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Kanutour Hauptkanal in Papenburg

5,9 km · ca. 90 Min.

Papenburg, Stadt

Stationen (8)

  1. 1Straße der Wasserbauwerke

    Die Dörfer entlang der Flüsse Ems und der Leda zählen zu den ältesten Siedlungen im südlichen Ostfriesland. Die Menschen am Meer leben am und mit dem Wasser. Hohe Fluten brachten die Gefahr von der Nordsee. Deiche, Siele, Sperrwerke und Schöpfwerke wurden gebaut, um den Lebensraum zu sichern oder zu erweitern. Die lange technische Geschichte des Deich- und Sielwesens im gesamten ostfriesischen Raum, spiegelt sich in den dazugehörigen Bauwerken wieder.
    Die Gemeinde Westoverledingen hat die Wasserbauwerke entlang der Deutschen Fehnroute, von Papenburg bis Leer beschrieben und ausgeschildert:
    1. Papenburger Seeschleuse
    2. Alte Sielschleuse
    3. Emsdeich
    4. Schöpfwerk Mark
    5. Friesenbrücke
    6. Schöpfwerk Coldemüntje
    7. Fluttermühle am Freizeitpark Am Emsdeich
    8. Weekeborger Siel
    9. Schöpfwerk Kloster Muhde
    10. Esklumer Siel
    11. Heerenborg/Eisenbahnbrücke
    12. Leda - Sperrwerk
    13. Pünte Wiltshausen

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    ↓ 8 Min. zu Fuß (473 m) bis zur nächsten Station

  2. 2Schutzhütte

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    ↓ 40 Min. zu Fuß (2,6 km) bis zur nächsten Station

  3. 3Alte Drostei

    Folgen auch Sie uns auf den Spuren der einstigen Pioniere unserer Stadt. Die Geschichte der Alten Drostei, auch Papenburger Herrenhaus genannt, beginnt im 16. Jahrhundert. Sie ist das älteste noch stehende historische Bauwerk der Stadt Papenburg.

    Der Bau liegt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges um 1630 -1636. Der Bauherr für den Amtssitz (Drostei) ist nach noch vorhandenen Urkunden Dietrich von Velen. Er hatte das heutige Gelände mit der alten Burganlage aus dem 14. Jahrhundert von Friedrich Freiherr von Schwarzenberg (dem Namensgeber unseres Hotels im Arkadenhaus) für ein paar Goldtaler erworben. Ursprünglich war das Haus mit Gräften umgeben und mit dem heute noch erhaltenen Turm ging es 1716 in das Eigentum des Sekretärs des Drosten, Herr Dallmeier, über. Der Verkäufer erwarb von dem Verkaufserlös das Gut Altenkamp in Aschendorf. Das heutige Haupthaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts im schlichten Fassadenstil der damaligen Herrenhäuser elegant mit Blendrahmen und Verschalung aus Sandstein errichtet und auch unbedingt ein Besuch wert.

    Heute, nach umfangreicher Restaurierung, ist es ein Haus von Menschen für Menschen. Das Gebäude dient der Information über die Stadtgeschichte, bis zur einfachen Kommunikation der Menschen, die sich hier begegnen. Sie sind eingeladen das Haus mit ihren Lebensgeschichten zu füllen. Die zahlreichen historischen Gegenstände stammen aus Gesprächen mit Menschen, die ihren Nachkommen an exponierter Stelle etwas hinterlassen wollen. Dazu gehört die umfangreiche Bibliothek der Familie Behnes aus Aschendorf. Die Bücher reichen vom 14. Jahrhundert bis in die Zeit von 1939. Alte Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, große Holzstaturen aus dem 17. Jahrhundert (die Heilige Elisabeth beschützt in lebensgroßer Statuenform eine Familie auf der Flucht) bis hin zu großen Holzschnitzereien aus dem 17. Jahrhundert. Allgegenwärtig ist der christliche Glaube der verschiedenen Eigentümer im Gebäude sichtbar. Ein wahre, erhaltener Schatz im Gebäude ist das alte Drostenzimmer mit seinen ursprünglichen Möbeln. Die Gemälde an der Wand zeigen die Besitzer des Gutes Altenkamp aus dem 18. Jahrhundert. Von außen gelang man über die historische Turmtreppe zunächst in das Pestzimmer aus dem 16. Jahrhundert. Dort befindet sich ein orginales Pestkreuz aus dem Kloster von Aschendorf, sowie ein originaler Holzschnitt des Pestapostels Rochus, ebenfalls  aus dem 16. Jahrhundert. Das wieder freigelegte Gefängnis mit dem originalen Fenstergitter rundet den Rundgang ab.

    Heute finden in der Drostei Lesungen, Ausstellungen und touristische Führungen statt. Man kann die alte Tradition des Axtwerfens  erlernen, traditionelles Vespern genießen, leckeren Kuchen bei einer Tasse Kaffee essen oder einer ostfriesischen Teezermonie beiwohnen. Auch Brot backen und einen Picknickkorb mit Leckereien befüllen, können Sie als Gruppe oder als Individualbesucher miterleben.

