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Auf den Spuren des Salzes in Salzgitter-Bad

1,9 km · ca. 25 Min.

Salzgitter

Wussten Sie schon, dass Salzgitter-Bad ein staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb ist? Auf diesem Rundgang erfahren Sie dazu viele interessante Fakten.

Зупинки (33)

  1. 1Informationsstele Stadtgeschichte am Marktplatz Salzgitter-Bad

    Wussten Sie schon, dass Salzgitter-Bad ein staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb ist? Auf diesem Rundgang erfahren Sie dazu viele interessante Fakten. Bei der Tourist-Information können Sie für Kinder dazu auch einen Fragebogen als "Salz-Quiz" abholen, um gezielt auf die wichtigsten Punkte zu achten.

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  2. 2Der Bergmann

    Die Lore wurde 1977 aufgestellt. Den Bergmann in Bronze schuf der Hannoversche Bildhauer Lars von Berg. Die Statue wurde aus Spenden finanziert und 1999 der Bürgerschaft übergeben. Bereits seit rund 2000 Jahren wurden im Gebiet zwischen dem nördlichen Harzrand und Peine Eisen verhüttet, wie zahlreiche Funde von Schlacken, Verhüttungsstellen und der bei Salzgitter-Lobmachtersen gefundene Rennofen belegen. Ab 1837 wurden alle bekannten Eisenerzausbisse am Salzgitter-Höhenzug untersucht, und das Salzgittererz wurde in der Folgezeit für die Hütten am Harz und im Harzvorland interessant. Die Berichte des Salineninspektors Albert Schloenbach über die Erzvorkommen "Finkenkuhle" und die spätere "Hannoversche Treue" machten Emil Langen auf die salzgitterschen Erzfelder aufmerksam und führten schließlich zur Gründung des Eisenwerks am Gitteror, das von 1868 bis 1874 betrieben wurde. Bis in die 1930er Jahre wurde das arme Salzgittererz als Verhüttungszugabe verarbeitet, hatte jedoch durch den Verlust Lothringens und der Minetteerze nach dem Ersten Weltkrieg an Bedeutung gewonnen. Die Entwicklung eines neuartigen sauren Schmelzverfahrens durch Paschke und Peetz schuf jedoch erst die technischen Voraussetzungen für die wirtschaftliche Verhüttung der Salzgittererze. Probebohrungen bestätigten die Mächtigkeit des Erzlagers, und die Autarkiebestrebungen des Nationalsozialismus führten im Rahmen des "Vierjahresplanes", mit dessen Durchführung Hermann Göring beauftragt war, zur Gründung der nach ihm benannten "Reichswerke",  die 1937 die Erzgruben und -felder übernahmen. Um innerhalb kürzester Zeit den Förderbetrieb aufnehmen zu können, wurde der Aufbau der Bergwerke in einem außerordentlich hohen Tempo vorangetrieben; 1943 förderten die Gruben im Salzgittergebiet mehr als viereinhalb Mio. Tonnen Erz. Bei Kriegsende lagen nicht nur alle Gruben still, sie waren größtenteils auch "ersoffen", der Neuaufbau schwer. Im November 1945 nahm der Tagebau Haverlahwiese die Förderung wieder auf, es folgten der Tiefbau Haverlahwiese, die Hannoversche Treue, Finkenkuhle, Im Wortlah und Gitter. Einer Blütezeit folgte an 1961 die Kriese des deutschen Eisenbergbaus, ausgelöst durch der Rezession der deutschen Stahlindustrie und die Konkurrenz ausländischer Erze. Die Fördermengen - im Jahr 1960 wurden im Salzgittergebiet 18,8 Tonnen gefördert - wurden eingeschränkt, der Tagebau Haverlahwiese schon 1961 vorläufig stillgelegt. Bis auf Schacht Konrad im Norden Salzgitters wurden alle Gruben im Salzgittergebiet geschlossen, zuletzt die Schachtanlage Haverlahwiese im Jahre 1982. Mit Ausnahme der Grube Finkenkuhle wurde kein Eisenerzbergwerk wegen Lagerstättenerschöpfung aufgegeben, es stehen noch erhebliche Erzreserven an. An eine Wiederaufnahme der Förderung ist jedoch nicht zu denken, die Grubenbaue sind mit Wasser gefüllt, die Nutzungsbeschränkungen der Tagesoberfläche seither gelockert.

