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RW 5 - Rundweg im Gandetal (ca. 10,5 km)

10,1 km · ca. 180 Min.

Bad Gandersheim, Stadt

Bevor der Weg unser erstes Ziel, das Landschaftsschutzgebiet Lahberg erreicht, bietet er Gelegenheit, ein wenig die historische Altstadt Bad Gandersheims kennenzulernen. Vom Lahberg schweift der Blick dann über die typische, leicht hügelige Kulturlandschaft des Harzvorlandes. Man erkennt von hier schon unser nächstes Ziel, das kleine Dorf Orxhausen. Es liegt malerisch an der Gande, die sich hier in vielen Schleifen durch das Tal schlängelt. Nach Verlassen des Dorfes steigt der Weg am Waldrand ein Stück auf den Wadenberg. Bevor wir in den Wald eintauchen, lohnt ein Blick zurück, um die schöne Fernsicht zu genießen. Zunächst durch den herrlichen Laubwald und später durch die Feldmark, erreicht unsere Route bald wieder die Stadt.

Stations (10)

  1. 1Wassertretbecken - Kneippkuranlage

    Die Kneipp-Anlage am Zentralkurpark in Bad Gandersheim lädt zur erholsamen Anwendung des Kneipp-Prinzips ein. Sie wurde 2017 gemeinsam mit dem Barfußpfad und dem Brunnenhäuschen der Wilhelmsquelle neugestaltet.

    Die Anlage umfasst ein Wassertret- und ein Armbecken zur Förderung der Durchblutung und Stärkung des Immunsystems. Der Barfußpfad mit 13 abwechslungsreichen Feldern regt die Fußreflexzonen an. Sitzgelegenheiten entlang des Pfades bieten Erholung.

    Künstlerische Elemente wie die drehbare Metallskulptur „Fuß“ und Glasbrockenskulpturen setzen Akzente. Die stimmungsvolle Beleuchtung, besonders am Bachlauf mit Teich, schafft auch abends eine besondere Atmosphäre.

    Die Kneipp-Anlage verbindet Natur, Wasser und Kunst zu einem erholsamen Ort für Gäste und Einheimische.

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    ↓ 13 Min. zu Fuß (887 m) to the next station

  2. 2Herzögliche Burg

    Die einstige Residenz der braunschweigischen Herzöge blickt auf eine lange Geschichte zurück. Mitte des 13. Jahrhunderts als Wasserburg erbaut, führte der Hauptzugang von Norden über die Gande, was ihre strategische Bedeutung unterstrich. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1318 unter dem Namen „Castrum nomine Gandersheym“.

    Im 16. Jahrhundert, rund um 1530, wurde die Burg umfassend umgebaut. Im Spätmittelalter diente sie als Verwaltungssitz des herzoglichen Amtes Gandersheim und spielte eine zentrale Rolle in der regionalen Verwaltung.

    Heute prägt das historische Bauwerk weiterhin das Stadtbild – als Sitz des Amtsgerichts Gandersheim bleibt es ein Ort von Bedeutung, in dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.

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    ↓ 4 Min. zu Fuß (217 m) to the next station

  3. 3Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt

    Zur katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt gehören heute die Stadt Bad Gandersheim, Kreiensen und der Flecken Lamspringe. Die Wurzeln der Gemeinde reichen bis ins Jahr 1934 zurück, als Pastor Felix Hardt von der kleinen Ortschaft Söder im Hildesheimer Land aus katholisches Leben im Bad Gandersheimer Raum etablierte. Anlässlich der Errichtung eines selbstständigen Seelsorgebezirkes im Jahr 1944 zog Pastor Hardt endgültig von Söder nach Bad Gandersheim. 
    Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wuchs die Gemeinde durch den Zuzug von Flüchtlingen und  Heimatvertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf etwa 4000 Mitglieder in Bad Gandersheim und den umliegenden Dörfern an. Aus diesem Grund bot die „Notkapelle“ trotz Erweiterung nicht mehr genügend Raum, weshalb die Gottesdienste der sogenannten „Pfarrvikarie“ vorübergehend im Kaisersaal und im Kino stattfanden, bis man der Gemeinde die ehemalige Michaeliskapelle in der Abtei zur Verfügung stellte, die 1949 der Mutter Gottes geweiht wurde und seitdem den Namen „Marienkapelle“ trägt, wo auch heute noch regelmäßig Gottesdienste stattfinden.
    Als sich Bad Gandersheim durch die Ansiedlung der Glasindustrie und der Aufnahme des Kurbetriebes zu einem nennenswerten Wirtschaftsstandort entwickelte, stabilisierte sich die Zahl der Katholiken, so dass auf dem Domänenhof die heutige katholische Kirche erbaut, die Pfarrvikarie 1957 zur Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt und 1961 zur Pfarrei erhoben wurde. Der Bau der Filialkirche St. Josef in Kreiensen erfolgte 1967. Seit 2002 ist die Pfarrgemeinde Teil des Dekanates Alfeld-Detfurth.
    In der Pfarrkirche auf dem Domänenhof fällt der Blick des Besuchers unvermittelt auf das große Altarraumbild des Künstlers Gerd Winner aus Liebenburg: Es zeigt Maria, die Mutter Gottes, mit dem Jesuskind auf dem Arm und lässt die wichtigsten christlichen Feste (Weihnachten und Ostern) anklingen. Zentrales Kunstwerk in der Marienkapelle am Rande der Abtei ist eine von Papst Pius XII. gestiftete Marienstatue, die den Beinamen „Unsere liebe Frau von der Heimat“ trägt.

