Stadtrundgang 3-9
Eine spannende Schnitzeljagt führt euch durch Rinteln. Über den Marktplatz durch die Giebelgasse zum Museum und Prinzenhof, weiter zum Blumenwall und zurück zum Nachtwächter. Passt gut auf! Könnt ihr alle Fragen beantworten?
Punkty (8)
- 1Elektrotankstelle Stadtwerke Rinteln
Es stehen 2 Steckdosen (Schuko/Typ 2 22 kW) zum Laden von E-Autos zur Verfügung.
↓ 7 Min. zu Fuß (500 m) do następnej stacji
- 2Die Eulenburg - Universitäts- und Stadtmuseum Rinteln
Hexenglauben, Wissenschaft und Stadtgeschichte sind die vorherrschenden Themen in der Eulenburg. So erfahren Sie alles über Aufstieg und Niedergang der einstigen Universität.
Nach einer Neukonzeption unter Mitwirkung einer Ausstellungsagentur präsentiert sich das 1908 gegründete Museum in modernem Gewand.
Es zeigen sich auf rund 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche die fünf thematischen Schwerpunkte Hexenverfolgung im Wesergebiet, Ur- und Frühgeschichte des Kreises Schaumburg, die Geschichte von Stadt und Festung Rinteln, die Geschichte der Schaumburgischen Universität von 1621-1810 und der Landschaftsraum Weser.
Neben wechselnden Sonderausstellungen finden Sie im umfangreichen Museumsprogramm Vortragsreihen, Musikveranstaltungen, thematische Führungen und museumspädagogische Angebote.↓ 3 Min. zu Fuß (240 m) do następnej stacji
- 3Jakobi-Kirche Rinteln
Die schlichte Bauweise dieses Ordens mit dem typischen Dachreitertum prägt bis heute das Erscheinungsbild der Kirche. In Folge der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Im Jahr 1621 nahmen die Gebäude die vom Grafen Ernst von Schaumburg gegründete Rintelner Universität auf. Diese beendete 1810 während der französischen Besetzung ihren Lehrbetrieb. Die Klostergebäude wurden 1876 abgerissen.
Seit 1656 ist die evangelisch-reformierte Gemeinde daher in der Jakobi-Kirche zu Hause. Eine grundlegende Renovierung der alten Kirche erfolgte 1971, die im Jahr 1995 auch eine neue Orgel erhielt. Kanzel, Abendmahltisch und Taufstein weisen auf die Grundelemente des reformierten Gottesdienstes hin.
↓ 5 Min. zu Fuß (361 m) do następnej stacji
- 4Münchhausenhof Rinteln mit Archivhaus und Scheune
Im Eingangsbereich des Münchhausenhofs sieht man ein Gartenhaus der Familie von Münchhausen. Es stammt aus der aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Das zu dem Besitz gehörige, eigentliche Herrenhaus liegt weit hinten auf dem Grundstück und ist baulich stark verändert. Interessanter ist daher das kleine, sogenannte Lusthaus. Es diente den Mitgliedern der Familie zu Erholung und bot zugleich die Möglichkeit in diskreter Form das Treiben auf der Straße zu beobachten. Heute gilt das „Archivhäuschen“ als kleinstes eigenständiges Bauwerk im Stil der Weserrenaissance. Es diente später der Aufbewahrung von Urkunden und Akten.
Die Erbauer des Häuschens wie des gesamten Adelshofes, zu dem auch die große ehemalige Scheune rechts von der Einfahrt gehörte, waren Hilmar von Münchhausen und seine Gemahlin Lucia von Reden. Ihre Wappen und Porträtmedaillons finden sie an der Straßenseite des Häuschens.
