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RI5 - Drei-Burgen-Route

13,7 km · ca. 249 Min.

Rinteln, Stadt

Der bereits zum vierten Mal in Folge (erstmals Frühjahr 2016) zertifizierte kurze Qualitätswanderweg in der Kategorie "traumtour" führt Sie zu drei Burgen im Wesergebirge, die sowohl von ihrer Geschichte als auch von ihrem Aussehen her recht unterschiedlich sind: Die höchstgelegene Burg, die Paschenburg, ist eigentlich gar keine richtige Burg, sondern ein ehemaliges Forsthaus. Mittlerweile ist es ein Restaurant. Von hier hat man eine großartige über die Seenplatte der vielen Kiesseen zwischen Kleinenwieden und Großenwieden, bis zum Rumbecker Berg und über das Wesertal. Die anderen beiden Burgen sind "richtig" mittelalterliche Burgen, jedoch steht nur noch die Schaumburg auf dem Nesselberg fast vollständig. Die Osterburg am Südwesthang des Oberbergs dagegen ist gezeichnet von Zerstörung und Verfall. Hier erninnert nur noch eine Tafel und die unterschiedlichen Höhenzüge in der Landschaft an den Standort einer Burg. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Burg Schaumburg dem Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe, der sie 1907 von Kaiser Wilhelm II. geschenkt bekam. Der 30m hohe Torturm lässt sich besteigen. Das Hotel-Restaurant Schaumburger Ritter vor der Schaumburg lädt zu Kaffee und Kuchen . Die Rundwanderung führt von dem Pass, an dem die Osterburg lag, über den Kamm des Oberberges zur Paschenburg und dann unterhalb des Steilabhangs in die Gegenrichtung zurück. Dabei kommen Sie auch an den als Naturdenkmal geschützten Springsteinen vorbei, sowie am sagenumwogenen "Mäumkeloch". Der Weg weist eine sehr abwechslungsreiche und interessante Flora auf. Verlauf: Burg Schaumburg - Deckbergen - Osterburg - Springsteine - Kamm des Wesergebirges - Paschenburg - Rohdental - Burg Schaumburg

Punkty (13)

  1. 1Parkplatz Paschenburg

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    ↓ 33 Min. zu Fuß (2,4 km) do następnej stacji

  2. 2Hexenteiche Schaumburg

    Zwischen 1550 und 1680 wurden rund 400 Personen in der Grafschaft Schaumburg wegen angeblicher Hexerei hingerichtet. Die Hexereiprozesse, denen nicht nur Frauen, sondern auch Männer zum Opfer fielen, wurden auf den Dörfern von den herrschaftlichen Amtsgerichten geführt.  In Schaumburg ließen manche Richter auf Bitten der Verdächtigten zur „Wahrheitsfindung“ die sogenannte Wasserprobe durchführen, weil nach überlieferter Glaubensvorstellung das Wasser das Böse abstoße, Hexen also schwimmen und Unschuldige dagegen versinken müssten. Bei der Wasserprobe wurden die „Inquisiten“ an einer Halteleine befestigt und unter den Augen der Gerichtsherren und zahlreicher Schaulustiger ins Wasser gelassen, wobei sie stets das von den Richtern gewünschte Ergebnis erbrachten. In den Protokollen heißt es jeweils zynisch: „schwimmt wie eine Gans“. Die Beschuldigten resignierten daraufhin zumeist und lieferten das zu Hinrichtung erforderliche „Geständnis“.

    Die beiden Hexenteiche östlich der Schaumburg sind historisch überliefert und mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich Schauplatz dieser Schreckenstheater gewesen. Sie liegen etwas versteckt im Wald rund 50 Meter unterhalb des Weges.

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    ↓ 20 Min. zu Fuß (1,2 km) do następnej stacji

  3. 3Hudewald und Hohlwegbündel Schaumburg

    Das östlich der Wiese gelegene Hudewaldstück ist ein Zeugnis früherer Waldnutzung vor der planmäßigen Forstwirtschaft der letzten 200 Jahre. Damals wurde der Wald auch als Viehweide genutzt. Durch den starken Verbiss konnten sich vielfach nur große Bäume in meist lockerer Gruppierung behaupten. Die mächtigen, auffallend breitkronigen Bäume sind Relikte dieser Nutzung.

    Auf der nördlich der Domänenzufahrt gelegenen Weide ist ein sogenanntes Hohlwegbündel zu sehen. Es besteht aus ehemaligen, durch Regen ausgewaschenen Saumpfaden, die vor Jahrhunderten hangaufwärts zur Burg führten. Bündel paralleler Hohlwege finden sich an stark genutzten Verkehrswegen und entstanden durch das seitliche Ausweichen aus den schlammig gewordenen Pfaden.

