Stadtrundgang ,,Poggenpad''
Wenn Sie Quakenbrück mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und schönsten Ecken der Altstadt auf eigene Faust erkunden möchten, folgen Sie am besten den neuen Froschspuren auf dem Pflaster. Diese markieren unseren Poggenpad, der auf 3,5 km an 30 Stationen vorbeiführt.
Stationen (12)
- 1Das Hermann-Bonnus-Geburtshaus
Hermann Bonnus, der Lutherschüler und Reformator, wurde in Quakenbrück geboren und ist somit der bedeutendste Sohn dieser Stadt.
Er wurde 1504 in der Goldstraße 9 im Hause seiner Familie geboren. Dies ist um die Jahrhundertwende vom 15. zum 16. Jahrhundert erbaut worden. Damit ist das Gebäude nicht nur das Geburtshaus des Reformators, sondern auch eines der ältesten bekannten kleinstädtischen Häuser im westlichen Niedersachsen und womöglich weit darüber hinaus. Es kann damit sowohl konfessionsgeschichtlich als auch bauhistorisch als Denkmal von regionaler, ja nationaler Bedeutung gelten.
↓ 5 Min. zu Fuß (331 m) bis zur nächsten Station
- 2Synagogenplatz Quakenbrück
Quakenbrück war einmal Sitz einer jüdischen Synagogengemeinde, deren religiöser Mittelpunkt das 1897 eingeweihte und in der Reichspogromnacht 1938 zerstörte Bethaus an der Kreuzstraße wurde.
2013 ist dieser "Synagogenplatz" benannte Ort neu gestaltet worden. Arrondiert wird der mit Aufenthaltsqualität weithin einsehbare und barrierefreie Platz von Rhododendren, die in unterschiedlicher Größe gestaffelt sind.
↓ 7 Min. zu Fuß (482 m) bis zur nächsten Station
- 3Quakenbrück historische Innenstadt
Die als Verteidiger der Nordgrenze des Bistums Osnabrücks auf ihren ,,Burgmannshöfen´´ ansässigen Burgmänner und Stiftsherren, die Handwerker und Kaufleute haben ein großes Erbe hinterlasen. Händler brachten die Siedlung zum Blühen, und als Mitglied des Hansebundes zeigte Quakenbrück Weite und Aufgeschlossenheit. Dies zeigt sich auch heute noch in der Langen Straße mit den alten Handelshäusern und den spitzen, vorgekragten Giebeln.
Insgesamt sind in der Quakenbrücker Innenstadt noch mehr als 130 Fachwerkhäuser erhalten mit zum Teil kunstvoll verzierten Windfahnen, goldenen Frakturschriften, kleinteiligen Fenstern, reich gegliederten Türen und Aushängeschildern.
Weitere sichtbare Zeichen der Geschichte finden sich am letzten erhaltenen Rest der früheren Stadtbefestigung, der ,,Hohen Pforte´´, an der im Kern gotischen St. Sylvesterkirche, den beiden Hasemühlen oder an den renovierten alten ,,Burgmannshöfen´´.So offenbart die abwechslungsreiche Bebauung aus verschiedenen Epochen eine gewachsene, typische norddeutsche Kleinstadt.
↓ 2 Min. zu Fuß (161 m) bis zur nächsten Station
- 4Große Kirchstraße
Die Große Kirchstraße ist wohl die schönste Straße der Stadt. Fachwerkhäuser aus unterschiedlichen Epochen säumen die Straße, die auf die St. Sylvester Kirche zuläuft. Das ursprüngliche Pflaster, die unregelmäßge Anordnung der Häuser, die in der Ortssatzung vorgeschriebenen roten Dächer, sind tyisch für die norddeutsche Kleinstadt des 18. Jahrhunderts.
↓ 2 Min. zu Fuß (124 m) bis zur nächsten Station
- 5St.-Sylvester-Kirche Quakenbrück
Errichtet wurde die Hallenkirche aus Naturstein und Sandstein im Jahre 1235.
Sie ist ein aus drei Schiffen mit zwei Jochen bestehendes Kirchengebäude des Typs der westfälischen Hallenkirche.
Die wunderschönen Wandmalereien, der Hochaltar, das Gestühl mit den Burgmannswappen und dem Artländer Drachenmotiv und der einmalige, aus dem 15. Jahrhundert stammende Palmesel sind besonders hervorzuheben.↓ 4 Min. zu Fuß (284 m) bis zur nächsten Station
- 6Weinhaus Köster mit Bacchuskeller
Im Zentrum von Quakenbrück befindet sich nicht nur der größte Weinkeller Niedersachsens, sondern auch eine Weinhandlung mit langer Geschichte. Marion Schone führt – gemeinsam mit Ihrem Mann Uwe – im Weinhaus Köster eine Tradition fort, die 1864 von den Gebrüdern Köster begründet wurde. Zwar werden die Weine inzwischen nicht mehr selbst abgefüllt, geblieben ist aber der hohe Anspruch. Im Sortiment des Weinhaus Köster finden sich ausschließlich Winzerweine aus kleinen Familienbetrieben.