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    ↓ 4 Min. zu Fuß (321 m) bis zur nächsten Station

  4. 4Maritime Erlebniswelt Papenburg

    Die Technik der Zukunft, die Vergangenheit der Stadt Papenburg und spannende Geschichten aus der weiten Welt – wie all dies zusammenhängt, erleben Besucher der interaktiven Erlebnisausstellung des Papenburger Zeitspeichers.

    „Vom Moor zum Meer“ heißt der Ausstellungsteil im ersten Obergeschoss, in dem Stadtgründer Dietrich von Velen über das Werden und den Wandel Papenburgs erzählt: von den ersten Moorkolonisten vor Jahrhunderten, die Papenburg zur längsten Fehnkolonie des Landes machten, über den Kanalbau, der die Stadt mit der Ems und dem Meer verband, bis hin zu den historischen Werften und dem hochmodernen Schiffbau der Meyer Werft. Um deren vielleicht bekanntestes Schiff geht es in einer der spannenden Museumsgeschichten: Vor mehr als 100 Jahren wurde die „Graf Götzen“ gebaut, in 5.000 Holzkisten verpackt und nach Afrika an den Tanganjikasee geliefert. Die „Graf Götzen“ spielte neben Humphrey Bogart und Katherine Hepburn im Hollywoodklassiker „African Queen" eine wichtige Rolle und ist noch heute das wichtigste Verkehrsmittel auf dem zweitgrößten See Afrikas.

    Verkehrsmittel der Zukunft werden auf dem Papenburger ATP-Prüfgelände getestet. Wie sich die neuesten Automobil-Prototypen hinter den hohen Sichtschutzzäune eines der modernsten Automobilprüfgelände Europas bewähren müssen, erleben Besucher des Zeitspeichers aus nächster Nähe.

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    ↓ 10 Min. zu Fuß (721 m) bis zur nächsten Station

  5. 5Güterbahnhof Papenburg

    Der Güterbahnhof ist die neue Eventlocation No.1 in Papenburg für Konzerte, Parties, Afterwork, Clubnächte uvm.. Außerdem ist der Güterbahnhof auch für Tagungen u.ä. nutzbar.

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    ↓ 9 Min. zu Fuß (608 m) bis zur nächsten Station

  6. 6Forum Alte Werft

    Als die Meyer Werft an ihren größeren Standort umzog, hinterließ sie ein reizvolles Gebäude-Ensemble, in dem seit 1992 das kulturelle Herz der Stadt Papenburg schlägt: Zum „Forum Alte Werft“ gehört unter anderem die Stadthalle mit rund 900 Plätzen, das „Theater auf der Werft“ mit circa 240 Plätzen, die Kunstschule Zinnober und die städtische Galerie.

    Zum besonderen Charme des Kultur- und Veranstaltungsortes trägt das industrielle Erbe bei, das überall noch sichtbar ist. Sogar einzelne Maschinen blieben an Ort und Stelle und erinnern so an die lange Schiffbau-Tradition der Stadt.

    Museal wirkt das „Forum Alte Werft“ dennoch nie: Musicals, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen oder Kongresse füllen das Industriedenkmal mit Leben.

    Die Öffnungszeiten richten sich nach den Veranstaltungen.

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    ↓ 16 Min. zu Fuß (1,2 km) bis zur nächsten Station

  7. 7Schifffahrts-Freilicht-Museum

    Weder Original noch Fälschung: Die sechs Schiffe der Papenburger Freilicht-Ausstellung sind originalgetreue Nachbauten, die nach historischen Plänen der Meyer Werft gefertigt wurden – sozusagen Metall-Modelle im Maßstab 1:1. Sie liegen auf den Kanälen der Innenstadt und erinnern an die große Tradition der Schiffbauer, die für jede Anforderung das passende Fahrzeug konstruierten. Die „Katharina von Papenburg", die vor der Bockwindmühle liegt, ist zum Beispiel ein schneller Schoner oder auch „Teeklipper“, der für den Transport leicht verderblicher Ware eingesetzt wurde. Für „Anna von Papenburg" hingegen kam es aufs Tempo nicht an, denn die Spitzmutte lud vor allem Torf. Vor dem Rathaus liegt eine stolze Brigg und auf dem Hauptkanal typische Fahrzeuge des Wattenmeers mit geringem Tiefgang: eine Tjalk, eine Schmack und eine Kuff.
    Hinweis: Auf dem Schiff "Brigg Friederike" besteht auch die Möglichkeit den Bund der Ehe zu schließen. Weitere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Stadt/ Gemeinde.

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    ↓ 7 Min. zu Fuß (501 m) bis zur nächsten Station

  8. 8Evangelisch-lutherische Nikolaikirche

    Die im neugotischen Stil entworfene Kirche wurde auf einem Werftbaugrundstück errichtet.Der gewaltige Westturm bestimmt den Gesamteindruck. Bis zur Jahrhundertwende wurde die Kirche mit einer Orgel, einer Turmuhr, einer erweiterten Empore und farbigen Fenstern im Chorraum ausgestattet.

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Selbstgeführter Spaziergang — folge den Stationen in Reihenfolge, jeweils mit Link zur Lage auf der Karte.

Basisdaten: Arno Ewen, Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)