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    ↓ 52 Min. zu Fuß (3,5 km) do następnej stacji

  4. 4Springsteine

    Die Springsteine sind sekundäre Felsgebilde aus Verwitterungsschutt der höher gelegenen Kalksteinklippen, der hier durch Feinmaterial wieder verkittet wurde. Die Springsteine, die schon auf Karten des 18. Jahrhunderts Erwähnung finden, sind ein Naturdenkmal, das unter besonderem Schutz steht und nicht verändert werden darf.

    Vom Wanderparkplatz Springsteine aus führen die regionalen Wanderwege nach Schaumburg und Rohden oder Westendorf und Steinbergen.

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    ↓ 9 Min. zu Fuß (644 m) do następnej stacji

  5. 5Springsteine

    Naturdenkmal Springsteine

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    ↓ 41 Min. zu Fuß (2,8 km) do następnej stacji

  6. 6Domäne Coverden

    Die Domäne Coverden war seit ihrer Ersterwähnung 1380 eine Eigenwirtschaft der jeweiligen Landesherrschaft. Von hier aus ließen zunächst die Schaumburger Grafen das seit dem Mittelalter unmittelbar zur Burg gehörige Land bebauen. Sie sicherten sich damit Erträge, die von den Abgaben der Bauern unabhängig waren, auf einem Gut, dessen Größe von rund 300 ha auch effizentere Bearbeitungsmethoden zuließ.

    Das steinerne Gebäude links neben dem Tor wurde als Kornbrennerei gebaut, ein Erwerbszweig, mit dem um 1850 viel Geld verdient werden konnte.

    Auszug aus dem Heimatbuch Schaumburg v. Heinrich Kipp
    Im Kirchenbuch Deckbergen wurde im Jahr 1586 erstmalig der "Hof zu Coferden" beurkundet. Dr. Albrecht bedeutet der Name Coverden "Kuhfährte".

    1736 umfasste die Fläche der Domäne Coverden 1200 Morgen, von der heute noch Teilflächen in den Gemarkungen Welsede und Großenwieden liegen. Zur Domäne gehörte das Vorwerk Ölbergen in der Gemarkung Pollhagen, dass 1876 veräußert wurde.

    01.10.1910 brannte das Wohnhaus auf der Coverdschen Weide nieder.

    17.05.1913 ging ein starkes Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen über der Schaumburg nieder, durch das die Ernte im gesamten Umfang vernichtet wurde. Erhebliche Bodenabschwemmungen fanden statt.

    01.10.1924 vernichtet ein Brand die Scheune und den Schweinestall im östlichen Hofbereich.

    27.12.1965 brannte der Kuhstall mit Melkermeisterwohnung und Kornspeicher ab.

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    ↓ 22 Min. zu Fuß (1,4 km) do następnej stacji

  7. 7Palas (Burg Schaumburg)

    An der Südseite zum Wesertal hin erhebt sich der Renaissancebau des Palas, auch „Schloss“ genannt. Er diente im 16. Jahrhundert als Witwensitz bzw. als Jagdhaus und zeichnet sich durch seine besonders sorgfältige Fassadengliederung aus der Zeit um 1590 aus. Die Gesimse zeigen typische Zahnschnittfriese, der Giebel selbst wird durch kleine Kugelaufsätze belebt. Aufwändig mit sogenanntem Beschlagwerk verziert sind die hofseitigen Portale.
    Der Kaminsturz in der alten Gaststube stammt nicht aus der Schaumburg, sondern wurde um 1909 vom Schloss Sachsenhagen hierher versetzt. Die Erweiterung der Gaststättenräume erfolgte 1965. Seit der Schließung der Gaststätte 2018, dient das Gebäude ausschließlich Wohnzwecken.

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    ↓ 3 Min. zu Fuß (207 m) do następnej stacji

  8. 8Torhaus (Burg Schaumburg)

    Der Besucher betritt die Burg durch das Torhaus der Vorburg. Über seinem gotischen Untergeschoss befand sich seit dem frühen 17. Jahrhundert die Wohnung des Amtmanns. Die heutige, sogenannte „welsche Haube“ des Torturmes wie auch der Fachwerkanbau sind Hinzufügungen der Renovierung von 1908. Das mit Fächerrosetten gestaltete Fachwerk stammt aus zwei damals in Osnabrück abgerissenen Bürgerhäusern.

