Gipfeltour Wolfswarte
Clausthal-Zellerfeld, Berg- und Universitätsstadt
Punkty (8)
- 1Wolfswarte
Mit einer Höhe von 927 m ist der Bruchberg der dritthöchste Berggipfel im Harz. Die Wolfswarte mit ihren schroffen Felsklippen aus Quarzit ist mit 918 m zwar nicht der höchste Punkt des Bergmassivs, aber sie zählt zu den schönsten Aussichtsfelsen im Nationalpark. Eine Harzsage gibt Hinweise auf ihren Namen. Lauschen Sie dem alten Schauermärchen:
"Am Bruchberge und besonders in einer bestimmten Gegend desselben waren früher so viele Wölfe, dass, wer dort übernachten musste, auf die Klippe, die deshalb Wolfswarte
genannt wird, sich begab und dort ein Feuer anzündete sie zu verscheuchen. Einstmals kohlte ein Köhler unweit der Wolfswarte, der erwartete von Sonnabend bis Sonntagmorgen seine Frau, welche ihm Lebensmittel bringen sollte. Da sie auch am Sontag Morgen nicht kam, so wollte er Ihr entgegen gehen da begegnete Ihm ein Wolf, der hatte die Schnauze voll roter Fasern, die waren von dem rothen Rocke der Köhlersfrau welcher er etwas weiterhin zerfleischt und getötet hatte. Zuletzt wurden die Waldungen am ganzen Bruchberge wegen der reißenden Thiere, besonders der Wölfe abgebrannt und dass ist der Grund weshalb er noch jetzt an vielen Stellen so kahl ist".Mittelalterliche Sagen wie diese, haben das schlechte Image des Wolfes festgeschrieben und durch die Jahrhunderte getragen. Kriege, Seuchen und Hungersnöte prägten das Zeitalter – und der Wolf musste als Bedrohung des Menschen herhalten. Auch wurden Wölfe damals als Konkurrenten um das "hohe Wild", das dem König zusteht, gesehen.
Im Harz waren Bär, Wolf und Luchs bis ins 18. Jahrhundert hinein zu Hause. Besonders der Wolf war unbeliebt, kam er doch auf die Höfe und Weiden und holte sich das Vieh. Im unteren und mittleren Harz, wo Schafe, Kühe und braune Harzziegen ihre Weiden hatten, waren die Wölfe für die Menschen eine Plage. Dabei wurde das Selketal im Unterharz besonders schlimm heimgesucht. Da ersannen die Bauern eine Strategie, sich zumindest von einem Teil der Wölfe zu entledigen. Auf einer Anhöhe errichtete man ein festes Bauwerk und ringsum Wolfsgruben. Man nannte diese Anlage Wolfskuhle oder Wolfswarte. In den Wolfskuhlen – den Fallgruben – wurde das Luder ausgelegt. Das Luder bezeichnet in der Jägersprache ein totes Tier, das zum Anlocken von Raubtieren verwendet wird. Die Wölfe fielen dann in die Wolfsgruben und wurden erschlagen. In mondhellen Nächten legten die Jäger das Luder auf freie Plätze und erlegten die Wölfe dann aus ihrem Hinterhalt, der Wolfswarte. Zu jener Zeit gab es Kopfprämien für jeden erlegten Wolf. Ähnlich verfuhr man auch mit Bären und Luchsen. Schließlich wurden die großen Raubtiere im Harz ausgerottet. 1798 wurde am Brocken der letzte Wolf erlegt und der letzte Luchs fiel Jägern im Jahr 1818 im Lautenthaler Revier zum Opfer. Um den letzten Bären war es bereits 1705 geschehen.
Heute ist der Wolf – genau wie Luchs und Bär – streng geschützt und mittlerweile dabei, in Mitteleuropa wieder heimisch zu werden. Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gibt es erste Wolfsrudel. So ist es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis man auf der Wolfswarte auch wieder einmal Wolfsgeheul hören kann. Sicher ruft die Rückkehr des Wolfes auch gemischte Gefühle hervor. Zu groß sind alte, tief verwurzelte Ängste, und moderne Erkenntnisse über das Leben und Verhalten können das schlechte Image des Wolfes nur mühsam aufbrechen. Dem Menschen wird der scheue Jäger kaum jemals gefährlich. In den vergangenen 50 Jahren wurden in Europa neun Todesfälle durch Wolfsattacken dokumentiert. Dagegen kommen allein in Deutschland jedes Jahr etwa 20 Menschen durch Insektenstiche ums Leben. Auch Tierhalter müssen sich heutzutage keine Sorgen machen, da mögliche Verluste bei Weidetieren wie Schafen oder Ziegen von den Behörden ersetzt werden.
↓ 1 Min. zu Fuß (62 m) do następnej stacji
- 2Wolfswarte
Die Wolfswarte gehört zum Bruchbergmassiv und besteht aus Quarzitgestein. An ihrem höchsten Punkt misst sie 918 m und bietet einen herrlichen Ausblick
auf große Teile des Westharzes und auf das nördliche Harzvorland.↓ 49 Min. zu Fuß (3,5 km) do następnej stacji
- 3Denkmal für die Wasserknechte
Über viele Jahrhunderte – bevor man Pumpen und andere Wasserhebevorrichtungen einsetzen konnte – waren die Wasserknechte dafür zuständig, das immer wieder einlaufende Grundwasser aus den Gruben und Schächten hinauf zu transportieren.Ihr wichtigstes Werkzeug waren die Wassereimer aus Eichenholz. Mit einem großen Regal voller Wassereimer wird an dieser Stelle den Wasserknechten ein kleines Denkmal gesetzt.
