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Altstadtrundgang Salzgitter-Bad

2,1 km · ca. 90 Min.

Salzgitter

Salzgitter-Bad, staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb, überrascht mit vielfältigen Ansichten, prägenden Geschichten und inhabergeführtem Einzelhandel. All diese entdeckt man auf diesem abwechslungsreichen Rundgang. Nehmen Sie sich zwischendrin auch immer Zeit für kleine Abstecher. Am Startpunkt (Kleines Rathaus) befindet sich ein Glockenspiel. Um 9, 12, 15 und 18 Uhr erklingt hier jeweils das Bergarbeiterlied "Glück auf, der Steiger kommt" und erinnert damit an die lange Bergbautradition in Salzgitter.

Stationen (12)

  1. 1Tourist-Information Salzgitter, Nebenstelle

    Die Nebenstelle ist in der Zweigstelle der Stadtbibliothek untergebracht. Hier gibt es Prospektmaterial, Rad- und Wanderkarten, Souvenirartikel u.v.m. Direkt vor der Zufahrt zur Stadtbibliothek liegt an der Straße "Bohlweg" eine Elektroladesäule mit 2 Stellplätzen für E-Fahrzeuge. Neben der Tourist-Information dient die Stadtbibliothekszweigstelle auch als Galerie für heimische Künstler. Es gibt Buchvorstellungen und Lesungen, Kinderprogramm, Spielevormittag und noch viel mehr kulturelle Angebote. Halten Sie sich gerne über den eigenen Veranstaltungskalender (https://www.salzgitter.de/bildung/stabi/was-ist-los-in-der-stabi.php) auf dem Laufenden.

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  2. 2Restaurant Ratskeller

    Vom Wintergarten und der Sonnenterrasse aus haben Sie einen atemberaubenden Blick auf den angrenzenden Rosengarten, der mit seinem Gradierpavillon das Herz des staatlich anerkannten Orts mit Solekurbetrieb ist. Entspannen Sie im Restaurant Ratskeller bei einem abwechslungsreichen Themenbüffet. In der kalten Jahreszeit werden in den historischen Gewölben auch Rittertafeln als Eventgastronomie angeboten. Einen Einblick in den gastronomischen Veranstaltungskalender erhalten Sie hier (http://www.ratskellersalzgitter.de/restaurant_gaststaette_salzgitter_essen_gehen_ratskeller.aspx).

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  3. 3kleines Rathaus Salzgitter-Bad (Zweigstelle der Stadtverwaltung)

    Mittwochs und samstags findet vormittags vor dem Rathaus ein Wochenmarkt statt. Ein an der Fassade angebrachtes Glockenspiel erinnert an die Tradition als Bergbaustadt mit dem Stück "Glück auf, der Steiger kommt" täglich um 9.00, 12.00, 15.00 und 19.00 Uhr. Direkt neben dem Rathaus liegt die Stadtteilbibliothek mit einer integrierten Zweigstelle der Tourist-Information.

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  4. 4Die Kunst-Straße von Salzgitter-Bad

    Die Kunstwerke wurden seit den sechziger Jahren vom Bürgerverein aufgestellt und ausschließlich durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Um die Geschichten und Erzählungen, die mit den Kunstwerken verbunden sind, vor dem Vergessen zu bewahren, hat der Bürgerverein gemeinsam mit der Tourist-Information und Studenten der Fachhochschule Ostfalia einen Audioguide dazu entwickelt. So können Besucher entlang der Kunst-Straße spazieren und durch die Eingabe der Telefonnummern zum Ortstarif auf dem eigenen Handy den Geschichten aus dem Leben der liebenswert-skurilen Persönlichkeiten und den vergangenen Zeiten lauschen.