    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  3. 3Brunnenanlage am Marktplatz Salzgitter-Bad

    Die kreisrunden Scheiben lassen aus der Mittelachse Wasser emporquellen und versinnbildlichen so zwei für die Geschichte Salzgitters wichtige Elemente: das heilende Wasser, das schon vor 100 Jahren mit seinem starken Solegehalt Kranken Linderung brachte, und das Erz, dem die heutige Großstadt Salzgitter ihre Gründung verdankt. (Der Erzförderwagen auf dem Marktplatz erinnert gleichfalls an die vergangene, große Bedeutung dieses Industriezweiges.)

    Prof. Erich Reusch, Bildhauer und Architekt, wurde am 26. Juni 1925 in Wittenberg geboren. Er studierte an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. In Düsseldorf war er einige Zeit als Architekt tätig. Seit 1964 arbeitet Prof. Reusch als Bildhauer und galt als einer der deutschen Hauptvertreter der "Minimal Art". Bekannt ist sein Werk "Kunststoffröhren". Die Plastik ist 9,5 Meter lang und ist im Westfalenpark in Dortmund so montiert, dass sie sich im Wind dreht; und einem weiteren Raum Gestalt gibt.

    Quelle: "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad" aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  4. 4Tourist-Information Salzgitter, Nebenstelle

    Die Nebenstelle ist in der Zweigstelle der Stadtbibliothek untergebracht. Hier gibt es Prospektmaterial, Rad- und Wanderkarten, Souvenirartikel u.v.m. Direkt vor der Zufahrt zur Stadtbibliothek liegt an der Straße "Bohlweg" eine Elektroladesäule mit 2 Stellplätzen für E-Fahrzeuge. Neben der Tourist-Information dient die Stadtbibliothekszweigstelle auch als Galerie für heimische Künstler. Es gibt Buchvorstellungen und Lesungen, Kinderprogramm, Spielevormittag und noch viel mehr kulturelle Angebote. Halten Sie sich gerne über den eigenen Veranstaltungskalender (https://www.salzgitter.de/bildung/stabi/was-ist-los-in-der-stabi.php) auf dem Laufenden.

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  5. 5Die Bergmannsuhr (Glockenspiel am kleinen Rathaus)

    Das Kunstwerk ist eine Schenkung der Salzgitter AG. Die drei Glocken wurden in Melle, bei der Glockengießerei Korfhage und Sohn, gefertigt. Viermal am Tag (9, 12, 15 und 19 Uhr) erklingt die Melodie der Bergleute "Glück auf". Die Uhr und die Musik erinnern an die frühere Erzförderung in den südlichen Ortsteilen der Stadt Salzgitter. Das Glockenwerk wurde im Jahr 1996 durch die großzügige Spende der Familie Fricke auf sieben Glocken erweitert.

    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  6. 6kleines Rathaus Salzgitter-Bad (Zweigstelle der Stadtverwaltung)

    Mittwochs und samstags findet vormittags vor dem Rathaus ein Wochenmarkt statt. Ein an der Fassade angebrachtes Glockenspiel erinnert an die Tradition als Bergbaustadt mit dem Stück "Glück auf, der Steiger kommt" täglich um 9.00, 12.00, 15.00 und 18.00 Uhr. Direkt neben dem Rathaus liegt die Stadtteilbibliothek mit einer integrierten Zweigstelle der Tourist-Information.

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  7. 7Restaurant Ratskeller

    Vom Wintergarten und der Sonnenterrasse aus haben Sie einen atemberaubenden Blick auf den angrenzenden Rosengarten, der mit seinem Gradierpavillon das Herz des staatlich anerkannten Orts mit Solekurbetrieb ist. Entspannen Sie im Restaurant Ratskeller bei einem abwechslungsreichen Themenbüffet. In der kalten Jahreszeit werden in den historischen Gewölben auch Rittertafeln als Eventgastronomie angeboten. Einen Einblick in den gastronomischen Veranstaltungskalender erhalten Sie hier (http://www.ratskellersalzgitter.de/restaurant_gaststaette_salzgitter_essen_gehen_ratskeller.aspx).

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  8. 8Informationsstele ehemalige Saline im Rosengarten

    Wussten Sie schon, dass Salzgitter-Bad ein staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb ist? Auf diesem Rundgang erfahren Sie dazu viele interessante Fakten. Bei der Tourist-Information können Sie für Kinder dazu auch einen Fragebogen als "Salz-Quiz" abholen, um gezielt auf die wichtigsten Punkte zu achten.