    Die nach rechts abgehende Tür in der Turmhalle führt in ein Gefängnis, das um 1800 eingebaut wurde. Hier gab es zwei von einem Vorraum aus beheizbare Zellen.

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    ↓ 24 Min. zu Fuß (1,7 km) do następnej stacji

  9. 9Kriegsgräberstätte an der Paschenburg

    In den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges wurde das Schaumburger Land zum Schauplatz einer makabren „Abwehrschlacht“. Eingekesselt durch eine hoffnungslose Übermacht amerikanischer Truppen leisteten am Wesergebirgskamm noch verschiedene versprengte Wehrmachtseinheiten verzweifelten Widerstand. Im Zusammenhang mit den tagelangen Gefechten starben hunderte junger amerikanischer und deutscher Soldaten einen sinnlosen Tod.  Zahlreiche Häuser gingen zwischen dem 5. und 12. April 1945 im Wesertal zwischen Rinteln und Hessisch Oldendorf in Flammen auf, dutzende Zivilisten kamen durch Granateinschläge ums Leben. Auf dem Kamm der Möncheberges kämpften am 11. April junge Offiziersanwärter aus Braunschweig, von denen acht ihr Leben verloren. Das 1982 auf diesen Gräbern eingerichtete Mahnmal ist die zentrale Gedenkstätte für den Landkreis Schaumburg.

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    ↓ 46 Min. zu Fuß (3,1 km) do następnej stacji

  10. 10ehem. Ruine Osterburg

    Erhalten sind lediglich noch Burghügel und Graben.

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    ↓ 43 Min. zu Fuß (3,1 km) do następnej stacji

  11. 11Wasserstation

    Paschenburg 1, 31737 Rinteln

    Kilometerstand: 86,5

    Godziny otwarcia: 06:25 Uhr - 13:00 Uhr

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    ↓ 44 Min. zu Fuß (3,1 km) do następnej stacji

  12. 12Osterburg

    Die Ruine der Osterburg ist Teil des Qualitätswanderwegs "RI5 - Drei-Burgen-Route". Sie liegt auf dem einem beherrschenden Südwestvorsprung der Osterburger Egge und sperrte einst den Deckberger Pass. Sie ist aufgeteilt in eine Haupt- und eine nördlich vorgelagerte Vorburg, die jeweils durch einen massigen Hauptturm dominiert wurden. Unter den Wällen verbergen sich stellenweise noch erkennbare Mauerreste.
    Über die Osterburg ist nur wenig bekannt. Manches deutet darauf hin, dass sie im Frühmittelalter militärischer, gerichtlicher und organisatorischer Mittelpunkt des Osterburggaus war. Ein Gau (althochdeutsch „gouwe“ = Landschaft) war ein selbstverwalteter Siedlungs- und Herrschaftsbezirk der Germanen. Nach der fränkischen Eroberung im 8. Jahrhundert wichen die Gaue einer Einteilung in hierarchisch geführte Grafschaften. Als Gerichtsbezirke („Gogerichte“) blieben Reste der Gauverfassung bis ins Hochmittelalter erhalten. Das Gebiet des Osterburggaus umfasste das Wesertal von Hessisch Oldendorf im Osten bis nach Hausberge im Westen. Nach Süden erstreckte es sich bis weit in das Extertal.
    Die erhaltenen Reste der Osterburg sind jüngeren Datums. Sie entstammen dem 11. bis 13. Jahrhundert und weisen damit in die Zeit der mittelalterlichen Territorialbildung. Die Zerstörung der Burg dürfte wie die der Burg Hohenrode mit der Machtausweitung der Schaumburger Grafen in Verbindung stehen.

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    ↓ 39 Min. zu Fuß (2,7 km) do następnej stacji

  13. 13Schaumburger Ritter

    Das Hotel Restaurant „Schaumburger Ritter“ ist in seinen Urrsprung wohl das älteste noch bestehende Gasthaus im Schaumburger Land. Als „alter Krug zur Schaumburg“ wurde es bereits im 15. Jahrhundert erwähnt und diente damals als Gäste- und Einkehrhaus für die Dienstleute der der Schaumburg. Um 1700 wurde der Krug von der Landesherrschaft an die Gastwirtin Katharina Stille verpachtet und 1849 an den Tischler Friedrich Wilhelm Scheffler aus Großenwieden verkauft, in dessen Familie es bis 1995 verblieb. Seit 2006 bewirtschaften Doreen und Stephan Kehlenbeck das Hotel. Sie bauten es 2012 zu einem modernen Tagungshotel aus.

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Basisdaten: Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland, Niedersachsen Hub (licencja CC BY-SA)

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