indem eine volkstümliche Beziehung zum Fabel und Wappentier „Vogel Greif“ hergestellt wurde. (Quelle: Die Flurnamen des Salzgittergebietes)

    Reinhard Stoot bezog sich hier wohl auf das Märchen der Brüder Grimm, „Der Vogel Greif“, in dem der Held Hans dem Christen fressenden „Vogelgrif“ eine Feder aus dem Schweif reißt.

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  13. 13Infostele ehemaliges Dornröschenschloss Salzgitter-Bad Märchenpfad

    Aus heutiger Sicht bedarf es sicher viel guten Willen und kindliche Phantasie, in diesem kleinen Gebäude Dornröschens Schloss erkennen zu wollen. Vielleicht erinnern Sie sich ja, dass Dornröschen selbst, das Schloss,  die Bediensteten,  alle Tiere und selbst der Koch, der gerade dem Küchenjunge eine Ohrfeige geben wollte, in einen hundertjährigen Schlaf gefallen und durch eine undurchdringliche Hecke  von der Außenwelt abgeschnitten waren. Junge Männer und kleine Prinzen mussten sich auf die Suche nach einem Weg durch das Gestrüpp machen...und ihre Eltern hatten ein wenig Ruhe, den sonntäglichen Spaziergang fortzusetzen.

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  14. 14Greifpark (Kurpark am Greif)

    1989 erfolgte dann nochmal eine landschaftliche Verschönerung des Parkgeländes. Der kleine Lappenspring-Teich an der Bismarckstraße wurde 1965 angelegt. Die endgültige Umgestaltung des Zierteiches erfolgte im Jahr 1987. Die seit Urzeiten zur Trinkwasserversorgung dienende Quelle selbst liegt mehrere Meter unterhalb des Teiches auf der gegenüber liegenden Seite der Bismarckstraße, von wo aus das  Wasser Hang auf gepumpt wird.

    Am 26. Januar 1978 wurde der Hauptweg im Park als „Onkel Stoot Weg“ benannt.

    Der landschaftlich reizvolle Greifpark, mittlerweile auch Kurpark genannt, bietet heute Einheimischen sowie auch Gästen die Möglichkeit zu ausgiebigen, erholsamen Spaziergängen.

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  15. 15Infostele Lappenspring-Teich im Kurpark am Greif in Salzgitter-Bad

    Seit Urzeiten belieferte die Lappenspringquelle die alte Salzstadt mit Wasser. Im Mittelalter gab es eine hölzerne Röhrenleitung, die in einer  Viehtränke der Kuhstaße endete. Ab 1861 belieferte die Quelle den „Schillerbrunnen“ auf dem Marktplatz sowie später einen Springbrunnen im Kurgarten.

    Die Quelle selbst liegt mehrere Meter unterhalb des Teiches auf der gegenüberliegenden Seite der Bismarckstraße, von wo aus das  Wasser Hang auf gepumpt wird.

    Der Teich wurde 1965 angelegt. Die endgültige Umgestaltung des Zierteiches erfolgte im Jahr 1987.

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  16. 16Der Kuss

    Zum Künstler: Menashe Kadishman (1932-2015) war der bedeutendste Künstler Israels und repräsentierte die israelische Kunst der Gegenwart. Überall auf der Welt stehen seine großen, meist aus Corten-Stahl geschnittenen Skulpturen, die einem Scherenschnitt gleichen. Ihr großer Reiz liegt in der Einfachheit der Linienführung und in ihrer Thematik. Landschaft und Tiere, Geburt und Leben, Schmerz und Tod sind von früh an seine Leitthemen.

    Zum Werk Der Kuss (errichtet 1999): Die Vögel, die sich leicht und schwebend in der Luft küssen und dabei die monumentale Schwere des Materials vergessen lassen, sind für den Künstler Symbol von Frieden, Versöhnung und Liebe.

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  17. 17Infostele Lappenpforte in Salzgitter-Bad

    Der Tor- Name  "Lappenpforte" wurde von  R. Stoot wahrscheinlich  nach alten, heute vergessenen Flurbezeichnungen benannt. Früher war es im Salzgittergebiet üblich, Ackerland oder Wiesen mit dem Namen des Besitzers zu bezeichnen. Ebenso wie der heute noch genutzte Straßenname "am Lappenspring" geht die Bezeichnung auf eine Familie Lappe  aus Hildesheim zurück. (Quelle: M. Wiese, die Flurnamen des Salzgittergebietes).

    Am linken Torpfosten ist der Hinweis Eingang zu den "Hängematten-Plätzen" angebracht. Ob diese angepriesene Einrichtung  allerdings  jemals zur Ausführung kam, ist uns heute nicht mehr bekannt.

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  18. 18Kubus Offen

    Zum Künstler Leo Korbrust (1929-2021): Nach erfolgreicher Schreiner- und Bildhauerlehre folgte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. Hier erhielt er auch eine Professur am Lehrstuhl für Bildhauerei in Verbindung mit Architektur. Er arbeitete bis zum Tod in seinem Wohnhaus an der „Damra“, einer Natur- und Kulturlandschaft in der Nähe der saarländischen Stadt St. Wendel.