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  9. 9Gradierpavillon im Rosengarten

    Der Salzgehalt der hindurchgeleiteten Sole wird durch die natürliche Verdunstung des Wassers erhöht. Das Funktionsprinzip ähnelt somit dem einer Saline. Die in Salzgitter aus 243 Meter Tiefe sprudelnde 25-prozentige Naturthermalsole, ist eine der stärksten in Mitteleuropa, die bereits 1125 urkundlich erwähnt wurde.

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  10. 10Die Lesende

    Nach vielen Verhandlungen und Gesprächen gelang es, den Bildhauer Fenrir Heimdall aus Bayern (Simmerberg/Lerchenmühle) zu beauftragen, die Plastik in Bronze zu fertigen. Diese sitzende Frau, umgeben von vielen Büchern, konnte ausschließlich von Spenden der Bürgerschaft finanziert werden. Der Bürgerverein Salzgitter-Bad stellte die Figur 1989 direkt hinter der Stadtteilbücherei auf. Fenrir Heimdall ist der Künstlername von Dr. Wolfgang Eichstaedt, der 1946 in Wilhelmshaven geboren wurde und bis 1986 als Nasen-Ohren-Arzt praktizierte. Ab 1987 arbeitete er als freischaffender Maler und Bildhauer, er erhielt ein Stipendium in der Villa Massimo in Rom und wurde 1991 Preisträger beim 13. Tokio-Video-Festival.

    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  11. 11Rosengarten in Salzgitter-Bad (Kurpark)

    Für die Errichtung des Rosengartens - eine besondere Bestimmung ihres letzten Willens - standen mehrere hunderttausen Mark zur Verfügung. Nach Plänen des Gartenbauarchitekten Dieter Strube aus Springe wurde der damalige Salinengarten neu gestaltet: Etwa tausend verschiedene Rosen blühen vom Frühjahr bis in den Spätherbst hinein. Beleuchtete Wege, Sitzgelegenheiten und mit Kletterrosen bepflanzte Pergolen locken Einheimische und Fremde an. Ein Kleinod mitten in der Altstadt von Salzgitter-Bad.

    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  12. 12Die Salzsieder

    Der Bürgerverein Salzgitter-Bad e.V. schrieb einen Wettbewerb aus und stellte die notwendigen Mittel - aus Spenden der Bevölkerung - für die Preise zur Verfügung. Die von einer unabhängigen Jury ausgesuchten vier Arbeiten von namhaften Künstlern wurden im Kleinen Rathaus acht Wochen lang ausgestellt und die Bürger aufgerufen zu entscheiden, welcher Entwurf den 1. Preis bekommen sollte. Die Entscheidung war eindeutig: Der Bildhauer Siegfried Zimmermann aus Hannover bekam den 1. Preis und den Auftrag. Die zwei sich unterhaltenden Figuren wurden 1984 im Rosengarten (damals noch Salinengarten) aufgestellt. Die lebensgroße Bronzeskulptur ist inzwischen ein beliebtes "Fotomodell" und wurde in vielen Zeitungen von nah und fern abgebildet.
    Siegfried Zimmermann wurde am 4. August 1927 in Halle/Saale geboren und lebte sein 1952 als freischaffender Bildhauer in Hannover. Er hatte einen Lehrauftrag an der Universität Hannover und war von 1982 bis 1986 Mitglied der Kunstkommission des Landes Niedersachsen. Er schuf Frei- und Kleinplastiken und arbeitete im Bereich der Architektur in verschiedenen Materialien. In Salzgitter findet man von ihm noch Altarkreuz, Altarleuchter und Taufe in der St.-Markus-Kirche in Lebenstedt.
    Für die evl.-luth. Kirche St. Mariae-Jakobi in Salzgitter-Bad hat Siegfried Zimmermann im Jahr 1967 ein Kreuz mit Korpus, ein Kanzelpult und Leuchter in Bronze gearbeitet.

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  13. 13Informationsstele Salzbrunnen im Rosengarten Salzgitter-Bad

    Wussten Sie schon, dass Salzgitter-Bad ein staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb ist? Auf diesem Rundgang erfahren Sie dazu viele interessante Fakten. Bei der Tourist-Information können Sie für Kinder dazu auch einen Fragebogen als "Salz-Quiz" abholen, um gezielt auf die wichtigsten Punkte zu achten.

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  14. 14Kleine Galerie im Tillyhaus in Salzgitter-Bad

    Jedes Jahr werden dort vier Einzelausstellungen von Mitgliedern der Salzgitter Gruppe und zwei Einzelausstellungen von Mitgliedern des Freien Kunststudios Spektrum gezeigt. Die "Kleine Galerie" im Tillyhaus erfreut sich großer Beliebtheit und wird von der Städtischen Kunstsammlung des Fachdienstes Kultur mitbetreut. Geöffnet zu Ausstellungszeiten jeweils donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr und sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr.