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  5. 5Gradierpavillon im Rosengarten

    Der Salzgehalt der hindurchgeleiteten Sole wird durch die natürliche Verdunstung des Wassers erhöht. Das Funktionsprinzip ähnelt somit dem einer Saline. Die in Salzgitter aus 243 Meter Tiefe sprudelnde 25-prozentige Naturthermalsole, ist eine der stärksten in Mitteleuropa, die bereits 1125 urkundlich erwähnt wurde.

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  6. 6Kleine Galerie im Tillyhaus in Salzgitter-Bad

    Jedes Jahr werden dort vier Einzelausstellungen von Mitgliedern der Salzgitter Gruppe und zwei Einzelausstellungen von Mitgliedern des Freien Kunststudios Spektrum gezeigt. Die "Kleine Galerie" im Tillyhaus erfreut sich großer Beliebtheit und wird von der Städtischen Kunstsammlung des Fachdienstes Kultur mitbetreut. Geöffnet zu Ausstellungszeiten jeweils donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr und sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr.

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  7. 7Traditionsinsel in der Altstadt von Salzgitter-Bad

    Das Kniestedter Gutshaus stammt aus dem Jahre 1533 und ist vermutlich das älteste in Salzgitter stehende Fachwerkhaus. Das Gebäude wurde 1975 am alten Standort Balken für Balken abgetragen und 1976 am Kurpark in Salzgitter-Bad neu aufgebaut. Das Umsetzen des Kniestedter Gutshauses (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31213175/2/-/) war der erste Schritt zur Bildung einer Traditionsinsel im Bereich Warnestraße und Marienplatz. Im Zusammenwirken mit dem sich anschließenden Tillyhaus (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31213151/2/-/) und dem reizvollen Fachwerkbestand am Marienplatz stellt das alte Kniestedter Gutshaus eine wertvolle Ergänzung dar. Heute beherbergt es die städtische Musikschule und das Biedermeierzimmer, welches als besonderes Trauzimmer vom Standesamt angeboten wird.

    Namensgeber für das Tillyhaus ist der Feldherr Tilly. Dieser hat während des 30-jährigen Krieges im Jahr 1626 nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge dort Quartier bezogen. Das Haus dient heutzutage vielen Vereinen als Stammsitz und beherbergt die Ausstellungsräume der "Kleinen Galerie".

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  8. 8Klesmerbrunnen

    Der Entwurf stammt vom Stadtplanungsamt und symbolisiert - mit dem in der Mitte befindlichen Klesmerdenkmal - einen Teil der Geschichte der Salzstadt.

    Die Klesmer bilden ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der alten Salzstadt. Der Klesmerplatz und auch die zum Platz führende Klesmerstraße erinnern an die Salzgitterschen Wandermusikanten, die sich selbst als „Klesmer“ bezeichneten und im 19. Jahrhundert nahezu die ganze Welt bereisten. Das „Klesmern" bot in Zeiten wirtschaftlicher Not einer wachsenden Zahl unvermögender Tagelöhner und kleiner Handwerker eine Verdienstmöglichkeit.

    Es gab zwar  vor 1800 schon einige Musikanten in Salzgitter-Bad, aber erst nach der napoleonischen Zeit begann die Zahl sprunghaft anzusteigen. Eine genaue Zahl ist kaum festzustellen, im Jahre 1853 wurden jedoch in Salzgitter, Liebenburg und den umliegenden Dörfern 600 Musikanten gezählt. Viele spielten als Straßenkapellen, in Gasthäusern oder bei Volksfesten  in der engeren Heimat auf, andere wagten längere Reisen im nordwestdeutschen Raum, meist nur in den Sommermonaten.

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  9. 9Bahnhof Salzgitter-Bad

    Der im Jahre 1856 in Betrieb gegangene Bahnhof zog mit der Eröffnung der Bahnlinie Seesen-Salzgitter-Börßum die Ansiedlung von Industriebetrieben nach sich und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Gebäude ist Bestandteil des von der Tourist-Information angebotenen Altstadtrundgangs, welcher zahlreiche historische Plätze und Sehenswürdigkeiten berücksichtigt. Im Bahnhofsgebäude selbst befindet sich eine Fahrkartenverkaufsstelle mit Annahme und Ausgabe von DPD-Paketen.