Mit Hilfe eines am Regal angeketteten Eimers können die Wanderer selbst ausprobieren, wie hart die Arbeit der Wasserknechte war.
↓ 9 Min. zu Fuß (632 m) do następnej stacji
- 4Dammgraben
Der Dammgraben ist der längste künstlich angelegte Graben im Oberharz und galt einst als eine der wichtigsten Lebensadern des Oberharzer Bergbaus. Der in mühsamer Handarbeit gefertigte Graben leitete Wasser aus dem regenreichen Hochharz den Bergwerken der Clausthaler Hochfläche zu. Das Bauwerk wurde ab 1732 angelegt und bis 1827 immer weiter in Richtung Osten verlängert. Seine ursprüngliche Gesamtlänge betrug etwa 25 km.
Die Geschichte des Dammgrabens hängt zunächst eng mit der Geschichte des Sperberhaier Dammes zusammen. Erst mit dessen Fertigstellung 1734 konnten ergiebigere Gewässer östlich von Clausthal erschlossen werden. In mittleren Niederschlagsjahren konnte der Dammgraben bis zu 13 Mio. Kubikmeter Wasser pro Jahr über den Sperberhaier Damm auf die Clausthaler Hochebene leiten. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Oberharzer Wasserwirtschaft ab. Man versuchte nun, das Energieproblem im Bergbau durch den Bau von tieferen Wasserlösungsstollen zu beherrschen. Mit Erfindung der Dampfmaschine wurden neben der Wasserkraft auch andere Energieformen zunehmend eingesetzt. Nach Stilllegung des Bergbaus diente der Dammgraben noch bis etwa 1978 der Stromerzeugung. Bis zum Jahr 2000 diente der Dammgraben auch der Trinkwasserversorgung der Bergstadt Altenau. Diese Nutzung wurde eingestellt, da die Wasserversorgung insbesondere in strengen Wintern sehr unsicher war und die Qualität des Wassers sehr schnell wechseln konnte.
Der Dammgraben ist Teil des Kulturdenkmals Oberharzer Wasserwirtschaft. Wegen seiner überragenden Bedeutung wurde das weltweit größte und bis heute erhaltene Energiegewinnungs-, Energiespeicherungs- und Energieverteilungssystem der vorindustriellen Zeit unter dem Namen ""Oberharzer Wasserwirtschaft"" im August 2010 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.↓ 26 Min. zu Fuß (1,9 km) do następnej stacji
- 5Förster-Ludewig-Platz
Der Förster-Ludewig-Platz befindet sich auf 626 m Höhe am Dammgraben. Es gibt hier eine Schutzhütte, einen Stempel der "Harzer Wandernadel", eine Holzbrücke und einen Gedenkstein für die gefallenen Harzer Waldarbeiter.
↓ 1 Min. zu Fuß (44 m) do następnej stacji
- 6Denkmal
↓ 45 Min. zu Fuß (3,2 km) do następnej stacji
- 7Altenauer Herzweg Sonderstempel 4 - Atmung und Heilklimaliege
Dein Herz und Deine Lunge sind aufeinander angewiesen. Funktioniert das eine Organ nicht, kann das andere nicht vernünftig weitermachen und andersherum. Es ist also höchste Zeit Deinem Herzen einen Gefallen zu tun, indem Du lernst, „gesünder“ zu atmen. So kannst Du übermäßigen Stress abbauen und das Blut optimal mit Sauerstoff versorgen.
Bei der „4711-Kölnisch-Wasser Übung“, bei der Yogaübung „Bienensummen“ und beim „Fühlatmen“ lernst Du durch gezielte Atemübungen Dich richtig zu entspannen. Nutze hierfür die bequeme Heilklimaliege, genieße die Weite der Bergwiese und folge den Anweisungen auf den Infotafeln.
↓ 45 Min. zu Fuß (3,2 km) do następnej stacji
- 8133 Förster-Ludwig-Platz
Der Förster-Ludewig-Platz ist ein sehr schöner Rastplatz und befindet sich am Dammgraben zwischen Altenau und dem Torfhaus.
Der Rastplatz wurde sehr ansprechend mit einer Sitzgruppe und der Schachtkopf-Hütte gestaltet. Über ein Absetzbecken des Dammgrabens, welches das vom Nabentaler Wasserfall kommende wilde Wasser von seiner Sedimentflut befreit, gelangt man über einen Steg zu einem weiteren kleinen Rastplatz.
Dort wurde vom Oberförster Pittau ein Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Waldarbeiter und den Förster Meyer aufgestellt. Der Stempelkasten befindet sich ebenfalls auf dieser kleinen Halbinsel, welche einlädt um einen Moment dem gurgelnden Wasser zu lauschen und zu Besinnung zu kommen.
Spacer na własną rękę — idź kolejno od punktu do punktu, każdy z linkiem do lokalizacji na mapie.
Basisdaten: Tourist-Informationen Oberharz, Niedersachsen Hub (licencja CC BY)