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  15. 15Informationsstele Solbad Salzgitter im Rosengarten Salzgitter-Bad

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  16. 16Traditionsinsel in der Altstadt von Salzgitter-Bad

    Das Kniestedter Gutshaus stammt aus dem Jahre 1533 und ist vermutlich das älteste in Salzgitter stehende Fachwerkhaus. Das Gebäude wurde 1975 am alten Standort Balken für Balken abgetragen und 1976 am Kurpark in Salzgitter-Bad neu aufgebaut. Das Umsetzen des Kniestedter Gutshauses (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31213175/2/-/) war der erste Schritt zur Bildung einer Traditionsinsel im Bereich Warnestraße und Marienplatz. Im Zusammenwirken mit dem sich anschließenden Tillyhaus (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31213151/2/-/) und dem reizvollen Fachwerkbestand am Marienplatz stellt das alte Kniestedter Gutshaus eine wertvolle Ergänzung dar. Heute beherbergt es die städtische Musikschule und das Biedermeierzimmer, welches als besonderes Trauzimmer vom Standesamt angeboten wird.

    Namensgeber für das Tillyhaus ist der Feldherr Tilly. Dieser hat während des 30-jährigen Krieges im Jahr 1626 nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge dort Quartier bezogen. Das Haus dient heutzutage vielen Vereinen als Stammsitz und beherbergt die Ausstellungsräume der "Kleinen Galerie".

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  17. 17Informationsstele Bad Salzgitter am Harz in Salzgitter-Bad

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  18. 18Seppchen Muthig

    Mitten in der Marktstraße - auf der Kreuzung Kuh- und Warnestraße - steht das Denkmal Seppchen Muthig. Die Bronzefigur stellt den letzten, noch bekannten Straßenmusikanten von Salzgitter und Umgebung dar und ist von dem Künstler und Bildhauer Günter Dittmann aus Königslutter-Beienrode geschaffen worden. Die Plastik wurde ausschließlich aus Spenden finanziert.

    Seppchen Muthig entstammte einer salzgitterschen Familie, die bis 1890 am Vöppstedter Tor wohnte. Seppchen zog schon in seiner frühen Jugend von Dorf zu Dorf um seine - manchmal wirren - selbsterdachten Verse, von Zieharmonikamusik begleitet, vorzusingen. Einige seiner Lieder lassen uns heute noch schmunzeln, denn er karikierte gerne die "Obrigkeit". Viele sahen in ihm ein interessantes Fotomotiv, und es existiert sogar ein Ölgemälde dieses originellen Straßenmusikanten von Georg Macke aus Othfresen. Das Bild hängt im Kleinen Rathaus von Salzgitter-Bad und ist eine Schenkung des Bürgervereins Bad Salzgitter an die Bürgerschaft.

    Am 2. August 1959 starb Seppchen Muthig, fast 86jährig, im Lebenstedter Krankenhaus. Er ist in einem Reihengrab in Salzgitter-Watenstedt beerdigt worden.

    Die Übergabe der lebensgroßen Bronzeplastik am 27. Juni 1991 wurde angezeigt mit folgendem Text: "Seppchen Muthig ist wieder in Salzgitter-Bad".

    Günter Dittmann wurde 1952 in Oelde/Westfalen geboren. Dem Kunststudium an der Folkwangschule für Gestalung in Essen-Werden folgt die Mitarbeit am Lehrstuhl für Plastisches Gestalten. Seit 1984 war er als Gestaltungslehrer an der Steinmetzschule in Königslutter tätig. Ausstellung seit 1979 in Biedenstein, Marburg, Aachen, Alsdorf, Köln, Hannover und im Haus Rhode der Volkswagen AG zeugten von seinem künstlerischen Werdegang.

    Neben vielen Bronzeskulpturen, die sich in privatem Besitz befinden, wurde von Günter Dittmann der Innenraum der Friedenskirchengemeinde Salzgitter-Lebenstedt, Altar, Kanzel, Taufbecken und Fenster gestaltet.