    Bisweilen wird der Bahnhof von Sonderfahrten der Dampflokgemeinschaft angefahren.

    https://www.dg41096.de/start/ (https://www.dg41096.de/start/)

    Auch Bahn-Nostalgie-Reisen nutzt diesen Bahnhof für Veranstaltungen.

    https://www.bahn-nostalgie-reisen.de (https://www.bahn-nostalgie-reisen.de)

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  10. 10kath. Kirche St. Marien in Salzgitter-Bad

    Jahrzehnte relativ ungestörten Gemeindelebens folgten stürmische Entwicklungen ab 1937. Tausende von Menschen strömten nach Salzgitter, teils freiwillig, teils gezwungen.Das Gotteshaus konnte nun die vielen Gläubigen nicht mehr fassen. Versuche, eine zweite Kirche zu bauen, scheiterten an der atheistischen Haltung der damaligen Machthaber. Die Lage entspannte sich erst mit der Gründung der Gemeinde Christ-Königin Salzgitter-Bad (1951/1961) und St.Pius X. und St. Barbara in Flachstöckheim (1959). Die St. Marien-Kirche, deren 100-jähriges Jubiläum unsere Gemeinde im November 1989 feiern konnte, erlebte zwei wesentliche Veränderungen: 1952 ersetzte eine bewusst schlichte, helle Ausmahlung der Wände – allein geschmückt durch das Fresko der Himmelfahrt Mariens im Chor – die ursprüngliche, dekorative „romanische“ Malerei. 1972 erfolgte, nach der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils, die Umsetzung des Altares in die „Mitte“ des Gotteshauses, um den nun Priester und Gemeinde vereint das heilige Messopfer feiern. Im Sommer 1988 erfolgte eine gründliche Innen- und Außenrenovierung. Dabei wurde auch die jahrzehntelang vermauerte Chorrosette wieder freigelegt, die den Gläubigen in ihrem zentralen Motiv die Schutzpatronin der Pfarrkirche besonders nahe bringt. Unsere St. Marien-Kirche ist die zweitälteste katholische Kirche in ganz Salzgitter. In ihrer würdigen Schlichtheit lädt sie viele Menschen auch während der Woche zum stillen Verweilen und Beten ein.

    Quelle: https://www.sanktmarien-salzgitter.de/fileadmin/etagen_subsitemanager/_St._Marien_Salzgitter/txt/Kirchorte_Friedhoefe/Geschichte_St._Marien.pdf

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  11. 11Vöppstedter Ruine

    Die Vöppstedter Jakobus-Kirche, welche urkundlich erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt wurde, bildete den Kern des alten Dorfes Vöppstedt, welches vermutlich wesendlich älter gewesen sein muss.

    Ab dem Jahr 1331 zogen die Bewohner in das befestigte Salzgitter und errichteten die Marienkirche. Die schutzlos gewordene Dorfkirche ist entweder in der Bierfehde zwischen 1481 - 1486 oder in der Hildesheimer Stiftsfehde 1519 - 1523 zerstört worden. Im Jahr 1591 wurde sie als Totenkapelle wieder aufgebaut, und das umliegende, wüst gewordene Dorf ist als Friedhof genutzt worden.

    Auch in der Kapelle wurden im Laufe der Jahrhunderte Tote bestattet. Die Kirchenbücher geben mehr oder weniger genau Auskunft über die im Gotteshaus bestatteten Mitglieder der Patronats- und Pfarrerfamilien, welche ihr Recht auf den bevorzugen Bestattungsplatz oft hart einfordern mussten. Im 30-jährigen Krieg verfiel die Kapelle wiederum und wurde erst 1683 erneuert.

