Grafschafter Spurensuche- Auf den Spuren der Wallfahrer
1152 gründete Ritter Hugo von Büren das Benediktinerkloster Sunte Marienrode und legte damit den Grundstein für das heutige Wietmarschen. Später wurde das Benediktinerkloster ein Frauenkloster, bis es in ein Damenstift umgewandelt wurde. Kloster und Stift wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nach und nach abgerissen. Heute existiert nur noch die Stiftskirche. 1921 erhob Bischof Wilhelm Berning von Münster das ehemalige Benediktinerkloster zu einem offiziellen Wallfahrtsort. Bis heute wird die Wallfahrtskirche jährlich von Tausenden Gläubigen aufgesucht, um vor der Muttergottes-Statue "Unsere liebe Frau von Wietmarschen" zu beten. Traditionell am Sonntag vor Christi Himmelfahrt. Über die Kloster- und Stiftsgeschichte Wietmarschens berichtet ein kleines Museum, das sich im einstigen Verwaltungsgebäude des Klosters befindet. Außerdem können Besucher im ehemaligen Gesindehaus in ein Café einkehren Hinweis: Folgen Sie der Beschilderung in grün!
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- 1Stift Wietmarschen
Am 14. September 1152 wählten die Wietmarscher Ursiedler den Mönch Hildebrand aus Utrecht zum ersten Vorsteher. Dieser Tag gilt als Gründungstag für Kloster und Gemeinde. Das Kloster bekam den Namen "Sünte Marienrode" und gehörte zum Bistum Münster. Das Kloster erlebte in den folgenden Jahrhunderten gute und schlechte Zeiten. 1675 wandelte der Bischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, das Kloster in ein "Hochadelig-freiweltliches Damenstift" um, dessen Vorsteherin nun nicht mehr Priorion, sondern Äbtissin hieß. Wer in das Stift aufgenommen werden wollte, musste 16 adelige Ahnen nachweisen können. Nun besserten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in kurzer Zeit: die viel zu kleine Kirche wurde vergrößert, renoviert und mit einer barocken Innenausstattung versehen, die Stiftshäuser - das Äbtissinnen- und Stiftsdamenhaus, der Kornspeicher, das Verwalter- und Gesindehaus sowie die Waldkapellen - wurden errichtet, weitere Siedlerstellen wurden ins Ödland, ja sogar ins Moor, vorgetrieben.
Napoleon hob 1808 das Damenstift auf und übereignete dem Fürsten von Bentheim den gesamten klösterlichen Besitz.
Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich neben dem bereits bestehenden Dorfkern Einzelsiedlungen, die vor allem im nördlichen Teil der Gemarkung teilweise bis in das Hochmoorgebiet hineinwuchsen. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem 2. Weltkrieg wurden die Gebäude des Klosters Wietmarschen nach und nach abgerissen. Die Bewohner des "Stiftes" errichteten sich Eigenheime in den entstehenden neuen Wohngebieten.
Gegen Ende der 70er Jahre haben die politisch Verantwortlichen dann ein Konzept entwickelt, die verbleibenden vier Stiftsgebäude rings um die Kirche vor dem Abriss zu retten und sie nach der Restaurierung einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. In den Jahren von 1981 bis 1990 wurden dann mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen und des Landkreises Grafschaft Bentheim insgesamt 2,5 Mio. DM von der Gemeinde Wietmarschen investiert. Nunmehr sind im sog. "Verwaltergebäude" ein Versammlungsraum, ein kleines Museum mit kirchlichen und sakralen Werten sowie eine Bücherei untergebracht. Das "Stiftsdamenhaus" wurde zu vier Altenwohnungen umgestaltet. Im "Äbtissinnenhaus" ist heute ein Jugendheim der kath. Kirchengemeinde Wietmarschen eingerichtet. Das "Gesindehaus" wurde zu einem Café mit angenehmer Atmosphäre umgebaut.
↓ 1 Min. zu Fuß (49 m) to the next station
- 2Stiftscafé Menke
Entspannen Sie bei einem Stück selbstgemachtem Kuchen und bei einer Tasse heißen Kaffee im Stiftsbereich in Wietmarschen. Die reichhaltige und abwechslungsreiche Kuchen- und Tortenauswahl dürfte jeden Geschmack treffen! Die leckere Stiftstorte wird jeden Tag angeboten.
Außerdem ist es möglich im Stiftscafé zu frühstücken oder sich bei einer kleinen Brotzeit zu stärken. (Gruppen auf Vorreservierung unter Tel. 05925/1495)
Täglich von 11.00 - 21.00 Uhr geöffnet.
Info: Hier können Sie Ihr E-Bike bequem wieder aufladen.
Self-guided walk — follow the stations in order, each with a link to its location on the map.
Basisdaten: Grafschaft Bentheim Tourismus, Niedersachsen Hub (licence CC BY-SA)
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