    Quelle: Heft "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad" aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  19. 19Klesmerbrunnen

    Die Klesmer bilden ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der alten Salzstadt. Der Klesmerplatz und auch die zum Platz führende Klesmerstraße erinnern an die Salzgitterschen Wandermusikanten, die sich selbst als „Klesmer“ bezeichneten und im 19. Jahrhundert nahezu die ganze Welt bereisten. Das „Klesmern" bot in Zeiten wirtschaftlicher Not einer wachsenden Zahl unvermögender Tagelöhner und kleiner Handwerker eine Verdienstmöglichkeit.

    Es gab zwar  vor 1800 schon einige Musikanten in Salzgitter-Bad, aber erst nach der napoleonischen Zeit begann die Zahl sprunghaft anzusteigen. Eine genaue Zahl ist kaum festzustellen, im Jahre 1853 wurden jedoch in Salzgitter, Liebenburg und den umliegenden Dörfern 600 Musikanten gezählt. Viele spielten als Straßenkapellen, in Gasthäusern oder bei Volksfesten  in der engeren Heimat auf, andere wagten längere Reisen im nordwestdeutschen Raum, meist nur in den Sommermonaten.

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  20. 20Informationsstele Klesmer Wandermusikanten in Salzgitter-Bad

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  21. 21Informationsstele ehemaliges Gradierwerk Salzgitter-Bad

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  22. 22Der störrische Esel

    Gleich am Anfang der Vorsalzer Straße, auf dem Kleinen Schützenplatz, steht der sich sträubende Esel, eine Bronzeplastik von Prof. Erich F. Reuter, Berlin. Prof. Reuter hatte ihn während eines Aufenthaltes in Nordamerika entworfen. Erich F. Reuter, geboren am 2. September 1911 in Berlin, wurde Professor für plastisches Gestalten an der TU Berlin. Er schuf zahlreiche Portraits berühmter deutscher Männer, seine Großplastiken und Mosaikarbeiten erhielten internationale Anerkennung, u.a. steht die Bronzestatue "Unbekannter politischer Gefangener" in der Londoner Tate Gallery und die "Gallionsfigur" vor der deutschen Botschaft in Rio de Janeiro. Prof. Reuter erhielt u.a. auch den 1. Preis für das "Luftbrückendenkmal" in Berlin.
    Bevor die Esel-Skulptur nach Salzgitter-Bad kam, war sie einige Zeit im Rathaus von Salzgitter-Lebenstedt ausgestellt worden. Eine Spendenaktion, die den Kauf und damit den Verbleib des Esels in Lebenstedt zum Zielt hatte, scheiterte. Allerdings fand sich in Salzgitter-Bad ein Bürger, der die kleine Plastik aufkaufte und spendete. Der Bürgerverein Salzgitter-Bad e.V. konnte den Esel im Jahr 1979 der Bürgerschaft übergeben.

    Quelle: Heft aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen" mit dem Titel "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad"

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  23. 23Informationsstele Wall und Graben in Salzgitter-Bad

    Wussten Sie schon, dass Salzgitter-Bad ein staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb ist? Auf diesem Rundgang erfahren Sie dazu viele interessante Fakten. Bei der Tourist-Information können Sie für Kinder dazu auch einen Fragebogen als "Salz-Quiz" abholen, um gezielt auf die wichtigsten Punkte zu achten.

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  24. 24Altstadtkirche St. Mariae-Jakobi

    Damals hatte die Familie des Cord von Schwicheldt der Kirche zwei Altäre geschenkt.

    Diese Altäre sollten an die Kirchen "St. Marien" am Marienplatz und "St. Jakobus" in Vöppstedt erinnern. Beide Kirchen waren während der Hildesheimer Bierfehde (1481-1486) durch Braunschweiger und Goslarer Truppen zerstört worden. Auch der Kirchenname "St. Mariae Jakobi" weist auf diese Vorgänger hin. Und die älteste Glocke der Kirche, die wohl 1481 gegossen worden war, erinnert in ihrer Umschrift an den Untergang der ersten Marienkirche.

    Die St. Mariae-Jakobi-Kirche war um 1480 als Wehrkirche gebaut worden und war Teil der Verteidigungsanlage der Stadt. Die Mauern des Wehrturmes waren zwei Meter dick, 37 Schießscharten dienten zur Abwehr von Angriffen. Die Kirche besitzt drei Glocken, von denen die "St.-Barbara-Sturmglocke" von etwa 1481 die älteste ist. Die größte Glocke trägt die älteste Darstellung des Wappens von Salzgitter-Bad, einen männlichen Kopf und darunter zwei Salzhaken. Weitere Informationen finden Sie im niedersächsischen Denkmalatlas unter: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31212635/1/-/

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  25. 25kath. Kirche St. Marien in Salzgitter-Bad

