WasserWanderWeg Huttaler Widerwaage
Clausthal-Zellerfeld, Berg- und Universitätsstadt
Diese leichte Rundwanderung bei Clausthal-Zellerfeld führt Sie zu allen wichtigen Anlagen der Huttaler Widerwaage. Das ist ein besonders raffiniertes System von Gräben und Teichen zwischen dem Hirschler Teich, dem Dammgraben, dem Jägersbleeker Teich und einigen anderen Wassergräben. Alle Gräben und Teiche waren miteinander verbunden. Ihre Aufgabe war es, den Hirschler Teich mit genug Wasser zu versorgen. Vom Hirschler Teich wurde das Wasser in die Gruben Caroline und Dorothea geleitet. Dort wurde es zum Antrieb der Wasserräder gebraucht. Das Besondere: Die Gräben der Huttaler Widerwaage haben kein Gefälle. Das bedeutet: Sie sind eben. Das Wasser kann in beide Richtungen geleitet werden. Das ist allerhöchste Baukunst! Auf Ihrer Wanderung kommen Sie an allen wichtigen Anlagen der Huttaler Widerwaage vorbei. Zum Schluss geht es zu den am höchsten gelegenen Stauteichen von Clausthal. Alle Infos zu diesem Meisterwerk der Baukunst können Sie auf den Info-Tafeln am Wegesrand nachlesen.
Stationen (4)
- 1Parkplatz am Entensumpf
Machen Sie hier Halt auf Ihrer Fahrt durch das UNESCO-Welterbe im Harz.
Dieser Wanderparkplatz ist durchgehend geöffnet und kostenlos.
Es gibt keine Höhenbeschränkungen, das heißt: Man kann auch mit höheren Fahrzeugen dort parken.
Bei Regen, Schnee und Eis ist der Parkplatz schwierig für gehbehinderte Menschen.Tipp: Wandern Sie zur Hirschler-Pfauenteich-Kaskade. Das sind 4 hintereinanderliegende Teiche. Die Teiche sind unterschiedlich hoch. Wenn der Teich voll war, floss das Wasser vom höheren Teich in den Teich darunter. Das Wasser aus den Teichen wurde früher für den Bergbau gebraucht.
Sie können von dem Parkplatz aus auch zum Innerstesprung und zur Huttaler Widerwaage wandern.
Auf der Tafel der Welterbe-Route finden Sie spannende Informationen über Museen und Kulturdenkmale in der Nähe.
↓ 11 Min. zu Fuß (795 m) bis zur nächsten Station
- 2Huttaler Widerwaage
Die Huttaler Widerwaage ist ein kunstvoll ausgemauertes Ausgleichsbecken in der Oberharzer Wasserwirtschaft- Sie gehört zu einem besonders raffiniertes System von Gräben und Teichen zwischen dem Hirschler Teich, dem Dammgraben, dem Jägersbleeker Teich und einigen anderen Wassergräben.
Alle Gräben und Teiche waren miteinander verbunden. Ihre Aufgabe war es, den Hirschler Teich mit genug Wasser zu versorgen. Vom Hirschler Teich wurde das Wasser in die Gruben Caroline und Dorothea geleitet. Dort wurde es zum Antrieb der Wasserräder gebraucht.
Das Besondere: Die Gräben der Huttaler Widerwaage haben kein Gefälle. Das bedeutet: Sie sind eben. Das Wasser kann in beide Richtungen geleitet werden. Das ist allerhöchste Baukunst!
Alle Infos zu diesem Meisterwerk der Baukunst können Sie auf den Info-Tafeln am Wegesrand nachlesen.
↓ 35 Min. zu Fuß (2,5 km) bis zur nächsten Station
- 3Polsterberger Hubhaus
Das Polsterberger Hubhaus war früher ein wichtiges Pumpenhaus und gehört als Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft zum UNESCO-Welterbe im Harz.
Die Oberharzer Wasserwirtschaft mit den vielen Gräben und Stauteichen war wichtig für die Bergwerke im Oberharz. Das Wasser wurde für die vielen Wasserräder in den Bergwerken gebraucht. Das abgebaute Erz musste nach oben gebracht werden. Und Wasser, das ins Bergwerk gesickert ist, musste abgepumpt werden. Das ging damals nur mit Wasserkraft.
Das Wasser ist durch lange Gräben aus dem Hochharz bis hierher geflossen. Hier musste es in die höher gelegenen Stauteiche gepumpt werden. Dafür ist das Polsterberger Hubhaus gebaut worden. Das ist eine Pumpstation. Dort wurde das Wasser 18 Meter den Berg hochgepumpt. Von dort wurde es in die hochgelegenen Stauteiche von Clausthal geleitet.
Die Pumpstation selber wurde auch durch Wasserkraft angetrieben.
↓ 46 Min. zu Fuß (3,3 km) bis zur nächsten Station
- 4Hirschler-Pfauenteich-Kaskade
Die Hirschler-Pfauenteich-Kaskade sind vier Teiche, die wie Treppenstufen hintereinander liegen. Die Teichanlage gehört zur Oberharzer Wasserwirtschaft, die seit 2010 Teil des UNESCO-Welterbes im Harz ist. Das Wasser wurde in den Bergwerken zur Energieversorgung und für die Pumpen gebraucht. Dieses System ist in seiner Größe auf der ganzen Welt einmalig. Einige der Teiche sind über 400 Jahre alt.
Im 18. Und 19. Jahrhundert lagen die Gruben Caroline und Dorothea ganz nah bei den Teichen. In diesen beiden Gruben wurden damals die meisten Erze abgebaut. Die Gruben lagen sehr weit oben am Berg. Es war sehr schwierig, immer genug Wasser in diese beiden hochgelegenen Bergwerke zu leiten. Der Hirschler Teich liegt am weitesten oben. Die anderen drei Teiche sind der Obere Pfauenteich, der Mittlere Pfauenteich und der Untere Pfauenteich. Sie liegen wie Treppenstufen unter dem Hirschler Teich.
Selbstgeführter Spaziergang — folge den Stationen in Reihenfolge, jeweils mit Link zur Lage auf der Karte.
Basisdaten: Lea Dirks, Niedersachsen Hub (Lizenz CC BY-SA)