Hilmar von Münchhausen entstammte einem der führenden Adelsgeschlechter des Weserberglandes und erlangte Berühmtheit als einer der bedeutendsten deutschen Söldnerführer seiner Zeit. Schon als 17-jähriger trat er in den Kriegsdienst ein und stieg wegen seiner Tapferkeit und Rücksichtslosigkeit schnell in den Rang eines Feldhauptmanns und schließlich Obristen auf.Bald baute er eine eigene durch ihn persönlich besoldete Reitertruppe auf und stellte sich als Kriegsunternehmer mal für und mal gegen die Kaiserliche Macht zur Verfügung. Mehr als 3000 schwerbewaffnete Reiter standen zeitweise in seinen Diensten und brachten erhebliche Einnahmen. Raub und Plünderungen vermehrten sein Vermögen zusätzlich. Innerhalb weniger Jahre erwarb er große Besitzungen und ließ den Adelshof in Rinteln sowie stattliche Schlösser im brandenburgischen Leitzkau sowie in Schwöbber bei Aerzen errichten. Gut drei Jahrzehnte widmete er sich dem Kriegsgeschäft, das ihn nach Süddeutschland, Dänemark und Frankreich führte, dann setzte er sich zur Ruhe und widmete sich seinen Besitzungen. Doch auch in dieser Zeit war er noch als Diplomat in den Diensten Kaiser Ferdinands und König Philipps des II. von Spanien gefragt.
↓ 5 Min. zu Fuß (392 m) do następnej stacji
- 5Jakobi-Kirche
Die Jakobi-Kirche war im Mittelalter eine Klosterkirche des Benediktinerinnenordens. Südlich angrenzend, also links von ihnen aus gesehen, befanden sich früher, um einen quadratischen Innenhof herum, der Kreuzgang und die Wohngebäude der Nonnen.
Geweiht war das Kloster dem Heiligen Jakobus, dem Schutzpatron der Pilger und Reisenden. Vieles spricht dafür, dass dem Kloster damit eine besondere Bedeutung als Station auf dem Pilgerweg aus dem Norden und Osten Deutschlands nach Köln und weiter nach Santiago de Compostela zugedacht war. Immerhin verfügte Rinteln zur Stadtgründungszeit über die einzige Weserbrücke unterhalb von Höxter.Die Rintelner Nonnen gehörten zwar dem Benediktinerinnenorden an, befolgten jedoch weitestgehend die strengeren Regeln der Zisterzienserinnen. In diesem Sinne gestalteten sie auch das schlichte Äußere ihrer Kirche, die statt eines Turmes mit einem kleinen Dachreiter auskommt. Vollendet wurde sie um 1300.
Mit der Reformation in Schaumburg im Jahr 1560, kam auch das Ende des Klosterlebens in Rinteln und die Gebäude waren lange ohne angemessene Nutzung. Dies änderte sich 1621, als die neueröffnete Universität Rinteln in die früheren Klostergebäude einzog. Das Gotteshaus diente nun als Universitätskirche.
Nach dem dreißigjährigen Krieg, als Rinteln zur Landgrafschaft Hessen-Kassel kam, zogen viele hessische Offiziere und Beamte in die Stadt. Sie waren, wie fast die gesamte Bevölkerung im hessischen Kerngebiet evangelisch-reformiert und erhielten nun diese Kirche zugewiesen. Seit dieser Zeit, genauer, seit 1659, ist die Jakobi-Kirche eine evangelisch-reformierte Pfarrkirche.Als die vormaligen Kloster- beziehungsweise Universitätsgebäude 1875 abgerissen wurden und dem heutigen Schulgebäude weichen mussten, blieb die Kirche als einziges Gebäude bestehen.
↓ 9 Min. zu Fuß (648 m) do następnej stacji
- 6Weserbrücke
Seit Anbeginn war der Weserübergang für Rinteln von zentraler Bedeutung, und schon vor der eigentlichen Stadtgründung wird an dieser Stelle im Jahr 1223 eine von den Schaumburger Grafen erbaute Brücke erwähnt. Sie war, nach Höxter, die zweite an der Weser überhaupt. Diese Brücke vermittelte unter anderem den damals rasch anwachsenden Landtransport zwischen dem Ostseeraum und dem Rheinland. Bald aber bekam der Rintelner Weserübergang starke Konkurrenz durch weitere Brücken in Minden und Hameln, sodass Rintelns anfängliche Bedeutung nachließ.
