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TERRA.track Alkenkuhle

9,4 km · ca. 145 Min.

Ankum

Das große Loch mit der spannenden Geschichte, nach dem dieser Rundweg benannt ist, liegt in den Wäldern zwischen Ankum und Alfhausen. Deshalb lassen Wanderer, die am Parkplatz des Golfclubs Ankum starten, die 18 kleinen Löcher der gut gemähten Sportanlage links liegen und entdecken stattdessen im Schatten der Bäume eine uralte, mystische Kulturlandschaft. Denn neben dem beeindruckenden Großsteingrab Grumfeld West finden sich entlang des knapp zehn Kilometer langen Weges fünf weitere Megalithanlagen, die vor rund 5.000 Jahren errichtet wurden – und damit als älteste erhaltene Bauwerke Nordwest-Europas gelten. Zudem lassen sich aus späteren Epochen der Menschheitsgeschichte weitere Zeugnisse entdecken: Hügelgräber, wie sie bis in die Eisenzeit üblich waren, sowie eines der selteneren bronzezeitlichen Steinkistengräber. Egal, ob man der Wissenschaft oder den Legenden glaubt: In der Alkenkuhle fand kein Mensch die letzte Ruhe. Sehr wahrscheinlich entstand das viele Meter tiefe kraterartige Loch durch die Kraft des Wassers, das im Untergrund den Felsen so lange aushöhlte, bis er einstürzte. Die Sage hingegen behauptet, dass es sich sehr plötzlich bildete, als an dieser Stelle Gottes Zorn den Kneipenwirt Alke traf. Sein „Alkenkrug“ lag auf halbem Weg zwischen Alfhausen und der Kirche in Merzen, weshalb die Gläubigen jeden Sonntag bei ihm rasteten – seiner Meinung nach allerdings zu kurz. So beteuerte er, um seinen Umsatz zu steigern: „Mein Haus soll im Boden versinken, wenn Ihr nicht noch genug Zeit für ein weiteres Glas habt.” Das war gelogen. Seine Gäste verpassten die Messe, Gott war sauer, nahm Alke beim Wort und so entstand die Alkenkuhle. Angeblich, so die Legende weiter, fand Alkes Seele keine Ruhe und er spukt dort, wo einst sein Gasthaus stand. Aber solange man nicht drei Mal seinen Namen ruft, kann eigentlich nichts passieren. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie im Tourenplaner vom Natur- und Geopark TERRA.vita.

Stations (3)

  1. 1Steingräberweg Giersfeld | 9a-i SMK

    ​In ausgesprochen attraktiver Landschaft südlich von Ankum entstand bei Westerholte ein gut ausgeschilderter Rundwanderweg, der in Nachbarschaft eines Golfclubs durch Heide und Kiefernwälder verläuft.

    Das am Parkplatz des Golfclubs und somit am Startpunkt der Rundwanderwegs gelegene Grab Grumfeld West (9h) darf als beeindruckendstes der Megalithgräber entlang des Steingräberweges Giersfeld gelten. Die Einfassung von 32,5 x 3,8 m umschließt gleich zwei Grabkammern, von denen die westliche fast vollständig erhalten ist. 1982 sind Grabbeigaben gefunden worden.

    Wenn Sie nun dem Rundwanderweg Richtung Norden folgen, entdecken Sie das Grab Rickelmann I (9i), das noch vier seiner insgesamt acht Decksteine besitzt. Die Grabkammer verfügt mit 12 x 2,4 m übe eine durchschnittliche Größe. Eine Einfassung ist nicht zu erkennen.

    Rickelmann II (9a) besaß eine 14 m lange Kammer, von der ein großer Teil der Trag- und Decksteine, wenngleich teilweise verlagert, noch vorhanden ist. Die Umfassung ist nur noch rudimentär erkennbar.

    Das romantisch im Kiefernwald gelegen Grab Reincke (9b) wird ehemals eine vergleichbare Größe gehabt haben, jedoch sind bis auf einen alle Decksteine verloren gegangen.

    Das Grab Meyer (9c) soll einst eines der größten und schönsten der Region gewesen sein. Von diesem Glanz sind nur noch bescheiden Reste erhalten. 1864 waren von den ursprünglich vielleicht 16 Decksteinen der 25 m oder längeren Kammer immerhin noch neun vorhanden. Das Gelände lässt noch einen 30 m langen Erdhügel erkennen, in dem das Grab eingebettet war.

    Bei der Planung des Rundwanderweges wurden in den 1970er Jahren auch einzeln liegende Grabhügel in die Wegeführung einbezogen. Der Grabhügel (9d) hat eine Größe von 21 m Durchmesser und 2,10 m Höhe. Seine Einzellage lässt vermuten, dass er zu den älteren Hügeltypen aus der ausgehenden Jungsteinzeit (ab 2.800 v. Chr.) oder frühen bis älteren Bronzezeit (2.000 bis 1200 v. Chr.) gehört.

    Das Grab Grumfeld Ost (9e) macht einen stark zerstörten Eindruck. Viele Steine sind durch Sprengungen verunstaltet. Die Kammer könnte eine Länge von 19 m gehabt haben.

    Bei der näheren Untersuchung eines weiteren Hügel zeigte sich, dass die zentrale Grabkammer wie die verkleinerte Version eines Großsteingrabs konstruiert war. Es handelte sich um eine Steinkiste (9f), die aus 6 etwa 1 m hohen Findlingen gebildet und mit 3 großen Decksteinen verschlossen war. Sie stammt aus der frühen Bronzezeit (um 2.000 v. Chr.), der Grabhügel ist allerdings etwa 1000 Jahre später während des Übergangs zur jüngeren Bronzezeit für die Beisetzung einer Urne erneut genutzt worden.

    Bei der Rekonstruktion der gesamten Grabanlage entstand auch die pflasterartige Abdeckung der Hügeloberfläche mit kleinerem Geröllgestein.

    Der letzte Grabhügel am Weg (9g) hat eine sogenannte Gipfelmulde - ein sicherer Hinweis auf eine Raubgrabung. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Grabungsschacht, einen so genannten Kopfstich, der nach der Grabung offen zurückgelassen wurde.

    Alternativ bietet sich eine Wanderung auf der ausgeschilderten 1 km langen Strecke an.

    Der Steingräberweg ist Teil der Straße der Megalithkultur (https://www.osnabruecker-land.de/erleben/ausfluege-sehenswertes/roadtrips/strasse-megalithkultur/) (SMK).

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    ↓ 5 Min. zu Fuß (361 m) to the next station

  2. 2Wohnmobilstellplatz Artland Golfclub e.V., Ankum

    Anzahl Stellplätze 20
    Opening hours ganztägig
    Bodenbeschaffenheit Pflaster/Gras
    Strom ja
    Wasser ja
    Dusche / WC ja gegen Gebühr
    5€ ohne
    10€ mit Umkleiden/Duschen
    Entsorgung nein
    W-LAN ja

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    ↓ 13 Min. zu Fuß (938 m) to the next station

  3. 3Artland Golfclub e.V.

    Der Platz ist ganzjährig geöffnet.

    ​Ein Clubhaus mit Golfbüro, Pro-Shop und öffentlichem Restaurant vervollständigen das Angebot. Es werden u. a. Golfunterricht, Kinder – u. Jugendtraining, Schnuppergolfarrangements und Platzpräsentationen angeboten.

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Self-guided walk — follow the stations in order, each with a link to its location on the map.

Basisdaten: Natur- und Geopark TERRA.vita, Niedersachsen Hub (licence CC0)

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