Warum „Ehrensache“?
Unsere Orte wurden von Menschen aufgebaut, die heute älter sind: Sie haben Vereine gegründet, Häuser gebaut, Kinder großgezogen, die Feuerwehr getragen. Wenn sie heute beim Rasen, beim Einkauf oder beim Weg zum Arzt Unterstützung brauchen, ist Hilfe für uns keine Gefälligkeit – sondern Ehrensache.
Und es geht in beide Richtungen: Wer ein langes Leben hinter sich hat, hat viel zu geben – Geschichten von früher, Handgriffe, die keiner mehr kennt, Rezepte, Zeit zum Vorlesen. Auch das gehört zur Ehrensache.
So funktioniert es
- Hilfe anfragen – kurz beschreiben, wobei Unterstützung gebraucht wird. Das können auch Kinder oder Enkel aus der Ferne für Eltern und Großeltern tun.
- Helfer:innen aus dem Ort sehen die Anfrage – noch ohne Namen, Telefon und Adresse.
- Jemand sagt zu – erst dann werden die Kontaktdaten sichtbar, und ihr bekommt eine Mail mit Name und Telefon.
- Erledigt? Danke sagen! Ein kurzes Dankeschön geht per Mail an die Helfer:in. Auf der Gemeindeseite steht, wie oft im Ort geholfen wurde.
Erfahrung anbieten & Geschichten erzählen
- Erfahrung anbieten: Erzählcafé in der Grundschule, Fahrrad flicken mit Jugendlichen, Backen mit Kindern, Vorlesen, Plattdeutsch – Interessierte melden sich über die Seite.
- Geschichte erzählen: Wie war es früher im Ort? Die schönsten Erinnerungen erscheinen im Portal und bleiben – ein Gedächtnis des Orts für die nächsten Generationen.
Vertrauen und Sicherheit
- Helfer:innen werden erst nach einem persönlichen Kontakt freigeschaltet.
- Anfragen sind nur im eigenen Ort sichtbar, Kontaktdaten nur für die Person, die hilft.
- Bitte keine Angaben zur Gesundheit – einfach beschreiben, was zu tun ist.
- Vorsicht vor Betrug: Echte Helfer:innen der Ehrensache kommen nur nach einer Zusage hier – und verlangen niemals Geld.
Was kostet das?
Nichts. Ehrensache eben – unentgeltlich, freiwillig und ohne Verpflichtung. Ein Stück Kuchen als Dankeschön ist natürlich erlaubt.
Für Gemeinden, Vereine und Kirchengemeinden
Ein örtlicher Verein kann die #Ehrensache in seinem Ort übernehmen: als Träger, der Helfer:innen kennt und Anfragen im Blick hat – und auf Wunsch zugleich als Local Guide für den Ort. Als Dank erhält der Verein für die Dauer des Engagements eine Mitgliedschaft seiner Wahl für eine Person kostenlos – zum Beispiel B2B-Partner mit allen Vorteilen.
Ihr möchtet einen Besuchsdienst einbinden, ein Erzählcafé starten oder eine Helferaktion organisieren – etwa „Herbstgarten bei Frau Müller“? Schreibt uns an [email protected].