    Jahrzehnte relativ ungestörten Gemeindelebens folgten stürmische Entwicklungen ab 1937. Tausende von Menschen strömten nach Salzgitter, teils freiwillig, teils gezwungen.Das Gotteshaus konnte nun die vielen Gläubigen nicht mehr fassen. Versuche, eine zweite Kirche zu bauen, scheiterten an der atheistischen Haltung der damaligen Machthaber. Die Lage entspannte sich erst mit der Gründung der Gemeinde Christ-Königin Salzgitter-Bad (1951/1961) und St.Pius X. und St. Barbara in Flachstöckheim (1959). Die St. Marien-Kirche, deren 100-jähriges Jubiläum unsere Gemeinde im November 1989 feiern konnte, erlebte zwei wesentliche Veränderungen: 1952 ersetzte eine bewusst schlichte, helle Ausmahlung der Wände – allein geschmückt durch das Fresko der Himmelfahrt Mariens im Chor – die ursprüngliche, dekorative „romanische“ Malerei. 1972 erfolgte, nach der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils, die Umsetzung des Altares in die „Mitte“ des Gotteshauses, um den nun Priester und Gemeinde vereint das heilige Messopfer feiern. Im Sommer 1988 erfolgte eine gründliche Innen- und Außenrenovierung. Dabei wurde auch die jahrzehntelang vermauerte Chorrosette wieder freigelegt, die den Gläubigen in ihrem zentralen Motiv die Schutzpatronin der Pfarrkirche besonders nahe bringt. Unsere St. Marien-Kirche ist die zweitälteste katholische Kirche in ganz Salzgitter. In ihrer würdigen Schlichtheit lädt sie viele Menschen auch während der Woche zum stillen Verweilen und Beten ein.

    Quelle: https://www.sanktmarien-salzgitter.de/fileadmin/etagen_subsitemanager/_St._Marien_Salzgitter/txt/Kirchorte_Friedhoefe/Geschichte_St._Marien.pdf

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  26. 26Die Büste von Onkel Stoot

    Reinhard Martin Stoot wurde am 09.11.1863 in Bad Salzgitter am Harz geboren und starb dort am 20.07.1944. Im "großen Haus am Wall", erbaut von seinem Vater August Stoot, betrieben Vater und später auch der Sohn ein Kolonialgeschäft und eine Waffenhandlung. Dieses Haus am Wall (Vöppstedter Tor) wurde nach einigen Jahren das Rathaus von Bad Salzgitter, bzw. die Verwaltungsstelle von Salzgitter-Bad. R. M. Stoot besuchte zwar die höhere Privatschule beim "alten Ludly" und später das Andreanum in Hildesheim, aber die Eltern ließen ihn nicht die Naturwissenschaften und Chemie studieren. Er musste in Wolfenbüttel eine kaufmännische Lehre absolvieren.
    R. M. Stoot verarmte nach dem Ersten Weltkrieg völlig und verlor durch die Inflation seinen Besitz. Das Haus gegenüber, ehemals Bohlweg 24, das auch abgerissen ist, wurde seine neue Bleibe. Von jetzt ab lebte er ganz bescheiden von einer Leibrente von RM. 45,- und RM. 35,- (Ablösung vom Mietrecht).
    Er beschäftigte sich nun mit dem Präparieren von Tieren, Insekten, dem Bildermalen, mit der Fotografie und gebrauchte Teile seines wirklich geringen Einkommens und Spenden der Bürger aus Salzgitter-Bad, um den heutigen Greifpark zu gestalten.
    Die ehemalige Kalibahn wurde von ihm in den wunderschönen Birkenweg verwandelt. Die Ruinenreste des alten Kalibergwerks wurden zu einem Märchenpark. Alle Arbeiten von ihm, die nur noch auf Fotos überliefert sind, verschwanden mit der Zeit. Die "Greifen", deshalb Greifpark, der "Wilde Mann", das "Rabenschloss", die "Dornröschenlaube", das "Hänsel und Gretelhaus", der "Wolf und das Rotkäppchen", und vieles mehr, waren einfach, für jedermann verständliche Figuren und Motive, man würde heute sagen: "Naive Kunst". Zum Teil stammen die ersten Fotos und Ölbilder von Salzgitter-Bad von Reinhard Martin Stoot. Er war ein großer Freund der Kinder und vielen brachte er etwas von seinem Wissen bei, z.B. Fotografieren, Präparieren von Schmetterlingen und Käfern u.a.m. Er wurde, weil er so beliebt war, nur "Onkel Stoot" genannt. Neben der aus Spenden finanzierten und vom Bürgerverein SZ-Bad e.V. zu seinem Andenken am 18. Juni 1994 aufgestellten Büste befindet sich ein "Original Stoot-Stein", der die "Klesmermusikanten" darstellen soll.
    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen".