Bis in das 17. Jahrhundert gab es in Rinteln eine hölzerne Brücke, über die auch die wichtige Postroute von Bremen nach Kassel und Frankfurt führte. Dann wurde das hölzerne Bauwerk mehrmals durch Krieg oder durch den Druck von Eisschollen zerstört. Eine stabile steinerne Brücke war jedoch zu teuer. Mann behalf sich daher bis in das 19. Jahrhundert mit einer auf Pontons schwimmenden Schiffbrücke, die im Winter eingezogen wurde. Dann mussten von November bis März Fährboote genügen.1821 geschah dabei ein schweres Unglück. Das Fährboot kenterte und 12 Menschen ertranken. Trotz inständiger Bitten bei der hessischen Landesherrschaft mussten die Rintelner noch ein Vierteljahrhundert warten, bis aus Kassel Geld für einen modernen steinernen Brückenbau kam. Zu diesem 1847 fertiggestellten Bauwerk gehören die heute noch vorhandenen beiden Auflager der Brücke mit ihren vier Sandsteinobelisken.
1927 erhielt die Brücke ihren heutigen eisernen Bogen. Hintergrund war der Bau einer elektrischen Eisenbahnlinie vom Bahnhof in der Nordstadt durch die Altstadt und weiter in das 20 Kilometer südlich gelegene Barntrup. Die Gleise dieser sogenannten Extertalbahn wurden auf der Straßenfahrbahn geführt, benötigten aber eine stabilere Brückenkonstruktion.Im April 1945, vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, wurde sie gesprengt, aber schon 1946 als erste Straßenbrücke über die Weser wiederhergestellt.
↓ 1 Min. zu Fuß (103 m) do następnej stacji
- 7Weserbrücke Rinteln
Die moderne und besonders tragfähige Eisenkonstruktion überspannt die Weser ohne im Wasser stehende Brückenpfeiler mit 85 Metern lichter Weite.
Über die seit 1927 dem Verkehr übergebene Bogenbrücke rollte bis in die 60er Jahre unter anderem auch der Eisenbahnverkehr der Extertalbahn mitten durch die Stadt. Im April 1945, vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, wurde sie gesprengt, aber schon 1946 als erste Straßenbrücke über die Weser wiederhergestellt. Die spätklassizistischen Sandsteinobelisken stammen von einem Vorgängerbau aus dem Jahr 1847.
Seit dem 30. November 2012 erstrahlt die Weserbrücke durch einen blauen Lichterbogen. Dieses "Blaue Band" unterstreicht noch einmal optisch die Verbindung von Nord- und Südstadt und ist somit eine lichttechnische Attraktion.↓ 13 Min. zu Fuß (903 m) do następnej stacji
- 8Burghof
Diesen stattlichen Burgmannshof aus dem frühen 17. Jahrhundert ließ der schaumburgische Adlige Hermann von Zerssen errichten. Es handelte sich ursprünglich um eine vierseitige Hofanlage, von der heute noch drei Seiten erhalten sind. Seit 1914 befindet sich hier die Burghofklinik, eine Heilanstalt für psychosomatische Erkrankungen. Mit der gebotenen Zurückhaltung ist es erlaubt, durch die Einfahrt in den Innenhof zu treten.
Im Innenhof beeindruckt eine 1901 errichtete zweistöckige, sehr aufwändig verglaste Veranda. Sie ist in Anlehnung an die Formen der Weserrenaissance gestaltet. Oben, in einem golden Medaillon, ist der Erbauer Hilmar von Münchhausen zu sehen. Münchhausen, der den Burghof 1889 erwarb, stammte aus dem Königreich Hannover, daher auch die Abbildung des Welfenrosses, das heute das Wappen Niedersachsens ist.
Spacer na własną rękę — idź kolejno od punktu do punktu, każdy z linkiem do lokalizacji na mapie.
Basisdaten: Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland, Niedersachsen Hub (licencja CC BY-SA)
Zgłoś błędne dane