    Der 20. Mai des Jahres 1807 stellt wohl den radikalsten Einschnitt in die Nutzung des Gebäudes dar, als der französische Stadtkommandant La Chaise den Superintendenten Feyerabend aufforderte innerhalb einer Tagesfrist alle Einrichtungsgegenstände aus der Kapelle zu räumen, um Platz für die von der französischen Armee genommen Gefangenen zu schaffen. So wurde aus dem Gotteshaus während der Zeit der französischen Besatzung sowohl ein Gefängnis als auch ein Futtermagazin.

    In den folgenden Jahren wurde sogar in Erwägung gezogen die Kapelle abzubrechen, um mit den Erlösen aus dem Verkauf des Baumaterials die salzgittersche Kirche St. Marie-Jakobi zu sanieren. Dies geschah jedoch nicht, was einen weiteren Verfall der Kapelle nicht aufhielt. Im Jahr 1863 brach das Turmdach ein, und im Jahr 1924 musste das Dach des Kirchenschiffes aus Sicherheitsgründen abgenommen werden.

    In der Zeit um 1900 stürzte die Vermauerung des Bogens auf der Ostseite des Kirchenschiffes um und legte so die Öffnung frei, die als Trennung zwischen Kirchenschiff und einem vermutlichen, in der Literatur der Kapelle nicht belegten Chor als östlichen Abschluss angesehen werden kann.

    Im Verlauf der Jahre bis 1940 verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes so sehr, dass es weiträumig abgesperrt werden musste. Erst in den Jahren nach 1960 entschloss man sich seitens der Verwaltung der Stadt Salzgitter den Friedhof und die Kapelle als parkähnliche Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege sowie der Gewaltherrschaft umzunutzen bzw. die Kapellenruine denkmalgerecht zu sichern. Nach 1980 ist eine Gedenktafel für Opfer des Grubenunglücks in der Hannoverschen Treue angebracht worden.

    Im Jahr 1886 wurde der evangelische Altstadtfriedhof angelegt und so ging der Anteil der Bestattungen auf dem Vöppstedter Friedhof immer mehr zurück, bis vermutlich im Jahr 1920 die letzte Beisetzung in einer Familiengrabstätte stattfand. Heute zeugen nur noch wenige Denkmale und ein Mausoleum von den Menschen die Salzgitter bevölkerten.

    Weitere Informationen finden Sie im Niedersächsischen Denkmalatlas: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31203566/1/-/ (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31203566/1/-/)

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  12. 12Altstadtkirche St. Mariae-Jakobi

    Damals hatte die Familie des Cord von Schwicheldt der Kirche zwei Altäre geschenkt.

    Diese Altäre sollten an die Kirchen "St. Marien" am Marienplatz und "St. Jakobus" in Vöppstedt erinnern. Beide Kirchen waren während der Hildesheimer Bierfehde (1481-1486) durch Braunschweiger und Goslarer Truppen zerstört worden. Auch der Kirchenname "St. Mariae Jakobi" weist auf diese Vorgänger hin. Und die älteste Glocke der Kirche, die wohl 1481 gegossen worden war, erinnert in ihrer Umschrift an den Untergang der ersten Marienkirche.

    Die St. Mariae-Jakobi-Kirche war um 1480 als Wehrkirche gebaut worden und war Teil der Verteidigungsanlage der Stadt. Die Mauern des Wehrturmes waren zwei Meter dick, 37 Schießscharten dienten zur Abwehr von Angriffen. Die Kirche besitzt drei Glocken, von denen die "St.-Barbara-Sturmglocke" von etwa 1481 die älteste ist. Die größte Glocke trägt die älteste Darstellung des Wappens von Salzgitter-Bad, einen männlichen Kopf und darunter zwei Salzhaken. Weitere Informationen finden Sie im niedersächsischen Denkmalatlas unter: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/31212635/1/-/

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Selbstgeführter Spaziergang — folge den Stationen in Reihenfolge, jeweils mit Link zur Lage auf der Karte.

Basisdaten: Tourist-Information Salzgitter, Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)

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