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  27. 27Brunnen am Bohlweg

    Im Rahmen des ersten Sanierungsprojektes in der Alstadt von Salzgitter-Bad, Vöppstedter Tor - Bohlweg, ließ die Stadt Salzgitter diesen Brunnen mit beleuchtbarem Wasserstrahl Anfang der 1980er  Jahre errichten. Der Entwurf entstand im Hochbauamt der Stadt.

    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  28. 28Informationsstele Mineralwasser Irenenquelle in Salzgitter-Bad

    Wussten Sie schon, dass Salzgitter-Bad ein staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb ist? Auf diesem Rundgang erfahren Sie dazu viele interessante Fakten. Bei der Tourist-Information können Sie für Kinder dazu auch einen Fragebogen als "Salz-Quiz" abholen, um gezielt auf die wichtigsten Punkte zu achten.

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  29. 29Brunnen Irenenquelle

    Neue Blumenbeete, Tische und Bänke verschönerten damals die Fußgängerzone, in der das bekannte Unternehmen Stephansbrunnen GmbH, einen Brunnen mit dem großen "Urstein" errichten ließ. Die Brunnenanlage symbolisiert die sprudelnde Kraft des Salzgitterschen Heilwassers.

    Quelle: Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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  30. 30Die 3 Grazien

    Die Plastik "Die 3 Grazien" wurde im Jahr 1958 aus Anlass des Neubaus des Gebäudes der Überlandzentrale Helmstedt in der Breslauer Straße als "Kunst am Bau" errichtet. Die Bronzefigur wurde von dem Bildhauer Erich Schmidtbochum geschaffen und zeigt Hausfrauen im Gespräch. Erich Schmidt, geboren am 30. November 1913 in Bochum, fügte später den Namen des Geburtsortes an seinen Familiennamen an. Er verstarb 1999 in Braunschweig, wurde aber in seinem langjährigen Wohnort Wolfenbüttel begraben. Man bezeichnet ihn als "Bildhauer des Kohlenpotts", davon zeugt nicht nur die überlebensgroße Plastik "Feierabend" - ein Bergmann, der gerade aus dem Schacht ausgefahren ist, sondern auch "Der Bergmann in Bronze" vor dem Mathilde-Schacht der Erzgrube Lengede, der "Jungbergmann" vor der Bochumer Ruhrknappschaft und die Plastik "Versuchsschmelzer" in Düsseldorf. Auch Arbeiten wie "Nathan der Weise" in Wolfenbüttel, die Ausschmückung öffentlicher Anlagen in Helmstedt, Peine, Braunschweig, Seesen und eben Salzgitter machten Erich Schmidtbochum bekannt und berühmt.

    Quelle: Heft "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad" aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen"

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    ↓ 2 Min. zu Fuß (113 m) до наступної станції

  31. 31Informationsstele Vöppstedter Friedhof in Salzgitter-Bad

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    ↓ 2 Min. zu Fuß (163 m) до наступної станції

  32. 32Vöppstedter Ruine

    Die Vöppstedter Jakobus-Kirche, welche urkundlich erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt wurde, bildete den Kern des alten Dorfes Vöppstedt, welches vermutlich wesendlich älter gewesen sein muss.

    Ab dem Jahr 1331 zogen die Bewohner in das befestigte Salzgitter und errichteten die Marienkirche. Die schutzlos gewordene Dorfkirche ist entweder in der Bierfehde zwischen 1481 - 1486 oder in der Hildesheimer Stiftsfehde 1519 - 1523 zerstört worden. Im Jahr 1591 wurde sie als Totenkapelle wieder aufgebaut, und das umliegende, wüst gewordene Dorf ist als Friedhof genutzt worden.

    Auch in der Kapelle wurden im Laufe der Jahrhunderte Tote bestattet. Die Kirchenbücher geben mehr oder weniger genau Auskunft über die im Gotteshaus bestatteten Mitglieder der Patronats- und Pfarrerfamilien, welche ihr Recht auf den bevorzugen Bestattungsplatz oft hart einfordern mussten. Im 30-jährigen Krieg verfiel die Kapelle wiederum und wurde erst 1683 erneuert.