    Zum Werk Kubus offen (errichtet 2000): Leo Kornbrust beschäftigte sich mit geometrischen Grundformen wie Kugel und Würfel, untersuchte die Möglichkeiten ihrer Transformation in andere geometrische Formen durch Teilung, Zerlegung, neues Zusammensetzen. Das geometrische Formenvokabular, das allein aus der Vorstellung, aus dem Kopf des Menschen entspringt, bildet den größtmöglichen Gegensatz zu den aus der Natur abgeleiteten organischen Formen. Im Spannungsfeld dieser beiden Pole entfaltete sich Leo Kornbrusts künstlerisches Werk.

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  19. 19Johnny's im Thermalsolbad

    Nach einer Neugestaltung des Bistros, bei denen die Tischlerei und Malerei des CJD Salzgitter unterstützte, können sich die großen und kleinen Gäste über ein abwechslungsreiches Angebot an Speisen und Getränken freuen. Im "SOLEmare" kümmern sich CJD Mitarbeitende zusammen mit Teilnehmenden mit Behinderung um das leibliche Wohl.

    Vor dem Thermalsolbad stehen zwei Parkplätze für E-Autos mit Ladesäule zur Verfügung.

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  20. 20Infostele Vöppstedter Quelle in Salzgitter-Bad

    Vöppstedter Quelle (Plünnecken-Brunnen)

    Hier, am Fuße des Köppelmannsberges, entspringt die Vöppstedter Quelle, im Volksmund auch Plünnecken-Brunnen genannt. Das Quellwasser fließt zusammen mit Drainagewasser Richtung Lange Wanne der Warne zu.

    Ende des vorletzten Jahrhunderts befand sich neben der Quelle eine kleine Abfüllstation. Als Sauerbrunnen mit dem wohlklingenden Namen „Imperialbrunnen“  wurde das in Flaschen abgefüllte Quellwasser an den norddeutschen Lloyd (Deutsche Reederei) verkauft, der es auf seinen Schiffen zum Ausschank brachte. So wurde der Name des bis dahin recht unbekannten Solbades Salzgitter in alle Erdteile getragen.

    1977 wurde die Quelle neu eingefasst bzw.  umgestaltet.

    Die Bezeichnung  „Plünnecken“  kommt wohl von „Plünnen“ oder „ Plunnen“ (bunte Lumpen). In alten Überlieferungen wurde dem Quellwasser Zauberkraft nachgesagt.  Es heißt, dass junge Mädchen in der Osternacht wortlos Wasser aus der Quelle entnahmen und stumm ihre Wünsche an der Quelle vorbrachten. Für jeden Wunsch wurde ein buntes Band, „Plünneken" genannt, an einen Ast der umstehenden Bäume  gebunden.

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  21. 21Naturatlas - Neuer Teich / Warne

    Im Wald des Warne-Quellgebietes ist die Grüne Nieswurz sehr verbreitet. Diese erst in Süddeutschland heimische Art war einst fester Bestandteil von Burggärten und dürfte hier von der nahe gelegenen Grenzlerburg stammen. Die an Eichen und Eschen reichen Wälder südlich der Warne sind ein bedeutendes Brutgebiet des selten gewordenen Mittelspechtes. In der sumpfigen Bachaue oberhalb des Neuen Teiches haben viele Tiere und Pflanzen ein Rückzugsgebiet gefunden, darunter die nur sehr punktuell verbreitete Bezahnte Glattschnecke. Im Neuen Teich wächst das Quirlige Tausendblatt, an dem – unter Wasser – sehr seltene Rüsselkäfer leben. Für Erdkröten und andere Amphibien ist der Teich ein wichtiges Laichgewässer. Im Uferröhricht und Weidengebüsch brüten Stockente, Blessralle und in manchen Jahren sogar der Zwergtaucher. Über dem Teich jagen Wasserfledermäuse und andere Arten nächtlich nach Fluginsekten

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    ↓ 4 Min. zu Fuß (313 m) do następnej stacji

  22. 22Kneipp-Tretbecken in Salzgitter-Bad

    Geben Sie sich und dem Wasser einen Tritt! Schließlich lässt sich die berühmteste Wasseranwendung von Sebastian Kneipp ganz leicht selbst umsetzen. Tretbecken finden sich oft in Schwimmbädern oder Wellness-Oasen. Auch so mancher Park verfügt über eines. Haben Sie kein Becken in unmittelbarer Nähe, ist der Bach um die Ecke eine gute Alternative fürs Wassertreten. Hauptsache, das Wasser hat unter 18 Grad Celsius und geht Ihnen nicht höher als bis zum Knie.

    Wie Wassertreten wirkt:

    regt den Kreislauf an
    fördert die Durchblutung
    kräftigt die Venen
    hilft gegen Krampfadern
    wirkt gegen heiße Beine
    fördert den Schlaf bei Anwendung am Abend
    hilft bei Migräne
    regt den Stoffwechsel an
    stärkt das Immunsystem
    wirkt vegetativ stabilisierend

    Quelle: www.kneipp.com

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Basisdaten: Tourist-Information Salzgitter, Niedersachsen Hub (licencja CC BY)

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