Alle Weine können entweder direkt im Weinhaus, bei einer Weinprobe für Gruppen ab vier Personen im historischen Weinkeller oder ganz bequem zu Hause probiert werden, denn die Weinproben können auch für den Genuss daheim verschickt werden.
Auch für seine hausgemachten Liköre ist das Weinhaus Köster in der ganzen Region bekannt. Als individuelles Präsent verpackt sind sie ein beliebtes Geschenk.↓ 1 Min. zu Fuß (38 m) bis zur nächsten Station
- 7Hohe Pforte - historisches Stadttor
Die Hohe Pforte von 1485 mit barockem Glockenturm ist das letzte von ursprünglich fünf Stadttoren in Quakenbrück. An der Nordseite findet man noch die Schießscharten in verschiedenen Formen. Vom benachbarten nostalgischen Kaffeegarten aus kann das Innere des Turms mit dem Gefängnis für zänkische Weiber über eine Treppe besichtigt werden.
↓ 5 Min. zu Fuß (357 m) bis zur nächsten Station
- 8Das Kaufmannshaus Schröder von 1760
Es wurde im Jahre 1760 mit dem barocken sogenannten Volutengiebel (mit seitlichen spiralförmigen Verzierungen) und schöner Rokokotür von der heute weltweit verzweigten Kaufmannsfamilie Schröder errichtet. Die vergoldete Windfahne zeigt ein Handesschiff und erinnert an die Mitgliedschaft der Stadt im Hansebund.
↓ 1 Min. zu Fuß (98 m) bis zur nächsten Station
- 9Rathaus & Marktplatz in der Fachwerkstadt Quakenbrück
Die Freitreppe, die direkt in das obere Stockwerk führt, erinnert an die Franzosenzeit. Über dem Eingangsportal stehen die Worte "Saluti Civitatis Sacrum" - "Dem Wohl der Bürgerschaft geweiht".
Der Marktplatz mit dem 1990 erschaffenen Europabrunnen als Mittelpunkt ist Forum für zahlreiche Veranstaltungen, wie etwa den Wochenmarkt an jedem Freitag. Von hier aus überblicken Sie die drei Gründungszellen der Stadt: an der Ostseite die Marienkirche, an deren linken Seite sich der Burghügel erhebt. Einen letzten Rest der Burg kann man an der Marienkirche entdecken. Von diesem Zentrum aus verteidigten die Burgmänner die Stadt. Auf der anderen Seite des Marktes erhebt sich der mächtige barocke Turm der Sylvesterkirche. Hier gründete der Bischof von Osnabrück, Konrad I. 1235 ein Stiftskapitel, das die Gegend mit Geistlichen versorgte - das ist die erste urkundliche Erwähnung der Stadt.
Direkt vor dem Rathaus stehen wir vor der dritten, der bürgerlichen Gründungszelle der Stadt. Erst allmählich konnten sich die Bürger der entstehenden Stadt gegen die aldigen Burgmänner durchsetzen und eine eigene Verwaltung aufbauen. An eine spätere Zeit, nämlich an die Reichsgründung 1871, erinnert das Denkmal vor dem Rathaus.↓ 2 Min. zu Fuß (131 m) bis zur nächsten Station
- 10Stadtmuseum Quakenbrück
Das Stadtmuseum wird beherbergt in einem klassizistischen Kaufmannshaus von 1830. Ausgestellt werden hier Exponate zu den Themenschwerpunkten Stadtgeschichte, Handel und Handwerk, beispielsweise eine offene Feuerstelle aus einem Quakenbrücker Ackerbürgerhaus oder die historische Ausstattung aus einer traditionsreichen Apotheke von 1653.
Regelmäßig finden Sonderausstellungen und Märkte (Büchermarkt, Weihnachtsmarkt) statt.
↓ 1 Min. zu Fuß (106 m) bis zur nächsten Station
- 11St. Marienkirche Quakenbrück
Die katholische St.Marienkirche wurde nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg neu errichtet. Erhalten blieben der neugotische Westturm und ein Festungsturm an der Südseite, der bei der jüngsten Renovierung geschickt in den Neubau integriert wurde. Im Inneren finden Sie noch einige Teile der früheren Barockausstattung.
↓ 8 Min. zu Fuß (596 m) bis zur nächsten Station
- 12Kleine Mühle Quakenbrück
Die Kleine Mühle wurde bereits 1235 zusammen mit der Großen Mühle dem Bischöflichen Stiftskapitel zur Bewirtschaftung übergeben. Das Hauptgebäude von 1726, früher mit einem Wasserrad an der Seite der Kleinen Hase versehen, beherbergt noch heute einen Mühlenbetrieb.
Hier lassen sich zwei von früher sieben Hasearmen überblicken. Der Fluss diente mit Wällen gleichzeitig der Befestigung der Stadt und ist bis heute wichtiges Element des historischen Stadtbildes geblieben.
Selbstgeführter Spaziergang — folge den Stationen in Reihenfolge, jeweils mit Link zur Lage auf der Karte.
Basisdaten: Tourismusgesellschaft Osnabrücker Land mbH, Niedersachsen Hub (Lizenz CC0)
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