    Der 20. Mai des Jahres 1807 stellt wohl den radikalsten Einschnitt in die Nutzung des Gebäudes dar, als der französische Stadtkommandant La Chaise den Superintendenten Feyerabend aufforderte innerhalb einer Tagesfrist alle Einrichtungsgegenstände aus der Kapelle zu räumen, um Platz für die von der französischen Armee genommen Gefangenen zu schaffen. So wurde aus dem Gotteshaus während der Zeit der französischen Besatzung sowohl ein Gefängnis als auch ein Futtermagazin.

    In den folgenden Jahren wurde sogar in Erwägung gezogen die Kapelle abzubrechen, um mit den Erlösen aus dem Verkauf des Baumaterials die salzgittersche Kirche St. Marie-Jakobi zu sanieren. Dies geschah jedoch nicht, was einen weiteren Verfall der Kapelle nicht aufhielt. Im Jahr 1863 brach das Turmdach ein, und im Jahr 1924 musste das Dach des Kirchenschiffes aus Sicherheitsgründen abgenommen werden.

    In der Zeit um 1900 stürzte die Vermauerung des Bogens auf der Ostseite des Kirchenschiffes um und legte so die Öffnung frei, die als Trennung zwischen Kirchenschiff und einem vermutlichen, in der Literatur der Kapelle nicht belegten Chor als östlichen Abschluss angesehen werden kann.

    Im Verlauf der Jahre bis 1940 verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes so sehr, dass es weiträumig abgesperrt werden musste. Erst in den Jahren nach 1960 entschloss man sich seitens der Verwaltung der Stadt Salzgitter den Friedhof und die Kapelle als parkähnliche Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege sowie der Gewaltherrschaft umzunutzen bzw. die Kapellenruine denkmalgerecht zu sichern. Nach 1980 ist eine Gedenktafel für Opfer des Grubenunglücks in der Hannoverschen Treue angebracht worden.

    Im Jahr 1886 wurde der evangelische Altstadtfriedhof angelegt und so ging der Anteil der Bestattungen auf dem Vöppstedter Friedhof immer mehr zurück, bis vermutlich im Jahr 1920 die letzte Beisetzung in einer Familiengrabstätte stattfand. Heute zeugen nur noch wenige Denkmale und ein Mausoleum von den Menschen die Salzgitter bevölkerten.

    Weitere Informationen finden Sie im Niedersächsischen Denkmalatlas: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31203566/1/-/ (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31203566/1/-/)

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  33. 33Die Klesmermusikanten

    Der Bürgerverein Salzgitter-Bad beauftragte im Jahr 1960 die in Salzgitter-Lebenstedt wohnende Künstlerin Ilse Becher (sie nahm später den Namen Becher-Duisburg an), eine Bronzeplastik zur Erinnerung an die sölterschen Klesmermusikanten zu schaffen. Drei Jahre später konnte die Skulptur der Bürgerschaft übergeben werden. Sie stand bis 1990 an der Grenze Vorsalzer Straße/Klesmerplatz und wurde nach dem Umbau des Klesmerplatzes, der auch den Neubau der Kreissparkasse des Landkreises Goslar in Salzgitter-Bad umfasste, wirkungsvoll in der Mitte eines Brunnens aufgestellt. Die Klesmer bilden ein denkwürdiges Kapitel in der Geschichte der alten Salzstadt. Da die Saline bei den Herzögen von Braunschweig-Wolfenbüttel verblieb, verarmte der Ort zusehends. Die Gründung der Klesmerkapellen, der Musik- und Tanzkapellen, war ein Versuch, diesem Elend in Salzgitter zu entgehen. Als Wandermusikanten zogen die Salzgitteraner nicht nur durch viele europäische Länder, sondern traten auch in Amerika, Afrika, Asien und Australien auf. Die Bildhauerin Ilse Becher-Duisburg, geboren am 7. November 1911 in Duisburg, kam 1940 nach Salzgitter-Lebenstedt. Sie starb am 9. März 1990. Sie hat in vielen Stadtteilen Salzgitters ihre "Spuren" hinterlassen, ihre zahlreichen Stelen, Reliefs, Figurengruppen zieren öffentliche Gebäude. Ihr Können wird aber weit über Salzgitter hinaus in der ganzen Bundesrepublik gewürdigt.

    Quelle: Heft aus der Reihe "Salzgitter zum Kennenlernen" mit dem Titel "Die Kunst-Straße in Salzgitter-Bad"

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Basisdaten: Tourist-Information Salzgitter, Niedersachsen Hub (ліцензія CC BY)

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