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    ↓ 2 Min. zu Fuß (113 m) to the next station

  4. 4Stiftskirche

    Die romanische Basilika von Bad Gandersheim beeindruckt durch ihren zweitürmigen Westquerbau und ihre lange Geschichte. Der Baubeginn der Kirche datiert auf das Jahr 856, und bereits 881 fand die erste Weihe statt. Der heutige Bau, der vorwiegend aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammt, zeigt die typischen Merkmale der romanischen Architektur, wobei im Laufe der Zeit mehrere gotische Erweiterungen hinzukamen. Besonders hervorzuheben sind die gotischen Seitenkapellen, die im 14. und 15. Jahrhundert an das Gebäude angefügt wurden und der Kirche ihren heutigen Charakter verleihen.

    Die Ausstattung der Kirche ist reich an bedeutenden Kunstwerken und historischen Relikten. Das Stifterbildnis des Sachsenherzogs Liudolf aus dem 13. Jahrhundert stellt einen der bedeutendsten Fürsten des Mittelalters dar, dessen Familie eng mit der Geschichte der Region verknüpft ist. Ein weiteres Highlight ist der Marmorsarkophag der Fürstäbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen aus dem 18. Jahrhundert, der in der Kirche ihre letzte Ruhestätte markiert.

    Ein besonders wertvolles Element ist das Roswitha-Fenster von 1973, das der berühmten ersten deutschen Dichterin Roswitha von Gandersheim gewidmet ist. Roswitha war eine herausragende Persönlichkeit des 10. Jahrhunderts und gilt als eine der ersten Dichterinnen des Mittelalters, deren Werke noch heute große Anerkennung finden. Das Fenster stellt eine künstlerische Hommage an ihre Werke und ihr Erbe dar.

    Die Basilika ist nicht nur ein bedeutendes religiöses Gebäude, sondern auch ein faszinierendes Kunst- und Kulturdenkmal. Im Inneren der Kirche finden sich zahlreiche weitere historische Artefakte, die die Geschichte des Stiftes Gandersheim und der Region widerspiegeln. Die Kirche ist sowohl ein Zentrum der religiösen Andacht als auch ein Anziehungspunkt für Besucher, die sich für die Geschichte der Region, die mittelalterliche Architektur und die kulturellen Schätze interessieren.

    Darüber hinaus ist die Kirche ein bedeutender Teil der Stadtgeschichte von Bad Gandersheim und ein wertvolles Zeugnis des christlichen Erbes in Niedersachsen. Ihre lange Geschichte und die vielfältigen Kunstwerke machen sie zu einem unersetzlichen kulturellen Erbe, das den Besucher in die Vergangenheit der Region eintauchen lässt.

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    ↓ 1 Min. zu Fuß to the next station

  5. 5Roswitha Stele

    Die Roswitha Stele, platziert vor der Apsis der Stiftskirche, dient als Andenken an Roswitha von Gandersheim. Sie informiert über Leben und Werk von Roswitha. Die Stele gehört ebenfalls zu einer der Stationen in Bad Gandersheim die durch den Rundgang "Stadtspaziergang mit Roswitha" führt.

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    ↓ 2 Min. zu Fuß (110 m) to the next station

  6. 6Von den Anfängen der Macht - Bad Gandersheim

    Sachsenherzog Liudolf (ca. 806-866) stand an der Spitze eines der ersten Adelsgeschlechter die sich unter Karl dem Großen zum Christentum bekannten. Nach ihm wurde die Adelsdynastie der Liudolfinger, später auch Ottonen, benannt. Und er war es, der gemeinsam mit seiner Frau Oda 852 das Stift Gandersheim gründete. Durch die enge Verknüpfung zur Kaiserfamilie hatte es über Jahrhunderte eine ähnlich privilegierte Stellung wie das Stift Quedlinburg, das teilweise auch von denselben Äbtissinnen regiert wurde. Überhaupt die Äbtissinnen: Die erste, Hathumod (852-874), wurde schon – eine Seltenheit –in einer zeitgenössischen Vita beschrieben. Gerberga II. (949-1001), die sechste, förderte Roswitha von Gandersheim, eine der ersten Autorinnen Europas nach der Antike. Dem Titel „Fürstäbtissin“ wurde Elisabeth Ernestine Antonie (1713-1766) durch ihre barocke Hofhaltung mehr als gerecht. Ein Zeitfenster der anderen Art ermöglicht ein besonderes Projekt der Stadt: Wenn Sie durch das „Portal zur Geschichte“ treten, können Sie auf den Wegen zur Stiftskirche St. Anastasius und St. Innocentius, zu einem ungewöhnlichen Kirchenschatz, zu den Klosteranlagen Brunshausen und Clus, zu dem Stadtmuseum, dem Abteigebäude oder der Burg der Braunschweiger Herzöge in die Zeit der Ottonen und in die 1200jährige Geschichte der Stadt eintauchen.

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    ↓ 1 Min. zu Fuß to the next station

  7. 7Gandersheimer Dommusiken

    Über 35 Konzerte werden jährlich zumeist in der geschichtsträchtigen Stiftskirche (Dom) dargeboten und haben den Ort zu einem Zentrum der klassischen Musikdarbietung in Südniedersachsen gemacht. Hervorragende Orgelmusik an der preisgekrönten großen Mühleisen-Orgel, Chor, Sinfoniekonzerte, Kammermusik oder Klavierabende auf dem Steinway-Flügel in dem von Kerzen erleuchteten Seitenschiff begeistern Musikliebhaber. Gepaart mit freundlichem Catering vor und nach dem Konzert, kann hier Musik in besonderer Atmosphäre erlebt werden.

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    ↓ 1 Min. zu Fuß (79 m) to the next station

  8. 8Stadtmuseum Bad Gandersheim

    Bereits seit dem Jahre 1926 existiert das „Heimatmuseum“ mit Exponaten aus verschiedenen privaten Sammlungen mit vielerlei historischen Dokumenten und Gegenständen zur Stadtgeschichte. Anlässlich des 1100-jährigen Jubiläums der Gandersheimer Stiftsgründung erhielten die Exponate seinen festen Standort unter dem Dach des Renaissance-Rathauses, Markt 10.
    Das Museum präsentiert die Geschichte der Stadt. Die umfangreichen Sammlungen der Film- und Fotogeräte und der Militärexponate aus dem 19. und 20. Jh. gelten als Geheimtipp.

    Der Eintritt ist frei.

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    ↓ 64 Min. zu Fuß (4,3 km) to the next station

  9. 9Orxhausen

    Orxhausen (http://www.orxhausen.de/) ist eine Ortschaft der Stadt Einbeck. Da durch den Ort der Fluß Gande fließt, sagt man auch das Orxhausen im Gandetal liegt. Orxhausen hat ca. 191 Einwohner (Stand: 02.01.2024).

    Das heutige Orxhausen trat erstmals 1231 bzw. 1251 unter den Namensformen Otherikeshusen und Odericheshusen ins Licht der Geschichte.
    Kultur und Attractions

    Im Jahr 1822 wurde das heutige Kirchengebäude, ein rechteckiger Saalbau errichtet, dem 2004 der Name Christuskapelle verliehen wurde.Food & drink Dervish im Grüner Jäger (https://www.gasthausdervish.com)Durch Orxhausen verläuft der Europaradweg R1 (https://www.euroroute-r1.de/R1/DE/Gesamtstrecke/D/Niedersachsen/Solling-bis-Harzvorland/Aktuelles/K586.htm)

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    ↓ 57 Min. zu Fuß (3,8 km) to the next station

  10. 10St. Georgskirche

    Die St. Georgskirche ist ein echtes Juwel der Stadtgeschichte. Im Mittelalter war sie die einzige Pfarrkirche der Stadt und lag damals noch außerhalb der Stadtmauern. Ihr imposanter romanischer Turm und das eindrucksvolle gotische Kirchenschiff zeugen bis heute von dieser Zeit.Nach der Verlegung der Gande im 16. Jahrhundert wurde der Fachwerkchor verkürzt, doch die Kirche bewahrte ihren einzigartigen Charakter. Im Inneren fasziniert die bäuerliche Ausmalung von 1676, ein seltenes Beispiel barocker Volkskunst. Über der Eingangstür wacht die Figur des heiligen Georg, die einst eines der Stadttore schmückte.

    Von März bis Oktober öffnet die Kirche sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr für Besucher ihre Türen. Ein besonders stimmungsvoller Einblick bietet sich bei einer Nachtwächterführung, bei der die Kirche im geheimnisvollen Licht der Laternen erstrahlt. Anmeldung in der Tourist-Information erforderlich.

    Die Betreuung der St. Georgskirche wird von den Museumsfreunden übernommen, Ansprechpartner sind Frau Schardinel 05382 955 71 84 und Herr Schriever 05382 3897

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Self-guided walk — follow the stations in order, each with a link to its location on the map.

Basisdaten: Heinz Schrader, Niedersachsen Hub (licence CC BY-SA)